Zaki Baydoun

libanesischer Lyriker und Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Zaki Baydoun (arabisch زكي بيضون Zakī Baidūn; * 1981 in Tyros) ist ein libanesischer Lyriker und Maler.[1][2] Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch die Aufnahme seines Namens auf die Beirut39-Liste des Hay Festivals (2009/2010).[3]

Leben

Baydoun wuchs in der südlibanesischen Hafenstadt Tyros auf und studierte Philosophie an der Universität Paris VIII.[2][4] Als bildender Künstler trat er in Beirut mit Ausstellungen hervor, darunter Le ciel attend im Kulturhaus Zico House.[4] Seit den 2000er-Jahren ist er regelmäßig Gegenstand der arabischen Kulturberichterstattung zu seinen Lesungen und Buchveröffentlichungen.[5][6]

Wirken

Frühe Gedichtbände – darunter dschundī ʿā'id min harb al-bakālūriyā (‚Ein Soldat kehrt vom Bakkalaureats-Krieg zurück‘) und malʿab min al-waqt an-nā'im (‚Spielplatz der schlafenden Zeit‘) – etablierten Baydoun in der libanesischen Lyrikszene der 2000er-Jahre.[5] Im Jahr 2012 veröffentlichte er bei Dar al-Saqi die Sammlung ʿainān tarmaschān bilā nihāya tuhāwilān ʿabthan al-istaiqāz (‚Zwei Augen blinzeln endlos, sie versuchen vergeblich, aufzuwachen‘).[7] Mit dem Prosaband schallāl yatadaffaq fī nafsihi (‚Ein Wasserfall, der in sich selbst strömt‘) legte er 2015/2016 eine von der Kulturpresse beachtete Sammlung fantastischer Kurztexte vor, die in Beirut vorgestellt wurde.[8][1][6] Als Übersetzer übertrug Baydoun einen Kernabschnitt aus Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft ins Arabische.[9] Seine Gedichte erschienen auf Englisch in der von Bloomsbury veröffentlichten Anthologie Beirut 39: New Writing from the Arab World (2010).[10][3]

Einzelnachweise

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