Évelyne Huytebroeck
belgischer Politiker
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Évelyne Huytebroeck (* 2. Mai 1958 in Etterbeek) ist eine belgische Politikerin (Ecolo). Zwischen 2004 und 2014 war sie Ministerin in der Französischen Gemeinschaft Belgiens und der Region Brüssel-Hauptstadt.

Leben und Wirken
Huytebroeck studierte bis zu ihrem Abschluss 1981 Journalistik und Sozialkommunikation an der Université libre de Bruxelles und arbeitete danach ab 1982 als Pressesprecherin für den Internationalen Bund Freier Gewerkschaften. Parallel dazu war sie freie Journalistin bei verschiedenen belgischen Zeitungen, unter anderem der La Libre Belgique und bei Marie Claire.[1] 1984 wurde sie Pressesprecherin des Verbandes für Jugend und Musik der Französischen Gemeinschaft Belgiens.
Politisch betätigte sie sich seit 1982, als sie Ecolo beitrat. Von 1984 bis 1986 arbeitete sie neben ihrer regulären Arbeit zudem als Pressesprecherin des damaligen Mitglieds des Europäischen Parlaments François Roelants du Vivier. Im Juni 1989 nach einer Staatsreform in das erste Parlament der Region Brüssel-Hauptstadt gewählt. Von 1989 bis 1999 leitete sie die Ecolo-Fraktion im Parlament der Region Brüssel-Hauptstadt. Im Juli 2002 trat Huytebroeck von ihrem Parlamentsmandat zurück, nachdem sie zusammen mit Marc Hordies und Philippe Defeyt zur politischen Sekretärin der Partei Ecolo gewählt worden war. Dieses Amt hatte sie Juli 2004 inne und wurde im selben Jahr erneut in das Parlament der Region Brüssel-Hauptstadt gewählt. Dieses Mandat hatte sie bis 2019 inne, übte es während ihrer Zeit als Ministerin aber nicht aus.
Im Juli 2004 wurde Huytebroeck zur Ministerin für Umwelt, Energie und Wasserwirtschaft in der Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt in der Regierung Picqué III ernannt.[2] Auch in die Regierung Picqué IV, die bis Juli 2014 im Amt war, wurde sie berufen, ihr Ressort aber in Ministerium für Umwelt, Energie und Stadterneuerung umbenannt. Zusätzlich dazu war sie von Juli 2009 bis Juli 2014 auch Ministerin in der Regierung der Französischen Gemeinschaft und bekleidete in der Regierung Demotte II das Amt der Ministerin für Jugend und Jugendfürsorge. Im Dezember 2009 geriet sie als Umweltministerin der Hauptstadtregion in die Kritik, nachdem die Kläranlage Aquiris stillgelegt worden war und dadurch ungeklärtes Abwasser aus Brüssel in die Flüsse Senne, Rupel und Schelde eingeleitet wurde.[3]
Nach ihrem Ausscheiden aus den Regionalregierungen war Huytebroeck neben ihrer Tätigkeit im Brüsseler Parlament zusätzlich Gemeinderätin in Forest/Vorst. Im November 2019 wurde sie gemeinsam mit Thomas Waitz zur Co-Vorsitzenden der Europäischen Grünen Partei gewählt.[4] Im Mai 2020 wurde sie zur Vorsitzenden des Verwaltungsrats von hub.brussels, der Brüsseler Agentur für Wirtschaftsförderung, ernannt.[5] Im Juli 2022 endete ihre Amtszeit als Co-Vorsitzende der Europäischen Grünen Partei und sie trat nicht zur Wiederwahl an.[6] Von Januar 2023 bis Dezember 2024 war sie zudem Direktorin von Wallonie-Bruxelles Enseignement (WBE), der Schulbehörde der Französischen Gemeinschaft.[7]
Weblinks
- Évelyne Huytebroeck bei Ecolo
- Évelyne Huytebroeck beim Parlament der Region Brüssel-Hauptstadt