Zeilarn

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Zeilarn ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Gumpersdorf.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Zeilarn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zeilarn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 18′ N, 12° 50′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 28,9 km²
Einwohner: 2130 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84367
Vorwahl: 08572
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 154
Gemeindegliederung: 87 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rupertistraße 22
84367 Zeilarn
Website: www.zeilarn.de
Erster Bürgermeister: Karl Holböck (Vereinigte Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Zeilarn im Landkreis Rottal-Inn
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Die Pfarrkirche St. Martin

Geografie

Geografische Lage

Zeilarn liegt in typisch niederbayerischer Hügellandschaft direkt an der B 20 etwa 14 km südöstlich von Eggenfelden, 18 km nordöstlich von Altötting, 20 km nördlich von Burghausen, 17 km nordwestlich von Simbach und 20 km südwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen. Der nächstgelegene Bahnhof an der Strecke MühldorfBraunau befindet sich im neun Kilometer entfernten Marktl.

Gemeindegliederung

Es gibt 87 Gemeindeteile:[2][3]

  • Aiching
  • Babing
  • Baumgarten
  • Berg
  • Berger
  • Berghäusl
  • Bildsberg
  • Binderhäusl
  • Brandstetten
  • Breitreit
  • Dambach
  • Dofler
  • Dornlehen
  • Eben
  • Edstall
  • Enghasling
  • Feichting
  • Fingerer
  • Fixing
  • Frieding
  • Gasteig
  • Gehersdorf
  • Gitzelhub
  • Gitzelmühle
  • Griesmühle
  • Grillenhögl
  • Großstraß
  • Grub
  • Grubwies
  • Gumpersdorf
  • Haid
  • Hasling
  • Haus
  • Hempelsberg
  • Hinterau
  • Hochwimm
  • Höllgrub
  • Holzleiten
  • Kagerwies
  • Kellndorf
  • Kleinstraß
  • Knogler
  • Kochsöd
  • Kohlöd
  • Königsöd
  • Köpfing
  • Kreimel
  • Lanhofen
  • Lederschmid
  • Lehen
  • Lueg
  • Maisthub
  • Mannersdorf
  • Narrenham
  • Oberlehen
  • Oberndorf
  • Obertürken
  • Ofenschwarz
  • Passelsberg
  • Pirach
  • Plöcking
  • Prehof
  • Rupprechtsaign
  • Schallhub
  • Schatzlöd
  • Schildthurn
  • Schmiding
  • Schreding
  • Schwertfelln
  • Sonnertsham
  • Speckhaus
  • Stockwimm
  • Straß
  • Thalreuth
  • Thannenthal
  • Thurnöd
  • Vorderau
  • Waldmann
  • Walln
  • Wetzl
  • Wiesmühle
  • Wiesmühle am Türkenbach
  • Wimmhäusl
  • Wolfgrub
  • Zantlbauer
  • Zauner am Högl
  • Zeilarn

Es gibt die Gemarkungen Gumpersdorf, Obertürken und Schildthurn.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zeilarn als Cidlar bereits 788 im Güterverzeichnis der Erzdiözese Salzburg. Der Name geht auf althochdeutsch zidalari (Imker) zurück. Später gehörte der Ort zur Grafschaft Leonberg, 1319 nach deren Aussterben erbten die Grafen von Hals die Liegenschaften.

Bis zur Verwaltungsreform in Bayern 1818 gehörte es zum Rentamt Landshut und dem Landgericht Eggenfelden.

19. bis 21. Jahrhundert

Das Pfarrdorf Zeilarn gehörte zur Gemeinde Obertürken im Landkreis Pfarrkirchen, dessen Hauptort es vor der Gebietsreform war.[4]

Die Gemeinde Zeilarn entstand am 1. April 1971 im Zuge der Gebietsreform in Bayern als Neubildung aus den Gemeinden Gumpersdorf, Obertürken und Schildthurn.[5][6]

Am 1. Januar 1980 wurde ein Gebiet mit etwas weniger als 100 Einwohnern und den Orten Denharten, Ed, Felln, Haag, Hammerstall, Hirschdolbl, Mauerwinkl, Taubengrub und Zaunsöd an den Markt Tann abgetreten.[5][7]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2081 auf 2163 um 82 Einwohner bzw. um 3,9 %.

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr196119701987199119941995200020052010201120122013201420152016
Einwohner189720712053215622182222222122512190213121312117213821412149
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Politik

Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und 14 Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Bayern 2020 erhielt die Vereinigte Wählergemeinschaft 8 Sitze, die Wählergruppe WIR-miteinander-füreinander 6 Sitze. Ehrenamtlicher Erster Bürgermeister ist Karl Holböck (Vereinigte Wählergemeinschaft). Er ist seit 1. Juli 2024 im Amt. Am 9. Juni 2024 wurde er mit 58,6 % gewählt.[8] Sein Vorgänger seit Mai 2014 war Werner Lechl (Vereinigte Wählergemeinschaft).[9] Vor diesem amtierte Ludwig Matzeder jun. (Vereinigte Wählergemeinschaft).

Wappen

Blasonierung: „In Blau ein senkrecht stehendes silbernes Schwert, beseitet von je einem goldenen Lilienstängel.“[10]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 2017 nach der amtlichen Statistik insgesamt 548 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Von der Wohnbevölkerung standen 905 Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Damit überwog die Zahl der Auspendler um 357 Personen. 30 Einwohner waren arbeitslos gemeldet. In den vier Betrieben des Bauhauptgewerbes waren 24 Mitarbeiter tätig.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist von 115 im Jahr 1999 auf 59 im Jahr 2016 zurückgegangen. Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1157 ha (2016) waren 608 ha Ackerland und 549 ha Dauergrünfläche. 697 ha des Gemeindegebietes sind Wald.

Die Firma Schlagmann Poroton hat in Zeilarn ihren Hauptsitz.

Verkehr

Durch die Gemeinde führt die Bundesstraße 20, unmittelbar südwestlich an Obertürken und Zeilarn vorbei und durch Gumpersdorf.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • eine Kindertageseinrichtung mit 75 Plätzen und 58 Kindern, davon neun Kinder unter drei Jahren
  • eine Grundschule mit 63 Schülern
Commons: Zeilarn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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