Zig zag
Echsenart aus der Familie der Skinke
From Wikipedia, the free encyclopedia
Zig zag ist eine Echsenart aus der Familie der Skinke, die im Nordwesten von Madagaskar vorkommt. Es handelt sich um eine augen- und beinlose Echse, die unterirdisch wühlend in sandigen Regionen lebt. Sie wurde erst Anfang 2026 wissenschaftlich beschrieben.
| Zig zag | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Zig | ||||||||||||
| Miralles et al., 2026 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Zig zag | ||||||||||||
| Miralles et al., 2026 |
Merkmale

Zig zag
Link zum Bild (der Link führt zu einer Seite außerhalb der Wikipedia)
Die für die Erstbeschreibung untersuchten Typusexemplare hatten eine Kopf-Rumpf-Länge von 2,7 bis 7,6 Zentimeter und einen 1,1 bis 5,2 Zentimeter langen Schwanz. Zig zag ähnelt einer Blindschleiche, die Augen sind jedoch vollständig reduziert oder mit Schuppen überwachsen. Vom Skleralring sind lediglich drei winzige Knöchelchen geblieben. Auch äußere Ohröffnungen fehlen. Die Rückenseite ist auf einer Breite von fünf Schuppenreihen glänzend hellbraun bis cremefarben gefärbt, wobei jede der Schuppen in der Mitte einen schwarzen Punkt besitzt, so dass der Eindruck von dunklen Längsreihen entsteht. Die Körperseiten sind dunkelbraun gefärbt. Die Kopfbeschuppung von Zig zag ist verglichen mit der anderer beinloser, madegassischer Skinke reduziert. Von oben gesehen ist die Schnauze abgerundet. Der Schultergürtel ist stark zurückgebildet und dorsoventral abgeflacht, der Beckengürtel ist ebenfalls stark reduziert und besteht aus zwei getrennten Beckenhälften ohne Verbindung. Reste der Knochen von Vorder- und Hinterbeinen sind nicht vorhanden.[1]
Lebensraum

Zig zag kommt westlich des Betsiboka in der Umgebung des Nationalpark Baie de Baly und im Gebiet Tsiombikibo im Nordwesten Madagaskars vor und lebt in Regionen, die von weißen, lockeren Quarzsanden geprägt sind. Die Skinkart lebt dort vergraben im Sand und unter der Laubschicht. Die Typusexemplare waren relativ tief in der Sandschicht vergraben, meist unter einer dichten, 5 bis 10 Zentimeter dicken Matte aus feinen Wurzeln, die wiederum von einer mehrere Zentimeter dicken Schicht aus abgestorbenem Pflanzenmaterial und Laubstreu bedeckt war und im Schatten von Sträuchern oder Bäumen lag, darunter große Exemplare der Bismarckpalme. Zickzack-förmige und wahrscheinlich von Zig zag stammende Spuren im Sand deuten jedoch darauf hin, das die Echsen sich auch unmittelbar unterhalb der Sandoberfläche bewegen. Beim Holotyp fand man im Magen mehrere Termitenköpfe. Wahrscheinlich sind diese Insekten eine bedeutende Nahrungsquelle für die Echsen.[1]
Systematik

Die Skinkart wurde Anfang 2026 durch ein Team französischer, deutscher und madegassischer Herpetologen erstmals wissenschaftlich beschrieben. Sie ist die einzige Art der Gattung Zig, die mit der Erstbeschreibung von Zig zag eingeführt wurde. Innerhalb der Skinkunterfamilie Scincinae gehört Zig zu einer Klade madegassischer Skinke, die sowohl beinlose Skinke umfasst als auch Skinke mit reduzierten oder normal ausgeprägten Beinen. Die Schwestergattung ist die beinlose Gattung Paracontias, die Schwestergattung der von beiden gebildeten Klade ist die Gattung Madascincus, deren Beine reduziert sind.[1]