Yuli Novak
israelische Menschenrechtsaktivistin
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Yuli Novak (Hebräisch: יולי נובק, geb. 12. Mai 1982 in Tel Aviv) ist eine israelische Menschenrechtsaktivistin.

Biografie
Yuli Novak stammt aus einem einflussreichen zionistischen Milieu. Ihre Mutter, Dorit Novak, ist Armeeoffizierin und Generaldirektorin von Yad Vashem, dem Holocaust-Dokumentationszentrum. Nach fünf Jahren Militärdienst schloss sie ein Jurastudium ab. Ihre NGO-Arbeit ist in Israel höchst umstritten. Von 2012 bis 2017 war sie geschäftsführende Direktorin von Schovrim Schtika („Das Schweigen brechen“), einer Organisation, die Verbrechen der israelischen Armee (IDF) dokumentiert.[1]
2022 musste sie das Land verlassen, nachdem sie mit dem Tod bedroht worden war und von einigen israelischen Politikern als Vaterlandsverräterin bezeichnet wurde.[2] Ihre Erfahrungen schilderte sie in Mi at bichlal („Wer glaubst du, wer du bist“; Yedioth Books 2022). Seit 2023 leitet sie B’Tselem („Ebenbild“), eine Organisation, die Menschenrechtsverletzungen in den palästinensischen Gebieten aufzeichnet.[3] Bei ihrem Amtsantritt als neue Direktorin von B’Tselem charakterisierte sie Israel als einen unterdrückerischen Apartheidsstaat, der, wie sie 2025 argumentierte, in Gaza nach jahrelanger Eskalation einen Völkermord an den Palästinensern begehe.[4]