Γ-Terpinen

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

γ-Terpinen ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung, im reinen Zustand ein farbloses, kiefernartig duftendes Öl, das in vielen ätherischen Ölen, insbesondere von Zitrusfrüchten und Gewürzpflanzen enthalten ist. Chemisch ist es ein cyclischer monoterpener Kohlenwasserstoff mit dem Grundgerüst des p-Menthan und ist isomer mit anderen Terpinenen. Vom α-Terpinen unterscheidet es sich durch ein weniger zitronenartiges, weicheres Aroma. γ-Terpinen wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend.[5] Es kann aus p-Cymol hergestellt werden und oxidiert an der Luft zu diesem.[6] γ-Terpinen hemmt die Enzyme Acetylcholinesterase und Aldose-Reduktase.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von γ-Terpinen
Allgemeines
Name γ-Terpinen
Andere Namen
  • Mentha-1,4-dien
  • 1-Isopropyl-4-methyl-1,4-cyclohexadien
  • GAMMA-TERPINENE (INCI)[1] (inoff. Bez.)
Summenformel C10H16
Kurzbeschreibung

farbloses charakteristisch riechendes Öl[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 99-85-4
EG-Nummer 202-794-6
ECHA-InfoCard 100.002.540
PubChem 7461
Wikidata Q423975
Eigenschaften
Molare Masse 136,24 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,85 g·cm−3[2]

Siedepunkt

183 °C[3]

Löslichkeit

schlecht in Wasser[2]

Brechungsindex

1,474 (20 °C)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[4]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 226315319335
P: 261305+351+338[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

γ-Terpinen kommt in vielen ätherischen Ölen vor, insbesondere von Zitrusfrüchten
Zitronen
Mandarinen

Außer im ätherischen Zitronenöl[6] und im Öl der Limetten[6] und Mandarine[7] kommt γ-Terpinen u. a. im Öl von Kümmel, Kreuzkümmel,[7] Ajowan, Steinminze, Teebaum,[7] Estragon,[7] Blauen Eukalyptus,[7] Koriander,[6] Majoran,[6] Winter-Bohnenkraut,[7] im Thymianöl,[6] Bergamottöl,[6] Blättern der Zeder,[6] Oregano,[6] der Muskatnuss[6] und im Wacholder[8] vor.

Literatur

  • George A. Burdock: Encyclopedia of Food and Color Additives. CRC Press 1996, ISBN 0-8493-9416-3.

Einzelnachweise

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