Zwerg-Baldrian

Art der Gattung Baldriane (Valeriana) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Zwerg-Baldrian[1] (Valeriana supina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Baldriane (Valeriana) in der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Zwerg-Baldrian

Zwerg-Baldrian

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Baldriangewächse (Valerianoideae)
Gattung: Baldriane (Valeriana)
Art: Zwerg-Baldrian
Wissenschaftlicher Name
Valeriana supina
Ard.
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Beschreibung

Vegetative Merkmale

Der Zwerg-Baldrian ist eine ausdauernde krautige Pflanze.[1] Der Habitus des Zwerg-Baldrians unterscheidet sich sehr von dem der anderen Baldrian-Arten. Der Zwerg-Baldrian besitzt ausläuferartige, waagerecht wachsende Sprossachse, von der 5 bis 10 Zentimeter hohe Seitenzweige aufsteigen. Hierdurch bildet er niedrige Polster mit einer Ausdehnung von typischerweise 10 bis 30 Zentimeter Durchmesser.

Die deutlich bewimperten Laubblätter sind stets ganzrandig. Sie sind verkehrt-eiförmig oder spatelförmig, das heißt im oberen Abschnitt breiter als im unteren. Meist sind die Flanken der Laubblätter U-förmig nach oben gebogen.

Habitus und Blütenstände

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die Blüten sitzen dicht in einem kopfigen Blütenstand, und nicht wie bei den anderen Baldrian-Arten in ausgedehnten Trugdolden.

Die zwittrige Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle. Die blass-rosafarbene Krone mit etwa 5 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[2]

Vorkommen

Diese Endemit kommt ausschließlich in den Ostalpen (bis Graubünden) vor. Es gibt Fundortangaben für Deutschland, die Schweiz, Österreich, Italien und Slowenien.[3] In Österreich kommt er zerstreut in den Bundesländern Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg vor; in Oberösterreich nur auf dem Dachstein.

Der Zwerg-Baldrian gedeiht in der Regel in Höhenlagen von 1500 bis 2800 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Hohen Licht bis zu einer Höhenlage von 2550 Meter auf.[4] Er kommt meist auf Kalkböden vor und wächst auf Kalkschutt oder in Schneetälchen. Er ist eine Charakterart des Thlaspietum rotundifolii, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Arabidion caeruleae vor.[2]

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 1 (alpin und nival), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).[5]

Illustration aus Flora Europaea inchoata, Tafel 21

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Valeriana supina erfolgte 1764 durch Pietro Arduino in Animadversionum Botanicarum Specimen Alterum, Seite 13.[3]

Literatur

Einzelnachweise

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