Zeche Shamrock

ehemaliges Steinkohle-Bergwerk in Herne From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Zeche Shamrock war das erste Steinkohle-Bergwerk in Herne. Die gleichnamige Bergwerksgesellschaft wurde am 21. März 1856 gegründet. Ihr Name ist abgeleitet vom irischen Nationalsymbol des Kleeblatts, engl. shamrock, da das Bergwerk von irischen und belgischen Kapitalgebern finanziert wurde und die Gesellschaft von dem aus Irland stammenden William Thomas Mulvany geleitet wurde.

Schnelle Fakten
Zeche Shamrock
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Zeche Shamrock 1/2/6/9, um 1910
AbbautechnikUntertagebau
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betreibende GesellschaftHibernia AG
Betriebsbeginn1860
Betriebsende1967
NachfolgenutzungSchacht 11: Hauptförderschacht der Zeche General Blumenthal
Geförderte Rohstoffe
Abbau vonSteinkohle
Geographische Lage
Koordinaten51° 32′ 6″ N,  12′ 46,8″ O
Zeche Shamrock (Regionalverband Ruhr)
Zeche Shamrock (Regionalverband Ruhr)
Lage Zeche Shamrock
StandortHerne
GemeindeHerne
Kreisfreie Stadt (NUTS3)Herne
LandLand Nordrhein-Westfalen
StaatDeutschland
RevierRuhrrevier
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Protegohaube über Schacht 8
Bergwerk Blumenthal/Haard 11 in Wanne-Eickel (2009)

Geschichte

Courrières am 10. März 1906 an der Suche nach Überlebenden und der Bergung der Toten.[1]

Am 24. August 1967 erfolgte der Durchschlag am Schacht 11 auf der 7. Sohle zur Zeche General Blumenthal. Die Anlagen gehörten fortan zur Zeche General Blumenthal unter dem Namen Schacht 11. Am 31. Oktober 1967 wurde die Zeche Shamrock stillgelegt. Auf ihrem Gelände entstand damals ein Betrieb der Chemischen Werke Hüls, heute ein Produktionsstandort des Unternehmens INEOS Solvents. An der Toreinfahrt sind noch einige wenige Gebäude des ehemaligen Bergwerks erhalten. Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage 3/4/11 steht das Kraftwerk Shamrock.

Von 1900 bis 1975 führte die Stadt Herne zur Erinnerung an das erste Bergwerk in ihren Grenzen ein Kleeblatt mit Schlägel und Eisen im Wappen.[2]

Bis 2017 befand sich auf dem Gelände der Schachtanlage 1/2/6/11 der Sitz der RAG Aktiengesellschaft.[3]

Betriebshof

Seit 2019/2020 werden die Fahrzeuge des Wupper-Lippe-Expresses hier gewartet, damit hat der VRR den Hersteller Stadler beauftragt.[4]

Schachtstandorte

Schachtanlage 1/2/6/9

Die Schachtanlage befand sich in Herne südlich des Bahnhofs.

Schachtanlage 3/4/11

Die Schachtanlage befand sich in Eickel südöstlich des Bahnhofs Wanne-Eickel.

Die Doppelschachtanlage 3/4 wurde „Behrensschächte“ genannt.

Weitere Schächte

Literatur

  • Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 6., erweiterte und aktualisierte Auflage. Verlag Karl Robert Langewiesche Nachfolger Hans Köster, Königstein im Taunus 2008, ISBN 978-3-7845-6994-9.
  • Wolfgang Viehweger: Spur der Kohle. Europa in Herne und Wanne-Eickel. Frischtexte Verlag, Herne 2000, ISBN 3-933059-03-8.
Commons: Zeche Shamrock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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