Zuagroast

Film von Claudia Jüptner-Jonstorff (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Zuagroast, Untertitel Ein Gartenkrimi, ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2025 mit Hilde Dalik, Manuel Rubey und Julia Koch, der unter der Regie von Claudia Jüptner-Jonstorff entstand. Das Drehbuch von Mike Majzen und Julia R. Waldner basiert auf dem gleichnamigen Roman von Martina Parker.[1]

TitelZuagroast
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2025
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Zuagroast
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 90 Minuten
Altersempfehlung ab 12
Produktions­unternehmen Gebhardt Productions
Stab
Regie Claudia Jüptner-Jonstorff
Drehbuch
  • Mike Majzen
  • Julia R. Waldner
Produktion
  • Florian Gebhardt
  • Dani Purer
  • Gregor Schmalix
Musik
  • Diana Macalová
  • Thomas Kathriner
Kamera Andy Löv
Schnitt Birgit Alava Ordoñez
Besetzung
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Handlung

Die Journalistin Vera Horvarth ist alleinerziehende Mutter der 15-jährigen Letta. Nachdem sie aus Wien ins Dorf ihrer Kindheit im Südburgenland zurückkehrt, verschafft ihr ihre Mutter Hilda ein Vorstellungsgespräch beim Lokalblatt Der Burgenländische Bote, dessen Chefredakteur lieber Gartengeschichten druckt als solche über den Klimawandel.

Für Recherchen und nach einer Nacktschnecken-Plage im elterlichen Garten besucht sie den von Johanna geleiteten Klub der Grünen Daumen, wo sie sich mit der ebenfalls zugezogenen Eva Neuleitner anfreundet. Von der ortsansässigen Elfriede Großschädl wird die zugezogene Eva als Zuagroaste bezeichnet. Letta und Evas Tochter Carla besuchen gemeinsam einen Tanzkurs. Eva ist mit dem Architekten Paul verheiratet.

Paul lädt Vera zu sich nach Hause zum Brunch, wo sie Pauls Geschäftspartner Harald Zieserl von der Pannonia-Bau und dessen Frau Sylvia kennenlernt. Vera soll die Werbetexte für deren Bauprojekt schreiben. Eva leidet unter ihrem tyrannischen Ehemann Paul. Während der verschiedene Affären unter anderem mit Vicky und Sylvia Zieserl hat, beginnt Eva eine Beziehung mit dem Gärtner Finz (Serafin) Kreishofer. Vera trifft ihren Ex-Freund Tom wieder, der ins Gin-Geschäft eingestiegen ist.

Nachdem Eva Paul in sein Essen und Trinken das Gift von Engelstrompeten mischt, hat dieser Verdauungsprobleme, beginnt zu halluzinieren und macht sich so öffentlich lächerlich. Als Paul Neuleitner daraufhin verschwindet, tauchen zwei Kriminalpolizisten auf, die Nachforschungen zu seinem Verschwinden anstellen. Harald Zieserl fordert wegen der Affäre seiner Frau die Scheidung, die erpresst ihn allerdings mit dem Wissen um Schmiergeldzahlungen von Paul an Harald.

Im Internet taucht ein Foto von Paul auf, auf dem er nackt und gefesselt zu sehen ist. Von Eva erfährt Vera, dass Paul ihr gegenüber immer wieder gewalttätig war. Eine Anzeige bei der Polizei hatte sie fallengelassen, nachdem er ihr gedroht hatte, ihre Tochter wegzunehmen. Kriminalpolizist Grandits findet heraus, dass Eva drei Fehlgeburten hatte. Im Garten von Johannas Gartenclub befindet sich ein Hügelbeet, dort gräbt ein Hund die Leiche von Paul aus.

Die Kriminalpolizistin Marlies Murlasits verdächtigt den Gärtner Finz (Serafin) Kreishofer, Paul ermordet und dort vergraben zu haben, weil er kein Alibi, aber aufgrund der Beziehung mit Eva ein Motiv hat. Dominik Gratzl ist der Vertreter einer Sammelklage gegen Paul Neuleitner. Er glaubt nicht, dass ein von Paul Geschädigter der Mörder war, weil dieser dann um seinen Schadenersatz umfallen würde. Laut Gratzl soll Paul eine Affäre mit Irene Tschida gehabt haben, deren Mann Hans soll deswegen Suizid begangen haben. Finz gesteht, Paul vergraben zu haben, allerdings wollte er nur Eva helfen, die ihn bereits tot aufgefunden haben will.

Mit Herbert und dessen Partner Herbert melden sich zwei Zeugen, die Vicky mit Paul im Kurbad in Bad Tatzmannsdorf gesehen haben. In Pauls Wohnung findet Vera eine Videoaufnahme, die Paul beim Sex mit Sylvia Zieserl zeigt. Außerdem ist Vicky darauf zu sehen, die Paul mit Latex fesselt und knebelt und ihn beschuldigt, ihren Bruder Hans ins Grab gebracht zu haben. Köchin Mathilde Werderits findet über eine ihr bekannte Rezeptionistin heraus, dass es sich bei „Vicky“ in Wirklichkeit um die Friseurin Stefanie Lentsch handelt. Stefanie wird von der Polizei verhaftet, zu klären ist noch, ob wegen unterlassener Hilfeleistung oder Totschlag. Paul ist an einer schweren allergischen Reaktion auf Latex gestorben, nachdem er mit Latex gefesselt und geknebelt wurde.

Vera veröffentlicht ihre Recherchen zum Fall Paul Neuleitner im Burgenländischen Boten, wo sie eine Festanstellung erhält. Vera und ihre Freundinnen vom Gartenklub besprechen den Ausgang der Geschichte. Dabei bemerkt Vera, dass der Ball ihrer Hundes Herr Schröder zerbissen ist. Sie hebt diesen auf und steckt ihn in die Mülltonne. In einer Rückblende zur Tatnacht erfährt der Zuschauer, dass Eva ihren Mann gefesselt und geknebelt im Keller gefunden hat. Als sie ihn losbinden will, eskaliert die Sache. Ihr Mann beschimpft, tritt und demütigt sie. Eva bringt ihm zum Schweigen, indem sie Paul einen roten Latexball in den Mund stopft, der einen allergischen Schock auslöst.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 6. Mai bis zum 4. Juni 2025 im Burgenland statt.[2] Drehorte waren unter anderem in Buchschachen, auf der Burg Bernstein, in Stadtschlaining, in Pinkafeld und in Oberwart.[2][3]

Produziert wurde der Film von der Gebhardt Productions, als Produzenten fungierten Florian Gebhardt, Dani Purer und Gregor Schmalix. Beteiligt waren ServusTV und ProSiebenSat.1/PULS 4. Unterstützt wurde die Produktion von FISA+, Film in Austria, dem Fernsehfonds Austria und dem Land Burgenland.[4]

Die Kamera führte Andy Löv, die Montage verantwortete Birgit Alava Ordoñez und das Casting Nicole Schmied, die Musik schrieben Diana Macalová und Thomas Kathriner. Das Szenenbild gestalteten Uta Wiegele und Sebastian Thanheiser, das Kostümbild Zizi Bohrer-Lehner, die Maske Birgit Hirscher und Marcus Zenaty und den Ton Roland Winkler.[1][2][5]

Veröffentlichung

Premiere war am 30. September 2025 im Dieselkino Oberwart.[6][7] Auf Joyn wurde der Film am 1. Oktober 2025 veröffentlicht, die Erstausstrahlung auf ServusTV ist für Anfang 2026 geplant.[1][8]

Rezeption

Kritiken

Astrid Ebenführer schrieb auf DerStandard.at, dass es Claudia Jüptner-Jonstorff schaffe, den humorigen Ton trotz ernster Themen 90 Minuten lang zu halten. Man schaue vor allem Hilde Dalik als Vera gerne zu. Einzig der sensationsgeile Chef der Lokalzeitung sei dann doch ein bisserl zu viel Klischee.[9]

Barbara Schuster lobte auf the-spot-mediafilm.com insbesondere die schauspielerische Leistung von Manuel Rubey und hoffte auf eine baldige Fortsetzung als Reihe.[1]

Abrufe

Vier Tage nach der Veröffentlichung erreichte die Produktion auf Joyn eine Watchtime von 3,4 Millionen Minuten, rund 57.000 gestreamte Stunden. Damit überholt diese den bisherigen Spitzenreiter Der Schuh des Manitu (42.000 Stunden Watchtime auf Joyn). Nach einer Woche verzeichnete der Streifen auf Joyn eine Watchtime von 86.000 Stunden sowie 95.000 Video-Views.[10][11][12]

Einzelnachweise

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