Zynaps
Computerspiel aus dem Jahr 1987
From Wikipedia, the free encyclopedia
Zynaps ist ein Computerspiel des britischen Entwicklerstudios und Publishers Hewson Consultants. Das Shoot ’em up erschien 1987 für die 8-Bit-Heimcomputer Commodore 64, Schneider CPC und ZX Spectrum; Portierungen für die 16-Bit-Computer Commodore Amiga und Atari ST folgten 1988.
| Zynaps | |
| Entwickler | Hewson Consultants |
|---|---|
| Publisher | Hewson Consultants |
| Leitende Entwickler | Dominic Robinson |
| Komponist | Steve Turner (Spectrum)Nigel Greave (C64) |
| Veröffentlichung | 1987 |
| Plattform | Atari ST, Commodore 64, Commodore Amiga, Schneider CPC, ZX Spectrum |
| Genre | Shoot ’em up |
| Steuerung | Joystick |
| Sprache | Englisch |
Handlung
Der Spieler übernimmt die Rolle eines namenlosen Helden, der aus einer Alien-Weltraumstation entkommt und sich aufmacht, die Basis der Außerirdischen zu erstürmen.
Spielprinzip
Zynaps ist ein horizontal scrollendes, zweidimensionales Shoot ’em up, bei dem der Spieler ein kleines Raumschiff steuert und gegnerische, vom rechten Bildschirmrand her in Wellen auf ihn zustürmende Raumschiffe abschießen muss. Wird eine Welle komplett vernichtet, hinterlässt sie ein aufsammelbares Symbol, das als spielinterne Währung fungiert und gegen Upgrades des Spielerraumschiffs eingetauscht werden kann. Am Ende eines Levels muss ein Zwischengegner in Form eines Mutterschiffs mit Spezialfähigkeiten besiegt werden.[1]
Entwicklungs- und Veröffentlichungsgeschichte
Zynaps wurde zunächst für den ZX Spectrum erstellt. Programmierer Dominic Robinson hatte zuvor die ZX-Spectrum-Umsetzung des Shoot ’em ups Uridium erstellt; Zynaps war seine erste Eigenkreation.[1] Die gleichzeitig erschienene C64-Version wurde von John Cumming programmiert.
Die 16-Bit-Versionen wurden im Rahmen von Vorab-Tests von der Presse zunächst als zu schwer eingestuft.[2] Vor der Veröffentlichung besserte Hewson nach und gestaltete einzelne kritisierte Aspekte (wie die Größe und damit Verwundbarkeit des Spieler-Raumschiffs) einfacher.
Rezeption
| |||||||||||||||||||||||||||||
Für die deutsche ASM testete Redakteur Philipp Kus die ZX-Spectrum- und die C64-Version. Er bewertete die Grafik der Spectrum- und die Musik der C64-Version als jeweils besser. Er notierte für die C64-Version einen am Spielanfang deutlich höheren Schwierigkeitsgrad. Die Spectrum-Version biete zudem „butterweiche Animationen“ und „hervorragendes Scrolling“. Die C64-Version sei in Summe immer noch ein „überdurchschnittliches Ballerspiel“, für die Spectrum-Version vergab Kus das Gütesiegel „ASM-Hit“.[1] Für die Power Play erläuterte Heinrich Lenhardt, dass die ursprüngliche Kritik des Magazins am Schwierigkeitsgrad der 16-Bit-Versionen gefruchtet hätte - Hewson habe nachgebessert, und mit der finalen Veröffentlichung seien die Amiga- und Atari-ST-Versionen des Spiels „sehr gut spielbar“.[2]
Das britische Magazin Zzap!64 testete die Amiga-Version des Spiels. Redakteur Matthew Evans lobte es als prinzipiell gutes Shoot ’em up mit klar abgegrenzten und angenehm kolorierten Grafiken, kritisierte aber eine etwas unpräzise Steuerung und nur kurzfristig wirksame Upgrades. Sein Redaktionskollege Paul Glancey hob hervor, dass Zynaps auf dem Amiga weniger Frustrationsmomente böte als auf dem C64, weil man nach einem Bildschirmtod nicht das komplette Level wiederholen müsse. Grafik und Sound würden den hohen Ansprüchen an Spiele von Hewson Consultants entsprechen, allerdings ermangele es den Grafiken an Abwechslung, und die Zwischengegner wirkten geradezu „schmächtig“.[3]