Zuschenbach

Wüstung im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und lag nördlich von Idstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Karte: Hessen
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Zuschenbach

Zuschenbach ist eine Wüstung im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und lag nördlich von Idstein. Der Hof wurde 1309 erstmals erwähnt und ist bis 1582 nachgewiesen.

Lage und Geschichte

Der Hof lag etwa anderthalb Kilometer nördlich der heutigen Idsteiner Altstadt in der Gemarkung Wörsdorf am Wörsbach.[1] Das Areal der Wüstung liegt heute auf einer land- und fortwirtschaftlich genutzten Fläche und befindet sich etwa kurz nach der Kreuzung Bundesstraße 275 und Limburger Straße von Idstein in Richtung Wörsdorf.[2] Der Name wird heute noch in der Form „Zissenbach“ für einen naheliegenden Sportplatz verwendet.[3]

Historische Namensformen sind überliefert aus dem Jahr 1309 als „Tuschenbach“, 1336 als „Zuschenbach“, dann 1336 in der Form „Szusinbach“ bzw. 1338 als „Zhussenbach“. Für das 15. Jahrhundert liegt 1444 der Name „Zussenbach“ vor, für das 16. Jahrhundert in den Jahren 1566 als „Zwuschenbach“, 1569 als „Zuschenbach“ und zuletzt 1573 als „Zissenbach“ vor.[4]

Die Ersterwähnung des Hofes stammt aus dem Jahr 1309 mit Nennung des Ortsadeligen Heinrich von Zuschenbach. Hauptquellen zu den Nennungen des Hofes bilden vor allem Rechtsquellen über Käufe/Verkaufe, Pachtabgaben und Erbtitel: Im Jahr 1316 kauft Graf Gerlach von Nassau zwei Mühlen bei Idstein, eine lag bei Zuschenbach.[4] Für 1357 liegt eine Urkunde zu einer Einigung über rückständige Pacht für den Hof Zuschenbach zwischen dem Martinsstift Idstein und Edelknecht Heinrich von Lindau vor.[5] Das Adelsgeschlecht Kessel von Bergen besitzt 1399 einen Hof in Zuischenbach und 1522 einen Hofanteil, den sie an Philipp von Nassau-Idstein verkaufen.[6] Zehn Jahre zuvor, 1512, bestätigt Graf Philipp II. von Nassau-Idstein eine testamentarische Verfügung seines Vetters, des Grafen Philipp I., der dem Idsteiner Konvent acht Simmer Korn Jahresrente und eine Wiese bei Zuschenbach zukommen ließ. Die letzte bestätigte Aussage über den noch bestehenden Hof stammt aus dem Jahr 1582. Eine letzte nachträgliche Erwähnung über den früheren Hof ist für das Jahr 1677 überliefert.[4][7]

Literatur

Einzelnachweise

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