Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

Forschungs- und Kompetenznetz hessischer Universitäten zur Analyse der normativen Dimensionen des digitalen Wandels From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI) ist ein hessenweites Forschungs- und Kompetenznetz. Das Zentrum wurde 2019 mit Sitz an der Technischen Universität Darmstadt gegründet[1] und wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation (HMD).[2] Als interdisziplinäres Netzwerk soll das Zentrum die hessische Forschungsexpertise zu Fragestellungen des digitalen Wandels in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenführen und stärken.

Schnelle Fakten
Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung
Art der Einrichtung Interdisziplinäres Forschungszentrum, Transfereinrichtung und Kompetenznetzwerk
Gründung 2019
Sitz der Geschäftsstelle Hessen, Darmstadt
Forschungsprofil Digitalität: Innovation, Recht, Ethik
Budget 300.000 Euro in 2019; 2,1 Mio. Euro ab 2020
Leitung Petra Gehring
Homepage https://zevedi.de
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Ziele und Aufgaben

Die Gründung des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung erfolgte 2019 mit der Zielsetzung, die Digitalisierung im Sinne menschlicher und gesellschaftlicher Interessen zu gestalten, wie im Koalitionsvertrag zwischen der CDU Hessen und Bündnis 90/DIE GRÜNEN Hessen am 23. Dezember 2018 vereinbart wurde.[3] Entsprechend soll das Zentrum zur Digitalisierungs- und KI-Strategie der Hessischen Landesregierung beitragen und an deren Ausgestaltung mitwirken.

Das Zentrum soll hessenweit die wissenschaftliche Expertise auf dem interdisziplinären Feld der Digitalität verknüpfen und bündeln sowie den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vorantreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Zentrum zu einem übergreifenden hessischen Netzwerk von universitären und außeruniversitären Einrichtungen ausgebaut.

Das Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI) hat als Forschungszentrum ein normenwissenschaftlich orientiertes Profil mit Fokus auf Rechtswissenschaften und Ethik in Fragen von Technik, Innovation und Digitalität. Die Arbeit des Zentrums gliedert sich in vier Arbeitsformen.

Arbeitsformen

Projektgruppen

Das Zentrum richtet zu ausgewählten Themenschwerpunkten regelmäßig Projektgruppen ein. In diesen Gruppen koordiniert ein Sprecher:innenteam die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Hessen. Die Projektgruppen bearbeiten die Themen selbständig, disziplinübergreifend und beteiligungsoffen., wie zum Beispiel „AI Supervision“ (2026) oder „Die normativen Dimensionen des digitalen Euro“ (2026).[4]

Aktivitäten & Beratung

Neben den Projektgruppen bearbeitet das Zentrum kurzfristige forschungsbezogene Aktivitäten und Beratungsleistungen im Rahmen von sog. Ad hoc-Vorhaben. Dieses Format wird auch für zweckgebundene Kooperations- oder Transfervorhaben sowie für Fellowships eingesetzt. Beispiele für diese Vorhaben sind das „Schulportal Hessen“(2022) und „Doing DDI – Der Policy-Prozess zur Einrichtung des deutschen Dateninstituts“ (2026).[4]

Drittmittelvorhaben

Als Forschungspartner auf nationaler und internationaler Ebene beteiligt sich das Zentrum darüber hinaus an Antragstellung und Durchführung von Verbundvorhaben die durch Drittmittel finanziert werden. Diese Vorhaben werde gemeinsam mit externen Partnern durchgeführt und erweitern so das Themenspektrum des Zentrums. Einige dieser Vorhaben sind „DaTNet“ und „EuroDaT“, zwei Projekte, die sich mit Datentreuhandmodellen beschäftigen.[4]

Vernetzung

Ergänzend zum wissenschaftlichen Austausch fördert das Zentrum den Dialog mit Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Dazu schafft das Zentrum mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Zentrums Räume für Austausch und Impulse, wie beispielsweise Podcasts und Veranstaltungen.

Einzelnachweise

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