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Österreichische Studienstiftung

von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2019 gegründetes Programm zur Begabtenförderung von Studenten in Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Österreichische Studienstiftung ist ein von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2019 gegründetes Programm zur Begabtenförderung von Studenten in Österreich.[4] Besonders talentierte, motivierte und engagierte junge Erwachsene aus allen Fachrichtungen werden beginnend ab der Matura sechs Jahre lang oder bis zum Abschluss ihres Masterstudiums vorwiegend ideell gefördert.[5] Das Programm kooperiert mit und orientiert sich an der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Schweizerischen Studienstiftung. Maßgeblich an der Gründung beteiligt war Oliver Jens Schmitt, ehemaliger Präsident der philosophisch-historischen Klasse der ÖAW und Alumnus der schweizerischen Studienstiftung sowie Nobelpreisträger Anton Zeilinger.[6]

Gründung2019[1]
SitzWien
ZweckFörderprogramm für hochbegabte und engagierte junge Menschen, die bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung während der Dauer ihres Hochschulstudiums zu übernehmen.[2]
VorsitzHeinz Faßmann (ÖAW), Christiane Wendehorst (PH), Wolfgang Baumjohann (MN)
Schnelle Fakten Gründung, Sitz ...
Österreichische Studienstiftung
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Gründung 2019[1]
Sitz Wien
Zweck Förderprogramm für hochbegabte und engagierte junge Menschen, die bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung während der Dauer ihres Hochschulstudiums zu übernehmen.[2]
Vorsitz Heinz Faßmann (ÖAW), Christiane Wendehorst (PH), Wolfgang Baumjohann (MN)
Geschäftsführung Alexander Nagler
Mitglieder 455 Geförderte (2024)[3]
Website https://www.oeaw.ac.at/studienstiftung
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Geschichte

Die Entstehungsgeschichte der Österreichischen Studienstiftung ist geprägt von einem langjährigen Bestreben, engagierte Studierende zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr volles Potenzial zu entfalten. Bereits seit geraumer Zeit existierte die Idee, eine Stiftung mit dieser Zielsetzung auch in Österreich ins Leben zu rufen. Innerhalb der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurde diese Initiative maßgeblich durch das Engagement von Persönlichkeiten wie Oliver Jens Schmitt und dem Nobelpreisträger Anton Zeilinger vorangetrieben. Auch ehemalige Stipendiaten der Schweizerischen Studienstiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes, darunter Johannes Fankhauser und Eva Christine Theiler (née Schitter), spielten eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung dieses Vorhabens.[7][8][9] Inspiriert von den Erfahrungen der Studienstiftungen im Ausland, wurde die Österreichische Studienstiftung im Jahr 2019 gegründet. Sie wird seither von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften getragen und finanziert.

Aufnahmeverfahren

Maturanten (bis spätestens drei Jahre nach erfolgreich abgeschlossener Matura an einer Bildungseinrichtung in Österreich, welche die Aufnahme eines Erststudiums an einer Hochschule in oder außerhalb Österreichs planen) und Studierende an einer Hochschule in Österreich bis zum laufenden 3. Semester (die Studienberechtigung kann in oder außerhalb Österreichs erworben sein; als Semesterende gilt der 30. Juni) können sich für die Ö. Studienstiftung bewerben.[10] Zu den einzureichenden Unterlagen zählen ein Bewerbungsvideo, ein Lebenslauf, ein zweiseitiges Bewerbungs- und Motivationsschreiben, das letzte Schulzeugnis, sowie ein Empfehlungsschreiben aus dem Lehrkörper. Nach einer ersten Vorauswahl wird ein Anteil der Bewerber zu einem Auswahltag eingeladen.[11] Dort stellen sich alle ausgewählten Bewerber einem Gespräch mit Mitgliedern des Auswahlkomitees, welche Mitglieder der ÖAW sind, sowie einer Präsentation bzw. Gruppendiskussion mit anderen Teilnehmern. Anschließend werden rund 100 neue Geförderte in die Stiftung aufgenommen.

Kriterien, nach denen Geförderte ausgewählt werden, umfassen:[12]

  • Intellektuelles Potenzial bzw. intellektuelle Fähigkeiten
  • Engagement und Motivation
  • Interessen, Neugierde, Offenheit
  • Soziale Kompetenz

Die Österreichische Studienstiftung gibt in ihren Statuten an, ihr Angebot insbesondere auch an Erstakademiker zu richten.[5]

Förderangebot

Die Österreichische Studienstiftung unterhält ein breites Förderprogramm, bietet jedoch im Gegensatz zu den schweizerischen oder deutschen Äquivalenten kein monetäres Stipendium. Der Fokus liegt vor allem auf der persönlichen, intellektuellen sowie fachlichen Entwicklung aller Geförderten.[13]

Zu den Angeboten zählen:

  • mehrtägige Seminare in Form von Sommer-, Frühlings- oder Winterakademien,
  • Studienstiftungsgespräche mit Persönlichkeiten aus der Forschung, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben,
  • Mentoring mit Betreuungsdozenten der jeweiligen Universität,
  • Volontariate an den Forschungseinrichtungen der ÖAW,
  • Workshops und Vernetzungsevents.

Organisation

Das oberste beschlussgebende Organ der Österreichischen Studienstiftung ist das Präsidium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Insbesondere sind die Präsidentin der philosophisch-historischen Klasse, Christiane Wendehorst, und der Präsident der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse, Wolfgang Baumjohann, für die Studienstiftung zuständig. Die von Alexander Nagler geleitete Geschäftsstelle ist für alle laufenden Agenden und Veranstaltungen verantwortlich. Die Geförderten wählen jährlich fünf Sprecher, die ihre Interessen gegenüber der ÖAW und den anderen Organen vertreten.[14] Weiters gibt es ein Kuratorium. Zur Organisation zählen außerdem die über 130 Mitglieder starke Auswahlkommission und die für das Mentoring zuständigen Betreuungsdozenten.[15]

Einzelnachweise

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