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Échemiré

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Échemiré ([eʃmiˈʁe] ) ist eine ehemalige französische Gemeinde mit 544 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire. Sie gehörte zum Arrondissement Saumur. Die Bewohner werden Echemiréens und Echemiréennes genannt.

Schnelle Fakten
Échemiré
Échemiré (Frankreich)
Échemiré (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Pays de la Loire
Département Maine-et-Loire
Arrondissement Saumur
Gemeinde Baugé-en-Anjou
Koordinaten 47° 33′ N,  10′ W
Postleitzahl 49150
Ehemaliger INSEE-Code 49128
Eingemeindung 1. Januar 2016
Status Commune déléguée

Pfarrkirche Saint-Martin
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Der Erlass des Präfekten vom 10. Juli 2015 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Eingliederung von Échemiré als Commune déléguée gemeinsam mit 14 weiteren Orten zur Commune nouvelle Baugé-en-Anjou fest.[1]

Geografie

Karte von Échemiré

Échemiré liegt etwa 30 Kilometer ostnordöstlich von Angers, etwa 58 Kilometer südsüdwestlich von Le Mans und etwa 33 Kilometer nordnordwestlich von Saumur in der Région naturelle des Baugeois. Das Ortsgebiet liegt im Pariser Becken teilweise auf einer Hochebene mit Höhen bis 89 m. Das Zentrum befindet sich auf etwa 68 m Höhe. Im nordwestlichen Teil des Ortsgebiets erhebt sich ein Hügel mit 101 m Höhe, die höchste Erhebung von Échemiré. Échemiré wird hauptsächlich vom Ruisseau du Molinet, das das Ortsgebiet im Westen begrenzt, sowie vom Ruisseau du Moulin entwässert. Zwischen Échemiré und der östlich gelegenen Commune déléguée Baugé dehnt sich der Forêt de Baugé aus.

Umgeben wird Échemiré von zwei Nachbargemeinden und drei Communes déléguées von Baugé-en-Anjou:

Cheviré-le-Rouge
(Commune déléguée)
Jarzé Villages Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Baugé
(Commune déléguée)
Sermaise Le Vieil-Baugé (Commune déléguée)

Toponymie und Geschichte

Der Name des Ortes erschien in folgenden Formen: Scameratum (9. Jahrhundert), Curtis Aschimiriaci (1060–1080), Eschimiriacus (1077 und 1088), Eschemiriacus (1088 und 1154), Schimiriacus (1095–1101), Chimiriacus (1174), Parochia de Chemire (1225),[2] Eschemiré (1793), Echemiré (1801).[3]

Auf steinzeitliche Besiedelung weist der Menhir Pierre du Coq et la Poule hin. Der Ort wurde im 9. Jahrhundert mit einer einfachen Kirche gegründet, dessen Name auf eine Villa Scameratum zurückgeht. Vor dem 11. Jahrhundert existierte eine Pfarrgemeinde rund um eine Burg. Benediktinermönche gründeten in dieser Zeit ein Priorat, dessen Gebäude noch heute existieren, mit einer Kapelle, die dem heiligen Bibianus von Saintes geweiht ist.[2]

Die Gemeinde Rigné wurde im Jahre eingemeindet.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Échemiré: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
 
603
1800
 
588
1806
 
651
1821
 
618
1831
 
740
1841
 
854
1846
 
805
1851
 
790
1856
 
805
1861
 
771
1866
 
827
1872
 
801
1876
 
768
1881
 
758
1886
 
784
1891
 
737
1896
 
728
1901
 
717
1906
 
693
1911
 
677
1921
 
595
1926
 
559
1931
 
552
1936
 
544
1946
 
616
1954
 
639
1962
 
581
1968
 
530
1975
 
466
1982
 
462
1990
 
491
1999
 
466
2006
 
577
2013
 
595
2020
 
590
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[3] INSEE ab 2006[4][5][6]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der helle Kalkstein der Gegend (tuffeau) ist als Baumaterial für Kirchen, Schlösser und Bauernhäuser verbreitet. Bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das im Wald Richtung Baugé stehende Menhirpaar Pierre du Coq et la Poule, das seit 1979 als Monument historique klassifiziert ist.

Die Pfarrkirche Saint-Martin stammt aus dem frühen 12. Jahrhundert. Ihr Chor, das Querschiff mit zwei Apsidiolen und der Kirchturm sind seit 1969 als Monument historique klassifiziert.

Das Schloss im Weiler La Grifferaie wurde 1865 vom Architekten Bibard für Louis d’Andigné erbaut, das Schloss im Weiler La Roussière ab 1830.

Das Herrenhaus im Weiler La Cour du Moulin wie das Herrenhaus im Weiler Le Haut Mince datieren aus dem 15. Jahrhundert, die Herrenhäuser im Weiler Les Rochettes, im Weiler Montchauvon und das im Dorfzentrum aus dem 16. Jahrhundert.

Das Oratorium Notre-Dame, genannt „Kapelle Notre-Dame“, wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Das Pfarrhaus stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert.

Weiterhin beherbergt der Ort ein Waschhaus am Feldrand und eine Tontöpferei im ehemaligen gegen 1830 errichteten Wohnhaus des als Général Tranquille bekannt gewordenen Jean Châtelain, der in der Chouannerie, dem bewaffneten Widerstand königstreuer Katholiken gegen die Erste Französische Republik, kämpfte.

Persönlichkeiten

  • Jean Châtelain (1765–1848), einer der Anführer in der Chouannerie, verstorben in Échemiré
  • Hugues Quester (* 1948), französischer Schauspieler, geboren in Échemiré

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes de Maine-et-Loire. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-117-1, S. 245–249.
Commons: Échemiré – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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