Zinknitrid

anorganische chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Zinknitrid ist eine anorganische chemische Verbindung des Zinks aus der Gruppe der Nitride. Sie wurde 1940 erstmals von R. Juza und H. Hahn synthetisiert.[4]

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinknitrid
_ N3− 0 _ Zn2+
Allgemeines
Name Zinknitrid
Andere Namen

Trizinkdinitrid

Verhältnisformel Zn3N2
Kurzbeschreibung

schwarzgrauer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1313-49-1
EG-Nummer 215-207-3
ECHA-InfoCard 100.013.826
Wikidata Q2560993
Eigenschaften
Molare Masse 224,2 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,22 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

600 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

löslich in Salzsäure und Natriumhydroxid unter Ammoniakbildung[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319
P: 280305+351+338302+352321362332+313[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Zinknitrid kann durch Reaktion von Zink oder Zinkoxid mit Ammoniak gewonnen werden.[1][5]

Ebenfalls möglich ist die Herstellung durch Reaktion von Zink mit Stickstoff bei 600 °C.[5]

Eigenschaften

Zinknitrid ist ein schwarzgrauer, an Luft weitgehend beständiger Feststoff. Er besitzt eine kubische Kristallstruktur.[1][2] Diese ist isostrukturell zu der von Magnesiumnitrid, Calciumnitrid und Cadmiumnitrid eine Anti-Bixbyit-Struktur mit der Raumgruppe Ia3 (Raumgruppen-Nr. 206)Vorlage:Raumgruppe/206 und dem Gitterparameter a = 9,7691 Å. Die Kristallstruktur ist ein Derivat der von Calciumfluorid, wobei Stickstoff und Zink-Atome die Position des Calciums und drei Viertel der Fluor-Positionen einnehmen. In dieser kubischen Struktur besetzen Zink-Atome die Tetraederlücken einer etwa kubisch gepackte Anordnung von Stickstoff-Atomen.[4]

Einzelnachweise

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