Österreichischer Kranzenzian

Art der Gattung Kranzenziane (Gentianella) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Österreichische Kranzenzian (Gentianella austriaca), auch Österreich-Kranzenzian genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kranzenziane (Gentianella) innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Österreichischer Kranzenzian

Österreichischer Kranzenzian (Gentianella austriaca)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Gattung: Kranzenziane (Gentianella)
Art: Österreichischer Kranzenzian
Wissenschaftlicher Name
Gentianella austriaca
(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub
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Beschreibung

Habitus im Habitat
Blüte im Detail

Vegetative Merkmale

Der Österreichische Kranzenzian ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 8 bis 30 (1 bis 40) Zentimetern erreicht.[1] Meist ist sie von der Basis aus verzweigt.[2]

Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind kahl, eiförmig-lanzettlich bis lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende und an der Basis verengt.[2]

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.[2][1] Die Blüten sind in einem doldentraubigen Blütenstand angeordnet.[2]

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind etwa bis weniger als die Hälfte ihre Länge verwachsen.[2] Die fünf kahlen Kelchzipfel sind bei einer Länge von meist 1,5 bis 2,5 (1 bis 3) Millimetern[1] linealisch und ihr Rand ist glatt oder zurückgebogen, die Buchten zwischen den Kelchzipfeln sind stumpf.[2] Die purpurfarbene oder weißliche Krone[2] ist meist 26 bis 40 (23 bis 51)[1] Millimeter lang. Der Fruchtknoten ist meist 2 bis 7 (1 bis 10) Millimeter lang gestielt.[1]

Die Kapselfrucht ist 2 bis 4 Millimeter lang gestielt.[2]

Vorkommen

Gentianella austriaca ist in Mittel- und Osteuropa verbreitet. Es gibt Fundortangaben für Österreich, Polen, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Serbien, Italien, Bulgarien, Rumänien und Griechenland.[3] Nach Floraweb fehlt der Österreichische Kranzenzian in Deutschland; nach Rohwer 2024 kommt er im Bayerischen Wald vor. Der Österreichische Kranzenzian ist in Deutschland steng geschützt.[4] Der Österreichische Kranzenzian steigt in der Steiermark bis in eine Höhenlage von 2000 Meter auf.[2] In Österreich gedeiht der Österreichische Kranzenzian in den Kalkalpen und dessen nördlichen Vorland im Bundesland Wien, in Niederösterreich, in der nördlichen Steiermark und im Burgenland.[4][1]

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Gentiana austriaca A.Kern. & Jos.Kern. erfolgte 1882 Anton Kerner von Marilaun und Josef Kerner in Schedae ad Floram Exsiccatam Austro-Hungaricum, Band 2, Seite 123. Die Neukombination zu Gentianella austriaca (A.Kern. & Jos.Kern.) Holub wurde 1965 durch Josef Ludwig Holub in Preslia, Band 37, Seite 102 veröffentlicht.[5] Weitere Synonyme für Gentianella austriaca (A.Kern. & Jos.Kern.) Holub sind: Gentiana neilreichii Dörfl. & Wettst., Gentiana austriaca A.Kern. & Jos.Kern. subsp. austriaca, Gentiana austriaca subsp. neilreichii (Dörfl. & Wettst.) Wettst., Gentiana germanica subsp. austriaca (A.Kern. & Jos.Kern.) Hayek, Gentiana polymorpha subsp. austriaca (A.Kern. & Jos.Kern.) Wettst., Gentianella austriaca (A.Kern. & Jos.Kern.) Holub subsp. austriaca, Gentianella austriaca subsp. neilreichii (Dörfl. & Wettst.) Holub, Gentiana austriaca A.Kern. & Jos.Kern. var. austriaca, Gentiana austriaca var. neilreichii (Dörfl. & Wettst.) Hayek, Gentiana germanica var. neilreichii (Dörfl. & Wettst.) Hayek.[3]

Literatur

  • Thomas Gaskell Tutin: Gentianella. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 3: Diapensiaceae to Myoporaceae. Cambridge University Press, Cambridge 1972, ISBN 0-521-08489-X, S. 66 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol, 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, 2008, ISBN 978-3-85474-187-9. Gentianella austriaca auf S. 709. PDF.

Einzelnachweise

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