Ärgernis
falsche Handlung oder Ärgernis
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Ein Ärgernis ist eine Verletzung von religiösen und/oder sittlichen Gefühlen, an denen Anstoß genommen wird, ein Skandal[1]. Martin Luther hat bei seiner Bibelübersetzung das griechische „Skandalon“ mit „Ärgernis“ übersetzt, und damit diesen Begriff in die Theologie eingeführt[2][3]. In seiner Schrift „Freiheit eines Christenmenschen“ verweist er auf Christus der Anstoß erregt hat und damit ein Ärgernis ist[4].
Ärgernis in der Moraltheologie
Ein aktives Ärgernis („scandalum diabolicum“) ist eine beabsichtigte Handlung oder eine absichtliche Unterlassung, die zur Sünde verführt[3][5].
Ein passives Ärgernis („scandalum pharisaicum“) ist eine gute, von guten Absichten motivierte Handlung, die beim Empfänger aufgrund dessen Schlechtigkeit Anstoß erregt. Ein derartiges Ärgernis kann eine positive Veränderung bewirken[3][5].
Kirche und Christen geben ein Ärgernis, wenn Worte und Handlungen nicht übereinstimmen[3][5].
Ärgernis im katholischen Katechismus
Als Ärgernis wird im katholischen Katechismus ein Verhalten bezeichnet, das andere Menschen zu falschen und schlechten Verhalten verleitet. Das ist besonders problematisch, wenn das Ärgernis von Vorbildern ausgeht und sich Untergebene daran orientieren[6]: „Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde!“ (Mt 18,6).