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Zernikow (Nordwestuckermark)

Gemeindeteil von Nordwestuckermark From Wikipedia, the free encyclopedia

Zernikow ist ein Gemeindeteil von Holzendorf in der Gemeinde Nordwestuckermark.

Schnelle Fakten Gemeinde Nordwestuckermark ...
Zernikow
Koordinaten: 53° 24′ N, 13° 45′ O
Höhe: 59 m ü. NN
Eingemeindung: 30. September 1928
Eingemeindet nach: Holzendorf
Postleitzahl: 17291
Vorwahl: 039853
Gutshaus und See.
Gutshaus und See.
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Geographie

Zernikow ist ein Gemeindeteil von Holzendorf im Nordwesten der Gemeinde Nordwestuckermark. Das Dorf liegt 15 km nordwestlich von Prenzlau und ist etwa 70 km von Stettin (polnisch Szczecin) und 130 km von Berlin entfernt. Der Ort liegt an der Bundesstraße 198.

Geprägt wurde die hüglige und seenreiche Landschaft der Uckermark durch die letzte Eiszeit. Die Umgebung des Dorfes mit den guten Böden wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte

Zernikow (slawisch für „Schwarzhaufen“) entstand um 1150. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt von 1321. Der älteste noch erhaltene Bau ist die Dorfkirche Zernikow, eine Feldsteinkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Das Rittergut Zernikow war von 1321 bis 1949 im Besitz der folgenden Familien:

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Zernikow aufgelöst und der Ort nach Holzendorf eingemeindet. An den privatrechtlichen, kirchlichen oder fiskalischen Besitz änderte sich dadurch nichts, lediglich waren die Gutsbezirke nicht mehr juristisch eigenständig. Letzte Gutsherren waren der Politiker Kurt von Wedel-Cremzow und dann teils seine Tochter Marie-Luise (1873–1948), verheiratet mit Friedrich von Kalitsch, respektive deren jüngerer Bruder Hans von Wedel (1876–1948). Die 1945/46 enteigneten Wedel gingen nach Niedersachsen.[3]

1949 wurden die letzten Besitzer im Zuge der Bodenreform entschädigungslos enteignet. Das Land wurde an landlose Bauern, Landarbeiter, aus Schlesien stammende Vertriebene, an Kleinpächter und die Gemeinde übergeben. In den 1950er Jahren wurden 56 Neusiedlerstellen geschaffen, von 1952 bis 1990 war Zernikow LPG-Standort.

Ab 1992 wurde der Gutshof verpachtet, und ein landwirtschaftlicher Betrieb nahm seine Arbeit auf. Der alte Gutshof und der Kornspeicher stehen unter Denkmalschutz. Seit dem 1. November 2001 gehört Zernikow zur Gemeinde Nordwestuckermark. In den 1990er und 2000er Jahren wurde ein in der Nähe von Zernikow gelegenes Waldgebiet als Hakenkreuzwald bekannt.

Literatur

Commons: Zernikow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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