Ypsilandis

Ortsgemeinschaft im Gemeindebezirk Aliartos der Gemeinde Aliartos From Wikipedia, the free encyclopedia

Ypsilandis (griechisch Υψηλάντης (m. sg.)) ist eine Ortsgemeinschaft im Gemeindebezirk Aliartos der Gemeinde Aliartos-Thespies. Ursprünglich hieß der Ort Vrastamites (Βρασταμίτες)[2], da mehrheitlich albanisch-türkisch besiedelt. Er wurde 1953 nach dem Freiheitskämpfer Dimitrios Ypsilantis benannt, der am 25. September 1829 etwa 1 km westlich des Ortes in der Schlacht von Petra die Osmanen besiegte.

Schnelle Fakten Ortsgemeinschaft Ypsilandis Τοπική Κοινότητα Υψηλάντου (Υψηλάντης), Basisdaten ...
Ortsgemeinschaft Ypsilandis
Τοπική Κοινότητα Υψηλάντου (Υψηλάντης)
Ypsilandis (Griechenland)
Ypsilandis (Griechenland)
Basisdaten
StaatGriechenland Griechenland
RegionMittelgriechenland
RegionalbezirkBöotien
GemeindeAliartos-Thespies
GemeindebezirkAliartos
Geographische Koordinaten38° 22′ N, 23° 1′ O
Höhe ü. d. M.220 m
(Durchschnitt)
Fläche15,787 km²
Einwohner353 (2011[1])
LAU-Code-Nr.28020105
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Ypsilandis liegt etwa in 200 m Höhe am nördlichen Abhang des Helikon südlich der Kopaïsebene. Etwa 700 m südlich des Ortes steht ein Turm aus der fränkischen Zeit und 2 km südwestlich liegt das Kloster Agios Nikolaos. Hier gibt es ein Denkmal, das an die Schlacht von Petra erinnert.

Ein weiteres Mahnmal erinnert an die Hinrichtung von 50 griechischen Geiseln (Zivilisten), die nach einem Attentat auf die deutschen Besatzer mit zwei Toten zuerst in Livadia inhaftiert und am 8. Januar 1944 exekutiert wurden. Nach Vorgabe der Militärverwaltung waren Attentate ohne Ausforschung der Täter zur Abschreckung durch Sühneaktionen zu bestrafen. Beauftragt wurde die vom Überfall betroffene 3. Batterie der Polizei-Gebirgs-Artillerieabteilung, das Exekutionskommando führte Kommandeur Hauptmann Mitterhuber an.[3] Bei den am 6. Januar 1944 Getöteten handelte es sich um Otto Schröck aus Jettenbach und Gustav Wüst aus Ispringen.

Vom 10. bis 12. August 1944 – somit kurz vor dem Abzug der deutschen Besatzung – wurde der Ort Vrastamites nach einem Partisanenüberfall auf die Panzerjäger-Kompanie des SS-Polizei-Gebirgsjäger-Regiment 18 auf Anweisung von Kommandant Hans Hösl beschossen und zerstört, die Bevölkerung war lt. Zeugenaussage von Hans Hösl vorher der Geheimen Feldpolizei in Livadia (Gefängnis) überstellt worden.[4]

Einwohnerentwicklung

(Quelle:[5])

Jahr 1835 1861 1879 1889 1896 1907 1920 1928 1940 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011
Einwohner 180 195 330 283 340 386 456 527 647 723 738 668 584 590 475 353

Einzelnachweise

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