Zak Ford-Williams
britischer Schauspieler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Zak Ford-Williams (* 1999 in Ramsbottom) ist ein britischer Schauspieler.
Leben und Karriere
Ford-Williams wuchs nahe Manchester mit einer älteren Schwester auf. Er wurde mit Infantiler Zerebralparese geboren, einer Behinderung, die seine Bewegung und Kontrolle über seine Sprache und seinen Körper einschränkt, und ist ambulanter Rollstuhlnutzer, kann also teilweise auch ohne diesen stehen und gehen.[1]
Er beschloss mit sechs Jahren, Schauspieler werden zu wollen, und nahm teil am lokalen Jugendtheater, das von seinem Großvater geleitet wurde.[2] Mit sechzehn Jahren wurde er Mitglied der Jugendgruppe des Machester Royal Exchange Theatres für zwei Jahre, bevor er an die Manchester School of Theatre ging. Seinen Abschluss machte er 2020.[1]
Nach dem Abschluss hatte er sein professionelles Theaterdebüt in A Christmas Carol: A Ghost Story, einer Adaption des Christmas Carol durch Mark Gatiss,[1] in der er neben Tiny Tim zusätzlich andere nicht-behinderte Figuren darstellte.[3] Anschließend verkörperte er in The Real and Imagined History of The Elephant Man die Titelfigur des „Elefantenmenschen“ Joseph Merrick in einer Produktion, deren Besetzung fast vollständig aus Schauspielern mit Behinderung bestand.[4] Dabei imitierte er nicht Merricks Proteus-Syndrom, sondern zeigte offen aus seiner eigenen Behinderung resultierende Bewegungseinschränkungen.[3] 2024 spielte er die Titelrolle in Shakespeares Richard III. als zweitjüngster und als erster Schauspieler mit Zerebralparese.[1]
Im Fernsehen hatte er 2023 in der Miniserie Better seine erste Hauptrolle. Diese wurde als bahnbrechend bezeichnet, weil er als Schauspieler mit Behinderung jemanden darstellt, der zu Beginn nicht behindert ist und dies erst im Verlauf wird[1] – anstelle eines nicht-behinderten Schauspielers, der erst seine tatsächliche Bewegungsfreiheit zeigen und danach die Behinderung spielen würde.[3] Für einen Gastauftritt in der Historienserie Bridgerton erhielt er einen authentischen „Bath chair“, einen Vorgänger des Rollstuhls aus der Regency-Zeit.[5] Seit 2024 hat er eine Hauptrolle im Ensemble der Historienserie The Hardacres als Harry Hardacre, der nicht im Rollstuhl sitzt, sondern an Krücken bzw. Gehstock geht.[1]
Ein Artikel resümierte 2025, bei seiner Arbeit bedeute Transformation nicht, für seine Rollen in einen anderen Körper zu schlüpfen, sondern dass er bestimme, wie sein Körper gelesen werde und was er an seiner Behinderung und seinem Körper offenlege, verstecke und kontrolle oder nicht.[3]
Theaterauftritte
- 2021–2022: A Christmas Carol: A Ghost Story
- 2023: The Real & Imagined History of The Elephant Man
- 2024: The Tragedy of Richard III
Filmografie
- 2021: Wolfe (Miniserie, 1 Episode)
- 2023: Better (Miniserie, 5 Episoden)
- 2023: Inspector Barnaby (Midsomer Murders, Fernsehserie, 1 Episode)
- 2024: Bridgerton (Fernsehserie, 2 Episoden)
- 2024–2026: The Hardacres (Fernsehserie, 12 Episoden)
Weblinks
- Zak Ford-Williams: Profile of the Actor. in: Medium, 22. September 2025
- Zak Ford-Williams: Advice for disabled actors, in: Actors’ & Performers’ Yearbook 2024, 10. November 2023