Zange (Bauteil)

im Bauwesen ein Doppelholz auf beiden Seiten von Sparren o. ä. zu deren Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Eine Zange oder Doppelzange ist ein Bauteil im zimmermannsmäßigen Holzbau,[1][2] das in der Regel aus paarweise horizontal verlaufenden Brettern, Bohlen oder Balken (mit schmalen Querschnitten) besteht. Als „Doppelholz“ umschließt die Zange beiderseits ein anderes Konstruktionsholz, häufig Sparren, Streben und Ständer.

Lehrbuchzeichnung eines Pfettendach- und Kehlbalkendachdachwerks mit Kniestock und abgestrebt stehendem Stuhl in zwei Varianten: links mit Doppelzange, rechts mit einfacher Zange (Franz Stade, 1904[3])
Kurze Doppelzange an einem Kniestock (19. Jahrhundert)

In einer Dachkonstruktion kann die Funktion des Kehlbalkens von einer Zange übernommen werden.

Während eine traditionell mit Versatz-Verbindung angeschlossene (Fachwerk-)Strebe überwiegend nur Druckbelastungen aufnehmen kann, wird eine Zange (z. B. eine Kehlzange) durch Querbolzen und teilweise Verkämmung mit dem Balken verbunden, so dass sie auch Zugkräfte aufnehmen kann. Zangen werden je nach Beanspruchung angenagelt, geschraubt oder mittels Bolzen – sowie neuerdings gegebenenfalls auch mit Einpressdübeln – am Balken angeschlossen.

In Sonderfällen werden die Bohlen oder Zangen nur einseitig angebracht, typischerweise etwa am Giebelsparren (Streichsparren).[4]

Einzelnachweise

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