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Øyvind Sandberg

norwegischer Filmregisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Øyvind Sandberg (* 24. April 1953 in Bergen; † 13. Januar 2021 in Knarvik) war ein norwegischer Regisseur.

Leben und Werk

Øyvind Sandberg war ein Sohn der Filmemacher Liv und Haakon Sandberg, sein Onkel Sverre Sandberg war ebenfalls Regisseur und Produzent. Seine Nichte ist die Journalistin und Autorin Sigri Sandberg. Bereits als 2-Jähriger war er in dem von seiner Mutter produzierten Kurzfilm Gråpus som forsvant (1955) zu sehen. In den 1980er Jahren zeigte die TV-Kinderserie To hus tett i tett zu sehen, ddas Leben der Familie Sandberg in Bergen, mit Øyvind als „Onkel Øyvind“.[1] Er studierte Film an der Hochschule Volda und arbeitete als Journalist in Lateinnamerika.[2] Später griff er als Filmemacher das dokumentarische Erbe seiner Eltern auf, deren Leben und Werk er in seinem Film Stunden kommer aldri tilbake (2010) darstellt.

Sandberg war ein wichtiger Bestandteil des Kulturlebens seiner Heimatgemeinde Lindås und beschäftigte sich häufig mit aussterbenden Berufen und traditionellen Lebensweisen in seinem direkten Lebensumfeld, etwa den Lachsfischern im Osterfjord (Laksefiskerne, 1996),[3] oder Bergbauern in Vik (Livsstil på hell, 1989). In seinem Film Å seile sin egen sjø (2002) portraitiert Sandberg eine junge Fischerin in Nord-Norwegen, den letzten Bewohner der Insel Hysvær, einen Bootsbauer in Austevoll und den über 80 Jahre alten Magnus, der seit fast 70 Jahren seine Austernzucht betreibt.[2] Seine Dokumentation Folk ved fjorden (2011) zeigte das Leben traditionell wirtschaftender Bauern in Hjelmås und wurde mit dem Amanda Filmpreis ausgezeichnet.[4]

«Jeg tror det handler om noe vi kjenner igjen og lengter tilbake til. Mange av oss har rot i denne virkeligheten selv, og synes det er vemodig at den er i ferd med å forsvinne.»

„Ich glaube, es geht um etwas, das wir wiedererkennen und nach dem wir uns sehnen. Viele von uns sind selbst in dieser Realität verwurzelt und finden es traurig, dass sie verschwindet.“

– Øyvind Sandberg: Bergens Tidende[1]

Sandberg war dafür bekannt, den Themen seiner Dokumentarfilme mit großer Hingabe zu begegnen. Für Kabal i hjerter (2006) begleitete er über einen langen Zeitraum das Alltagsleben dreier Menschen mit Entwicklungseinschränkungen. Der Film wurde national und international vielfach ausgezeichnet.

Sandberg war von 1989 bis zu seinem Tod verheiratet mit Jorunn Botnen, mit der er zwei Söhne (August und Axel) hatte. Im April 2013 erlitt Sandberg eine schwere Subarachnoidalblutung. Er lebte aufgrund der Folgen in einem Pflegeheim in Knarvik und verstarb am 13. Januar 2021.[1][3]

Filmographie

Regisseur

  • 1978: En reise i Ishavet
  • 1985: Luebukk
  • 1989: Livsstil på hell
  • 1994: Ålefiskerne
  • 1996: Laksefiskerne
  • 1997: Rått egg og sardinolje (Kurzfilm)
  • 1999: Elmer og blomsterbåten
  • 2002: Å seile sin egen sjø
  • 2003: Bare en kvist (Kurzfilm)
  • 2006: Kabal i hjerter
  • 2010: Stunden kommer aldri tilbake
  • 2011: Folk ved fjorden

Darsteller

  • To hus tett i tett, Kinderfernsehserie als er selbst (Onkel Øyvind)

Auszeichnungen

  • Bergens beste Bergenser 2012[5]
  • Amanda 2011, Bester Dokumentarfilm für Folk ved fjorden[4]
  • Beste norwegische Dokumentation des Bergen Internasjonale Filmfestival 2011 für Folk ved fjorden[6]
  • Kulturpreis der Gemeinde Lindås 2008[3]
  • Gullruten 2007, Bester Dokumentarfilm für Kabal i hjerter
  • Grand Prix des Kiev International Documentary Film Festival 2007 für Kabal i hjerter[7]
  • Den Norske Dokumentarfilmfestivalen 2006, Bester Film und Publikumspreis für Kabal i hjerter[8]
  • Grimstad Kortfilmfestivalen 2006, Bester Dokumentarfilm für Kabal i hjerter[9]

Einzelnachweise

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