Zanzibar International Film Festival

Jährliches Filmfestival in Sansibar, Tansania From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Zanzibar International Film Festival (abgekürzt ZIFF; Internationales Filmfestival Sansibar) ist ein seit 1998 jährlich in der ersten Julihälfte im Viertel Stone Town von Sansibar, Tansania, stattfindendes Filmfestival, das als eine der größten Kulturveranstaltungen in Ostafrika gilt. Der derzeitige Leiter des Festivals (CEO) ist der tansanische Filmemacher und Filmwissenschaftler Martin Mhando.[1]

Transparent zur 16. Veranstaltung 2013

Geschichte

Die Organisation hinter dem ZIFF wurde 1997 ins Leben gerufen. Im folgenden Jahr fand die erste Veranstaltung statt. Im Jahr 1999 betrug die Besucherzahl bereits rund 100.000, darunter zahlreiche Gäste aus dem Ausland.[2]

Programm

Zuschauer bei einer Abendveranstaltung, 2013

Das Festival zeigt Spiel- und Dokumentarfilme nicht nur mit speziellem Bezug zu Afrika und den Dau-Ländern (östliches Afrika, Golfregion, Südasien und die Inseln des Indischen Ozeans), sondern auch weltweit und wird von Konzerten, Ausstellungen, Workshops, Theater- und Tanzdarbietungen und einem regen Nachtleben begleitet. Freilichtvorführungen finden unter anderem in der Alten Festung von Stone Town und in den Forodhani Gardens statt. Seit 2021 gibt es auch eine Nachveranstaltung auf dem Festland Tansanias unter dem Motto ZIFF goes Mainland.[3]

Auszeichnungen

Szene von der Preisverleihung 2014

Es werden Goldene und Silberne Dhows in mehreren Kategorien verliehen, darunter bester Film des Festivals, Dokumentarfilm, Spielfilm, Kurzfilm, Animationsfilm und Filme mit regionalem und kontinentalem Bezug. Hinzu kommen Sonderpreise der Jury, darunter der Sembene Ousmane Award, sowie der UNICEF Award.

Weitere Informationen Jahr, Film ...
Gewinnerspielfilme der Goldenen Dau
JahrFilmRegisseurProduktionsland/-länderOriginalsprache(n)
1998 Maangamizi: The Ancient One[4] Martin Mhando, Ron Mulvihill Tansania/Vereinigte Staaten Swahili, Englisch
2000 Jinnah[5] Jamil Dehlavi Pakistan Englisch, Urdu
2001 Bawandar (The Sand Storm)[6] Jagmohan Mundhra Indien Hindi, Rajasthani, Englisch
2004 Maargam (The Path)[7] Rajiv Vijay Raghavan Indien Malayalam
2005 Khakestar-o-Khak (Earth and Ashes)[8] Atiq Rahimi Afghanistan Dari
2006 L’Appel Des Arenes (Wrestling Grounds)[9] Cheikh Ndiaye Senegal/Marokko/Burkina Faso/Frankreich Wolof, Französisch
2007 Juju Factory[10] Balufu Bakupa-Kanyinda Demokratische Republik Kongo Französisch
2008 Ezra[11] Newton I. Aduaka Nigeria/Frankreich Englisch
2009 Jerusalema[12] Ralph Ziman Südafrika Englisch, isiZulu, isiXhosa, Afrikaans
2010 Themba – A Boy Called Hope[13] Stefanie Sycholt Südafrika
2011 The Rugged Priest[14] Bob Nyanja Kenia Englisch
2012 Uhlanga: The Mark[15] Ndaba Ka Ngane Südafrika isiZulu
2013 Golchereh[16] Vahid Mousaia Iran Persisch
2014 Half of a Yellow Sun[17] Biyi Bandele Vereinigte Staaten Englisch
2015 Wazi ?FM[18] Vincenzo Cavallo Kenia Englisch, Somali, Swahili
2016 Watatu[19] Nick Reding Kenia Swahili
2017 Noem My Skollie[20] Daryne Joshua Südafrika Afrikaans
2018 Supa Modo[21] Likarion Wainaina Kenia/Deutschland Swahili
2019 Fatwa[22] Mohamed Ben Mahmoud Tunesien/Belgien/Frankreich Arabisch
2021 Binti[23] Seko Shamte Tansania Englisch, Swahili
2022 Vuta N’Kuvute[24] Amil Shivji Tansania/Südafrika/Deutschland/Katar Swahili, Englisch
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Partnerorganisationen

Unter den Partnern und Förderern des Festivals sind die Europäische Union, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Schweizer Botschaft in Tansania, mehrere Botschaften weiterer europäischer Länder und die DW Akademie.

Eine Zusammenarbeit besteht ferner mit dem belgischen Festival Elles Tournent, das seit 2008 in Brüssel stattfindet.

Literatur

  • F. Alloo (Hrsg.): 10 Years of ZIFF. Gallery Publications, Sansibar 2007.
Commons: Zanzibar International Film Festival – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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