Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte

historisch-wissenschaftliche Vereinigung in Wien From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte (ÖGW), zuvor Österreichische Gesellschaft für Geschichte der Naturwissenschaften, ist eine historisch-wissenschaftliche Vereinigung in Wien.

Geschichte

Die ÖGW wurde 1980 unter dem Namen Österreichische Gesellschaft für Geschichte der Naturwissenschaften ins Leben gerufen, und zwar mit der Absicht, ein öffentliches Forum für alle an wissenschaftsgeschichtlichen Themen und Forschungen Interessierten im In- und Ausland zu schaffen. 1992 erfolgte die Umbenennung in Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte, um der Beteiligung an allgemeineren, wissenschaftsgeschichtlichen Fragestellungen Rechnung zu tragen. Sie ist Mitglied des Verbands der wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs.

Seit 1981 gibt sie die Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte heraus, die seit 1999 mit dem Zusatzvermerk Mensch · Wissenschaft · Magie versehen sind. Die Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte erschienen zunächst geheftet, seit 1994 in Bandform.

Die ÖGW hat 260 Mitglieder aus Österreich und dem Ausland, die größtenteils Universitätsangehörige sind (Stand 2026).[1][2] Langjähriger Präsident der ÖGW (1988 bis 1990 und ab 1992) war der Mitbegründer der Gesellschaft und heutige Ehrenpräsident, Helmuth Grössing.[3] Aktuell ist Johannes Seidl Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte (Stand: 2026).

Veranstaltungen

Zum Tätigkeitsspektrum der Gesellschaft zählen Semestervorträge, Internationale Symposien, Kongressveranstaltungen, Exkursionen sowie Bibliotheks-, Museums- und Archivbesuche mit sachkundigen Führungen.

Seit den 1980er-Jahren veranstaltet die ÖGW das Österreichische Symposion zur Geschichte der Mathematik, eine einwöchige internationale Tagung, die alle zwei Jahre stattfindet und allen Facetten der Mathematikgeschichte offensteht. Die Reihe dieser Symposien begann 1986 in Neuhofen an der Ybbs. Von Anfang an hatte die österreichische Mathematikhistorikerin Christa Binder vom Institut für Analysis und Scientific Computing der Technischen Universität Wien die organisatorische Leitung. Seit 2004 assoziierte man das Symposion mit seinem Tagungsort Miesenbach (Niederösterreich). 2024 fand das XVI. Symposion statt; der Tagungsort war erstmals Mönichkirchen am Wechsel (Niederösterreich).[4]

Förderungspreis der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte

Die Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte vergibt auch einen Wissenschaftspreis. Prämiert werden wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zur Wissenschaftsgeschichte.[5] Im Jahr 1999 wurde der Medizinhistoriker Johann Werfring damit ausgezeichnet,[6] 2019 erhielt ihn die Kirchenhistorikerin Christina Traxler.[7]

Einzelnachweise

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