Yanai Malai
Tempel in Indien
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der maximal etwa 150 m hohe Yanai Malai (Tamil: யானைமலை) ist ein schmaler, aber langgestreckter, aus Granitfelsen bestehender, Höhenzug mit mehreren Reliefskulpturen der Jain-Religion im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Der gesamte Hügel steht unter dem Schutz des Archaeological Survey of India.
Lage
Geschichte

Anders als am Samanar Malai fehlen am Yanai Malai Felsinschriften, die auf den Beginn der Nutzung durch Jain-Mönche schließen lassen könnten. Die in die natürliche Felswand eingemeißelten Skulpturenreliefs zeigen stehende (= büßende) oder sitzende (= meditierende) Tirthankaras und werden zumeist ins 7. oder 8. Jahrhundert datiert; eine Waldnymphe (yakshi) an der Seite einer stehenden Jaina-Figur ist äußerst ungewöhnlich. Einige natürliche Felshöhlen könnten von den Asketen als Schlafplätze genutzt worden sein; kleinere flache Wasserauffangbecken wurden in mühsamer und wahrscheinlich jahrhundertelanger Arbeit aus dem Fels herausgearbeitet.

Narasimha-Tempel
Zu Füßen der Nordwestflanke des Hügels befindet sich der im 7. Jahrhundert in eine Felswand hineingearbeitete hinduistische Narasimha-Perumal-Tempel, der einem Avatara des Gottes Vishnu geweiht ist. Der gesamte Tempelbezirk wurde im 15. oder 16. Jahrhundert unter der Herrschaft des Vijayanagar-Reiches neu gestaltet und mit einem Eingangstor (gopuram) versehen, dessen Figuren und Scheinarchitekturen bunt bemalt sind; ein großer Tempelteich befindet sich vor dem Tempel.
Ladan-Koil
Einer Vatteluttu-Inschrift zufolge wurde im 8. Jahrhundert südlich des Narasimha-Tempels ein dreiportaliger und mit Treppenaufgang versehener Tempel (Ladan Koil) zu Ehren des Gottes Karttikeya (Tamil: Murugan) in den Fels hineingehauen. Die blockhaften Teile der Pfeiler sind mit Rosetten geschmückt.
Weblinks
- Yanai Malai – Foto + Infos (PDF, englisch)
- Yanai Malai, Tempel – Foto + Infos (englisch)
- Yanai Malai, Granitsteinbrüche etc. – Fotos