Zechow
Ortsteil von Rheinsberg
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Zechow ist ein Ortsteil[2] der Stadt Rheinsberg im nordbrandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Zu Zechow gehört der Wohnplatz Rheinshagen.[3]
Zechow Stadt Rheinsberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 53° 3′ N, 12° 55′ O |
| Höhe: | 55 m ü. NHN |
| Einwohner: | 97 (1. März 2023)[1] |
| Eingemeindung: | 26. Oktober 2003 |
| Postleitzahl: | 16831 |
| Vorwahl: | 033931 |
Dorfkirche Zechow (2019) | |
Geografie
Der Ort liegt 5 Kilometer südlich von Rheinsberg und 16 Kilometer nordnordöstlich von Neuruppin. Die Nachbarorte sind Rheinsberg und Berkholzofen im Norden, Köpernitz im Nordosten, Heinrichsdorf im Südosten, Rheinshagen im Süden, Schwanow im Südwesten, Braunsberg im Westen sowie Zühlen im Nordwesten.[4]
Geschichte
1422 wird „Czechow“ von Mecklenburgern Rittern überfallen, vor allem wurde Vieh geraubt. Der Ortsname und die Dorfform als Rundling deuten auf einen slawischen Ursprung des Dorfes. 1438 gehörte es dem Kloster Lindow. Nach dem Aussterben der Landesherren, der Grafen von Lindow-Ruppin, kam Zechow 1524 zum Kurfürstentum Brandenburg. 1540 zählte der Ort neben dem Schulzen 9 Hüfner, einen Kossäten und einen Hirten. Infolge der Reformation gelangte Zechow im Jahr darauf zum Amt Lindow. 1541 verfügte der Lehnschulze über 3 freie Hufen, 2 Kossäten, einem freien Wehr, einem freien See vorm Dorf, eine Wörde und 1 Kohlhof hinterm Hof, 1 Wiese und ein Platz Heuerland auf Rheinshagen sowie einen Platz auf Fristow. Daneben waren nunmehr 1 Dreihüfner, 9 Zweihüfner und 3 Kossäten im Ort ansässig. Die Bauern und Kossäten hatten alle Wiesen am Rhin, die Bauern zudem Land auf Köpernitz, Rheinshagen, Schwanow und Fristow.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden bei der Landesvisitation 1654 das Schulzengut, 9 von 12 Hüfnerstellen und 2 von 3 Kossätenstellen als wüst erfasst. Auch 1687 waren noch 7 von 10 Hüfnerstellen sowie alle drei Kossätenstellen wüst. Das Kataster verzeichnete 24 Hufen. Die wüsten Höfe waren fast ganz bewachsen. Weide, Acker, Wiese und Viehzucht waren schlecht, es gab weder Mastung noch Fischerei, aber sattsam Brennholz. 1716 war Zechow mit 11 Hüfnern wieder voll besetzt. Ein Kuhhirt und ein Knecht kümmerten sich um das Vieh.
Baudenkmale
In der Liste der Baudenkmale in Rheinsberg ist für Zechow die 1846/47 erbaute Dorfkirche mit Kirchhofmauer und Leichenhalle als einziges Baudenkmal aufgeführt.
Literatur
- Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil II – Ruppin. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 7. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-79-2, S. 307 ff.
- Zechow, in Ruppiner Land, Werte unserer Heimat Band 37, Akademie Verlag, Berlin (Ost) 1981 S. 70–71
Weblinks
- Zechow im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
