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Ytterbium(II)-chlorid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ytterbium(II)-chlorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Ytterbiums aus der Gruppe der Chloride.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Struktur von Ytterbium(II)-chlorid
_ Yb2+ 0 _ Cl−
Allgemeines
Name Ytterbium(II)-chlorid
Andere Namen

Ytterbiumdichlorid

Verhältnisformel YbCl2
Kurzbeschreibung

farbloser[1] oder grüner Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 13874-77-6
EG-Nummer 237-632-3
ECHA-InfoCard 100.034.197
PubChem 83785
Wikidata Q4498217
Eigenschaften
Molare Masse 243,95 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

5,27 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

720 °C[3]

Siedepunkt

1300 °C[1]

Löslichkeit
  • reagiert mit Wasser[2]
  • löslich in Tetrahydrofuran[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Ytterbium(II)-chlorid kann durch Reduktion von Ytterbium(III)-chlorid mit Wasserstoff bei 500 °C bis 600 °C oder mit Zink in Zinkchlorid bei 500 °C gewonnen werden,[1] wobei erstere Reaktion zuerst 1929 von Wilhelm Klemm und Wilhelm Schüth berichtet wurde.[5][6]

Die Verbindung lässt sich auch durch Reduktion mit Lithium-Naphthalin gewinnen.[7]

Eigenschaften

Ytterbium(II)-chlorid ist ein farbloser[1] oder grüner[2] Feststoff. Die Verbindung ist äußerst hygroskopisch und kann nur unter sorgfältig getrocknetem Schutzgas oder im Hochvakuum aufbewahrt und gehandhabt werden. An Luft oder bei Kontakt mit Wasser geht er unter Feuchtigkeitsaufnahme in Hydrate über, die aber instabil sind und sich mehr oder weniger rasch unter Wasserstoff-Entwicklung in Oxidchloride verwandeln. Die Verbindung besitzt eine Kristallstruktur vom Strontiumiodid-Typ[1][8] und kristallisiert rhombisch mit den Gitterkonstanten a = 13,18 Å, b = 6,96 Å, c = 6,70 Å mit der Raumgruppe Pbca (Raumgruppen-Nr. 61)Vorlage:Raumgruppe/61.[9] Klemm und Schüth beschrieben die Verbindung als nahezu farblosen, diamagnetischen Feststoff, der sich in Wasser mit gelber Farbe löst, wesentlich beständiger ist als Samarium(II)-chlorid und Europium(II)-chlorid nahesteht. Die Verbindung reagiert mit flüssigem Ammoniak und färbt sich dabei rot. Durch Abbau wurden Ammoniakate mit acht (rotgelb), zwei und einem Mol (gelb) Ammoniak nachgewiesen. Nach Zahl und Beständigkeit der Ammoniakate steht die Verbindung zwischen Calciumchlorid und Strontiumchlorid. Beim isothermen Abbau der Ammoniakate tritt eine geringere Ammonolyse auf als bei Samarium(II)-chlorid.[10]

Verwendung

Ytterbium(II)-chlorid kann in der organischen Chemie zur reduktiven Dimerisierung von ungesättigten Ketonen verwendet werden.[3]

Einzelnachweise

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