Thailändische Schrift

asiatische Abugida abgeleitet aus der Khmer-Schrift From Wikipedia, the free encyclopedia

Die thailändische Schrift (thailändisch อักษรไทย [ʔàk.sɔ̌ːn.tʰaj]) ist das Schriftsystem, das zur Niederschrift der thailändischen Sprache verwendet wird. Sie gehört wie die birmanische Schrift, die Khmer-Schrift sowie die laotische Schrift zum südostasiatischen Zweig der indischen Schriften. Sie ist eine Abugida und steht damit zwischen Alphabet und Silbenschrift. Neben der Niederschrift der Thaisprache wird die Schrift auch zur Aufzeichnung und Darstellung von religiösen Pali-Texten verwendet.

Schnelle Fakten
Thailändische Schrift
Schrifttyp Abugida
Sprachen Thailändische, Südthailändische
Erfinder König Ramkhamhaeng (?)
Entstehung 1283 (?)[1][2][3][4]
Verwendungszeit seit dem 13. Jahrhundert
Offiziell in Thailand
Abstammung Brāhmī
  Pallava
   Khmer[2]
    Thailändische Schrift
Verwandte laotische Schrift[3]
Besonderheiten gehört zum
indischen Schriftenkreis
Unicodeblock U+0E00–U+0E7F
ISO 15924 Thai
Der vollständige Name Bangkoks in Thai-Schrift. Die Vokale sind in schwarz, die „tiefen“ Konsonanten in blau, die „mittleren“ in grün und die „hohen“ in rot dargestellt.
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Geschichte

Migrationen der Tai-Sprachen von China nach Südostasien
Ramkhamhaeng-Stele im Nationalmuseum Bangkok. Klar ist zu erkennen, dass die Sukhothaischrift einen Versuch darstellt, – im Gegensatz zu Pallava und Khmer – alle Zeichen auf einer Ebene zu schreiben.
Die Inschrift aus dem Tempel Wat Bang Sanuk in Phrae wird von Hans Penth auf das Jahr 1219 datiert
Wat Pa Mamuang: Hier wurden die auf 1361 datierten Inschriften in der Li Thai Schrift gefunden. Es wurden die noch heute verwendeten 44 Konsonantenbuchstaben dargestellt.
Palmblattmanuskript mit Teilen des Pali-Kanons auf Thai
Phra Horathibodi schrieb das erste Lehrbuch über die thailändische Sprache. Das im Nationalmuseum ausgestellte Faltbuch stammt aus dem Jahr 1782.
Die Erstausgabe der Zeitung Bangkok Recorder erschien 1844
Ursprünglich umfasste der Machtbereich von Siam สยาม [sà.jǎːm] Gebiete, welche an die Kolonialmächte England und Frankreich verloren gingen. Um weitere Verluste zu verhindern, wurde der Staat zentralisiert, die Autonomie der verschiedenen Gebiete abgeschafft. Die verschiedenen Schriften im heutigen Thailand verschwanden, die thailändische Schrift wurde als verbindlich überall eingeführt.
Thailändischer Pali Canon Tripitaka auch Tipitaka genannt umfasst 39 Bände
Titelseite der Novelle Plae Kao von Mai Mueangdoem, Herausgegeben 1936
Verschiedene Computerfonts der thailändischen Schrift
Ein extremes Beispiel eines vereinfachten Fonts: das Wort พรบ phrop Akt

Die Schriften Südostasiens gehen auf südindische Abkömmlinge der Brahmi-Schrift zurück,[5] insbesondere die Pallava-Schrift. Daraus entwickelten sich einerseits die Mon-Schrift (älteste erhaltene Inschrift im heutigen Nakhon Pathom, datiert um 600), andererseits die eckigere Khmer-Schrift (älteste erhaltene Inschrift im Mun-Tal datiert auf 609).[6]

Als die südwestlichen Tai-Völker im 10. Jahrhundert von Nordosten her in das Gebiet des heutigen Thailand, bzw. Südostasien einwanderten, hatten sie keine eigene Schrift, trafen jedoch auf mehrere etablierte Schriftsysteme: Pyu, Mon, Birmanisch und Khmer (vgl. Myazedi-Inschrift). 1174 wurde Birmanisch anstelle von Pyu und Mon die Staatssprache in dem Gebiet. Die Tai bzw. Thai experimentierten wohl zunächst mit verschiedenen Schriftsystemen, die sich an der Peripherie zum Teil bis heute halten.[7] Letztentlich entschieden sich die Thai im heutigen Zentralthailand für die Sukhothaischrift, welche auf der Khmerschrift aufbaute, aber über Erweiterungen und Änderungen verfügte, um die tonale Thaisprache mit einer großen Anzahl von Vokalen abzubilden. In Lanna wurde dagegen ein anderer Weg eingeschlagen. Sie basierten ihre Schrift auf der Mon-Schrift. Der wichtigste Vertreter dieser Schrift ist die Shan-Schrift, welche von den Tai Völkern in Myanmar verwendet wird. Dagegen wird die Lannaschrift im Norden von Thailand heutzutage nur selten verwendet. Die laotische Schrift, welche im heutigen Laos von Taisprechern verwendet wird, baut ebenfalls auf der Khmer-Schrift auf und hat eine große Ähnlichkeit zur heutigen thailändischen Schrift.

Sukhothai war die erste größere Verwaltungseinheit der Thai im heutigen Thailand. Davor waren sie in Klein- und Kleinststaaten organisiert, den sogenannten Mueang. Eine Notwendigkeit für eine Verwaltung und damit eine Schrift bestand nicht. Die Thai flüchteten vor dem Vormarsch der Han-Chinesen und den Mongolen aus China nach Thailand und siedelten als Reisbauern, Handwerker und Soldaten in den vom Khmer-Reich kontrollierten Gebieten und leisteten Tribut an die Khmer-Herrscher. Später schüttelten die Thai die Oberherrschaft der Khmer ab. Als bedeutendster Herrscher von Sukhothai gilt Ramkhamhaeng. Die Sukhothaischrift gilt als Versuch der Thai, sich von vormals herrschenden Khmer abzugrenzen. Bewusst wurden altindische Traditionen nicht angewendet. Die Schrift sollte anders aussehen.

1833 soll Prinz Mongkut (ab 1851 König Rama IV.) unter ungeklärten Umständen die Ramkhamhaeng-Stele „entdeckt“ haben, die auf das Jahr 1292 datiert wurde.[8] Sie wurde vor allem von Wichit Wichitwathakan, dem Chefpropagandisten der Militärdiktatur von Plaek Phibunsongkhram, verherrlicht und zu einem nationalistischen Symbol stilisiert.[9] Die Inschrift wird seitdem traditionell als ältestes Beispiel der thailändischen Schrift betrachtet. Seit 1986/1987 ist die Authentizität der Stele jedoch umstritten.[10] Es gibt aber andere Beweise, z. B. eine Tempelinschrift in Wat Bang Sanuk (Phrae), die auf das Jahr 1219 datiert werden kann. Normalerweise wird als Datum 1339 angegeben, also 50 Jahre nach der Ramkhamhaeng-Stele. Neuere Untersuchungen halten aber das Jahr 1219 für möglich, lange vor der Entstehung der Ramkhamhaeng-Stele.[11]

Als Vorlage für die Schrift der Ramkhamhaeng-Stele diente die Khmer-Schrift: eine kursive Form der Khmer-Schrift jener Zeit, wobei die Buchstabenformen abgewandelt und vereinfacht wurden. Von den 35 Konsonantenbuchstaben wurden 34 übernommen. Nicht übernommen wurde [Ṛ], welches in der thailändischen Sprache keine Verwendung fand. Daraus geht klar hervor, dass die ursprüngliche Schrift nicht zur Schreibung von religiösen Texten wie der Tripitaka verwendet wurde und die Transkription von altindischen Wörtern nicht vorgesehen war.[12] Eine revolutionäre Neuerung war, dass im Gegensatz zur Khmer- und zur modernen thailändischen Schrift alle Vokalzeichen (auch ‹i›, ‹ī›, ‹u› und ‹ū›) nicht über bzw. unter, sondern neben die Konsonantenzeichen geschrieben wurden; Konsonanten-Cluster wurden nebeneinander und nicht untereinander geschrieben; außerdem wurden zwei Tonzeichen eingeführt.[13] Dies stellte ein klarer Bruch mit altindischen Traditionen dar. Die Schrift sah komplett anders aus.

Die Innovation der Vokalzeichen hielt sich jedoch nicht, und bereits Mitte des 14. Jahrhunderts wurden die betreffenden Vokalzeichen so wie zuvor im Khmer und wie in der modernen Schrift über bzw. unter die Konsonantenzeichen gesetzt. Konsonanten-Cluster wurden aber weiterhin nebeneinander und nicht untereinander geschrieben (Siehe Konsonantenkombinationen).

Durch die Reformen von König Li Thai (พญาลิไท Herrschaft 1347–1368) im Jahr 1357 konnten religiöse Texte auch mit der thailändischen Schrift geschrieben werden.[14] Der König erweiterte die thailändische Schrift auf die heutigen 44 Konsonanten, indem er die Konsonantenbuchstaben ฌ, ฆ, ฬ, ณ, ญ, ฎ, ฏ, ฐ, ฑ, ฒ und die Vokale ฤ, ฤๅ, ฦ, ฦๅ einführte. (Die Khom-Thai-Schrift wurde aber weiterhin hauptsächlich zum Schreiben von religiösen Texten verwendet. Tripitaka, Kommentare dazu aber in thaiändischer Schrift). Als ältestes Zeugnis der Li Thai Schrift gelten die Steininschriften in Nakhon Chum นครชุม 1357 und die Steininschriften in Wat Pa Mamuang วัดป่ามะม่วง 1361.[15]

Ende des 17. Jahrhunderts wurden weitere Vokalzeichen und Ende des 18. Jahrhunderts die beiden übrigen Tonzeichen eingeführt.[16][17]

Ursprünglich wurden die Zeichen in Stein geritzt. Eckige Buchstaben waren daher von Vorteil, erwiesen sich aber mit dem Aufkommen von Palmschriften und der Verwendung von Tinte erwiesen aber als unpraktisch. Heutige Zeichen der thailändischen Schrift weisen mit wenigen Ausnahmen rundere Formen auf. Die meisten Buchstaben beginnen mit einem Kreis, um die Schreibgeschwindigkeit zu erhöhen. Ausnahme ก, ธ.

1670 wurde in Lopburi die erste Grammatik der thailändischen Sprache veröffentlicht. Konig Narai beauftragte den Hausastrologen und Gelehrten Phra Horathibodi พระโหราธิบดี [pʰráʔ.hōː.rāː.tʰí.bɔ̄ː.dīː] mit der Aufgabe. In Thai wird die Grammatik จินดามณี [t͡ɕīn.dāː.mā.nīː] Edelsteine für das Gehirn genannt. Das Lehrbuch diente als Standard für die nächsten 200 Jahre. Mit dem Buch sollte der Einfluss französischer Missionare eingedämmt werden. Besonders die Jesuiten betrieben Schulen im Ayuttaya-Königreich.[18][19]

1691 publizierte Simon de La Loubère sein Buch „Du Royaume de Siam“ und beschrieb darin die thailändische Schrift und die Khom-Thai-Schrift, die er Alphabet-Bali-(Pali)-Schrift nannte. Er beschrieb, dass beide Schriften in Siam Verwendung fanden, die Bali Schrift primär in religiösen Schriften.

Die ersten Schriften in thailändischer Schrift wurden im Ausland gedruckt. So druckte die Missionarin Ann Hasseltine Judson 1819 ein Matthäus-Evangelium in thailändischer Schrift und Sprache. Gedruckt wurde das Evangelium in der „Serampore Mission Press“ in der Nähe von Kalkutta, Indien. 1829 veröffentlichte die Britische Ostindien-Kompanie eine thailändische Grammatik, verfasst von James Low, die auch in Kalkutta gedruckt worden ist.[20]

Mit der Einführung der Druckerpresse in Thailand durch dem Missionar Dan Beach Bradley 1835 wurde die thailändische Sprache stark standardisiert. Regionale Varianten der Schrift verschwanden. Ab 1839 nutzte die thailändische Regierung Druckerpressen in ihrer Verwaltung. (Als erster Druck wurde eine Gesetzgebung über Opium herausgegeben.) 1844 erschien die erste thailändische Zeitung, der Bangkok Recorder. Die Einführung der Druckerpresse führte zur heutigen blockartigen Struktur der Schrift. 1898 wurden Schreibmaschinen in der Verwaltung des Königreiches eingeführt.

1871 wurde das จินดามณี durch modernere Lehrbücher ersetzt. König Chulalongkorn beauftragte Phraya Sisunthonwohan พระยาศรีสุนทรโวหาร [pʰrá.jāː.sǐː.sǔn.tʰɔ̄ːn.wōː.hǎːn] mit der Erstellung von ausführlichem Lehrmaterial. Es entstanden sechs Bände, welche in Thai ชุดแบบเรียนหลวง) [t͡ɕʰút.bɛ̀ːp.rīan.lǔaŋ] Satz von Lehrbüchern des Königs genannt werden. Noch heute gelten diese als Standard für thailändische Schulbücher. Das Werk enthielt ein umfangreiches Wörterbuch. Die Schreibweise/Aussprache zahlreicher Wörter wurde dabei überarbeitet. (Siehe Änderung แมง in แมลง unter Konsonanten-Kombinationen).

1893 wurde eine komplette Druckausgabe der Tripitaka erstellt. Es war das erste Mal, dass die thailändische Schrift für Pali umfangreich Verwendung fand. König Chulalongkorn ließ 1000 Exemplare (je 39 Bücher) an Experten, Universitäten, Bibliotheken weltweit versenden. Die thailändische Schrift sollte als Sprache des Buddhismus etabliert und die Khmer-Schrift zurückgedrängt werden. Zwar hatte es schon 50 Jahre früher Bestrebungen gegeben, Thai-Pali zu etablieren, aber 1893 gilt als die Geburtsstunde der noch heute gültigen Praxis, die thailändische Schrift in Gebetsbüchern zu verwenden.

1917 standardisierte das Royal Institute die noch heute geltenden Tonregeln der thailändischen Schrift. Davor wurden die Tonzeichen unterschiedlich eingesetzt.

Am 29. Mai 1942 gab die Regierung unter Plaek Phibunsongkhram eine Rechtschreibreform bekannt. Als Gesetz in der Royal Gazette unter 59.35.1137-1141 veröffentlicht wurde eine radikal vereinfachte Version der thailändischen Schrift vorgestellt. Redundante Konsonanten und Vokale wurden abgeschafft.[21] Die Schrift sollte einfacher erlernbar sein. So wurde die Anzahl der Konsonantenbuchstaben von 44 auf 31 Zeichen reduziert. Man kann also sagen, die Reform sollte die Komplexität, welche König Li Thai in die thailändische Schrift eingeführt hatte, wieder abschaffen.[22] Die Reform wurde jedoch nach wenigen Jahren wieder rückgängig gemacht. Bereits am 2. August 1944 verkündete Khuang Aphaiwong das Ende der Reform. Als Plaek Phibunsongkhram 1946 erneut an die Macht kam, nahm er die Idee der Reform nicht mehr auf.[23][24]

Plaek Phibunsongkhram war ein thailändischer Nationalist, welcher die T(h)aivölker in den Mittelpunkt stellte. Aus dem ehemaligen Siam wurde Thailand. Siam sah sich als Nachfolger des einstigen Khmer-Reiches, was sich auch in der Schrift ausdrückte. Die monarchich geprägten Eliten standen in der Tradition des einstigen Angkor Wat. (Angkor Wat befand sich seit 1431 unter siamesischer Kontrolle und musste erst 1907 an Frankreich abgegeben werden.) Plaek Phibunsongkhram stellte jedoch die Kultur der aus China eingewanderten T(h)aivölker in den Vordergrund. Die Reform sollte Khmer-Elemente aus der Schrift entfernen.[22] Dies stieß auf erheblichen Widerstand der multiethnisch eingestellten Eliten. Sie sahen in den Reformen einen „Verrat“ an der siamesischen Kultur, welche von Angkor die Rituale und Traditionen besonders im Bezug auf das Königshaus übernommen hatten. Dagegen sah Phibunsongkhram Thailand als Nachfolger von Sukhothai. Die Schrift sollte die tonale, einsilbige thailändische Sprache abbilden. Plaek Phibunsongkhram war einer der Anführer des Militärputsches gegen die absolute Monarchie 1932 gewesen.[25]

In den 1980ern startete ein Trend, welcher bis heute anhält. Besonders im Marketing und Produktbereich werden Fonts eingesetzt, welche die Buchstaben erheblich vereinfachen. Teilweise werden Thaizeichen durch ähnlich aussehende Zeichen des lateinischen Alphabets ersetzt. Die Kreise verschwinden in fast allen Buchstaben. Solche Zeichen sind oftmals, besonders von älteren Menschen, schwierig zu lesen, da sich Buchstaben wenig unterscheiden. Das Royal Institute veröffentlichte daraufhin 1997 die Thai Alphabet Standard Structure[26]

Übersicht

Viele Wissenschaftler stellen die Vermutung an, dass die thailändische Schrift ihre Wurzeln in der Levante hat, also von der Phönizischen Schrift oder vom Hebräischen abstammt. Nicht alle Sprachwissenschaftler teilen diese Vermutung. Die Schautafel verdeutlicht die These.

Die thailändische Schrift besteht aus 44 Konsonantenbuchstaben[27] (Thai: อักษร akson), die in drei Klassen unterteilt werden, Vokalzeichen (Thai: รูปสระ rup sara) und diakritische Tonzeichen (Thai: วรรณยุกต์ wannayuk). Die Konsonantenbuchstaben werden horizontal von links nach rechts geschrieben, während die Vokalzeichen – je nachdem, um welchen Vokal es sich handelt – über, unter, vor oder nach Konsonantenbuchstaben geschrieben sein können. Die Tonzeichen werden immer über dem führenden Konsonantenbuchstaben geschrieben, oberhalb eines eventuell existierenden Vokalzeichens.

Die thailändische Schrift verfügt über 32 Vokale (Thai: สระ sara), welche aus 18 verschiedenen Vokalzeichen gebildet werden. Auch werden drei Konsonantenbuchstaben zur Bildung von Vokalen verwendet. Ein Vokal kann aus einem oder mehreren Vokalzeichen bestehen. Es gibt kurz- und langgesprochene Vokale. Die thailändische Schrift verfügt über vier Tonzeichen und zwei weitere Zeichen, welche den Ton einer Silbe ändern.[27]

Die thailändische Schrift unterscheidet im Gegensatz zum lateinischen Alphabet nicht zwischen Minuskeln und Majuskeln (Klein- und Großbuchstaben). Im Allgemeinen werden einzelne Wörter ohne Zwischenraum zusammengeschrieben, ein Satzende wird dagegen durch einen Zwischenraum gekennzeichnet. Ein Wort kann aus einer oder mehreren Silben bestehen, wobei eine Silbe immer das Format „Konsonant – Vokal“ oder „Konsonant – Vokal – Konsonant“ hat. Bei der Sortierung besitzen die Konsonanten Priorität vor Vokalen. Beginnt eine Silbe nach westlichem Verständnis mit einem Vokal, dann wird ein stummer Konsonant verwendet, ähnlich wie im Hebräischen das Aleph (א) und Ayin (ע). Meist wird der Konsonant „อ อ่าง“ verwendet, Beispiel: „อาหาร“ (aahaan = Lebensmittel). Das Wort besteht aus zwei Silben, „อา“ (aa) und „หาร“ (haan). Der Konsonant „อ“ wird nicht ausgesprochen. Bestimmte Konsonantenbuchstaben können nur am Silbenende vorkommen. Auch gibt es Konsonantenbuchstaben, die am Silbenende anders ausgesprochen werden als am Silbenanfang. Im Beispiel „อาหาร“ wird der Buchstabe „ร เรือ“ wie ein „n“ gesprochen, am Silbenanfang jedoch wie ein „r“ - „เรือ“ (rüa = Boot).[28] Es gibt Fälle, wo der Vokal in einer Silbe nicht geschrieben wird. Im Format „Konsonant – Vokal“ wird ein „a“ gesprochen, im Format „Konsonant – Vokal – Konsonant“ ein „o“. Beispiel: „คน“ (khon = Mensch, Person). Auch hier gibt es Ähnlichkeiten zum Hebräischen. Im Hebräischen werden Vokale normalerweise nicht geschrieben. Vokale können vor, hinter, unter oder über einem Konsonantenbuchstabens stehen. Es gibt auch Vokale, welche sich aus mehreren Zeichen zusammensetzen. Beispiel: „เมา“ (mau betrunken), die Zeichen „เ“ und „า“, welche vor und hinter dem Konsonantenbuchstaben stehen, bilden einen einzigen Vokal. Ein Vokal kann sich aus bis zu drei, eine Vokalkombination aus bis zu vier Zeichen zusammensetzen. „เทียน“ (thiian, Kerze), der Vokal „iia“ besteht aus vier Zeichen. „แห้ง“ (häng, trocken) besteht aus zwei Vokalzeichen แ. Zusätzlich verfügt das Wort über ein Tonzeichen, welches über dem ersten Konsonantenbuchstaben steht. Beide Vokalzeichen werden vor dem Konsonantenbuchstaben geschrieben. Ein einziges Vokalzeichen „เ“ bildet den Vokal „e“ ab, „แ“ dagegen den Vokal „ä“. „เดิน“ (döön = gehen), der Vokal „ö“ besteht aus zwei Zeichen, ein Zeichen vor dem Konsonantenbuchstaben, das zweite Zeichen über einem Konsonantenbuchstaben. „ดู“ (duu = sehen), der Vokal wird unter dem Konsonantenbuchstaben geschrieben. „ดี“ (dii = gut), der Vokal „ii“ wird über dem Konsonantenbuchstaben geschrieben.

Umschrift

Es gibt kein allgemein anerkanntes System einer lateinischen Umschrift für das Thailändische.[29]

Die Aussprache des Thailändischen lässt sich eindeutig mit dem Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA) wiedergeben.[30]

ISO 11940 ist eine Norm für eine wissenschaftliche Transliteration der thailändischen Schrift. Ein zweiter Teil der Norm (ISO 11940-2:2007) enthält eine vereinfachte Transkription, die u. a. nicht zwischen langen und kurzen Vokalen unterscheidet und die Töne nicht markiert.[31]

König Vajiravudh (Rama VI.) veröffentlichte im Jahr 1912 einen Vorschlag für eine standardisierte lateinische Transkription der thailändischen Schrift.[32]

Die American Library Association hat gemeinsam mit der US-amerikanischen Library of Congress eine Umschrift (ALA-LC-Transkription) des Thailändischen für bibliografische Aufzeichnungen entwickelt, die in Nordamerika, aber beispielsweise auch von der British Library verwendet wird.[33]

Das Royal Institute propagiert das Royal Thai General System of Transcription.[34]

In sprachwissenschaftlichen Werken über die thailändische Sprache und anderen akademischen Werken über Thailand wird häufig eine phonemische Transkription verwendet, die von Mary Haas in den 1940er Jahren entwickelt und von J. Marvin Brown für seine Lehrbücher leicht verändert wurde.[29]

Konsonanten

Tabelle der Konsonantenbuchstaben. In sprachwissenschaftlichen Kreisen war es üblich, die thailändische Schrift mit altindischen Regeln zu erklären.
Simon de La Loubère publizierte 1691 sein Buch Du Royaume de Siam und beschrieb darin die thailändische Schrift.

Die thailändische Sprache kennt je nach Dialekt und Auffassung 19[35] oder 21 Konsonanten.[36] In einigen Dialekten wird bei dem Konsonanten b und d ( and ) zwischen einem glottalen Stop oder nicht unterschieden (/ʔb/ und /ʔd/). อักษร [ʔàk.sɔ̌ːn] werden in der Literatur als „Konsonantenbuchstaben“ beschrieben. Fachlich ist das nicht richtig. Richtig ist, dass die thailändische Sprache sich aus 44 อักษร zusammensetzt. อักษร kommt aus dem Sanskrit Wort Akshara अक्षर und bedeutet Silbe. Es ist also eine Buchstabe-Vokal-Kombination gemeint. Als Buchstaben zählten Konsonanten und unabhängige Vokale. Die Sukhothaischrift (und damit die moderne thailändische Schrift) baute auf der Pallavaschrift auf, die unabhängigen Vokale wurden aus dieser aber nicht übernommen mit einer Ausnahme: Der Buchstabe wurde vom Vokalzeichen Akara अकार übernommen. ist also ein อักษร, aber kein Konsonant. Ein weiterse Beispiel (dass der Begriff Konsonantenbuchstabe nicht richtig ist) ist der อักษร /w/. Es handelt sich um einen Konsonantenbuchstaben. Er wird aber auch zur Bildung von Vokalen eingestzt. Damit ist auch ein Vokalzeichen. Es handelt sich also um einen sogenannten รูปสระ [rûːp sà.ràʔ], ein Zeichen, welches einen Vokal bildet (รูป bedeutet Bild). Genau genommen ist es ein พยัญชนะตัวสระ [pʰā.jān.tɕʰā.náʔ tūa sà.ràʔ]. พยัญชนะ [pʰā.jān.tɕʰā.náʔ] ist der eigentlich richtige Fachbegriff für Konsonant nicht อักษร. ตัวสระ [tūa sà.ràʔ] bedeutet Vokalkörper. Wird das Schriftzeichen zur Bildung eines Vokals benutzt, wird das Zeichen mit ตัว ว [tūa wɔ̄ː] tituliert, als Konsonant jedoch mit ว แหวน [wɔ̄ː wɛ̌ːn]. Eine weitere Besonderheit stellt der Konsonantenbuchstabe dar. In vielen Fällen wird der Konsonant h nicht gesprochen. Der Buchstabe dient als eine Art von „Tonzeichen“, um den Ton des Vokals in der Silbe festzulegen. Der Konsonantenbuchstabe erfüllt in einigen wenigen (aber sehr wichtigen) Wörtern denselben Zweck.

Die Konsonantenbuchstaben werden in drei Klassen unterteilt: die mittleren (อักษรกลาง, ausgesprochen [ʔàk.sɔ̌ːn klāːŋ]), die hohen (อักษรสูง, ausgesprochen [ʔàk.sɔ̌ːn sǔːŋ]) und die tiefen (อักษรต่ำ, ausgesprochen [ʔàk.sɔ̌ːn tàm]) Buchstaben.

34 Konsonantenbuchstaben wurden indirekt aus der Pallavaschrift übernommen, direkt aus dem Khmer. 10 Konsonantenbuchstaben verfügen über keinen entsprechenden Buchstaben in der 35 Konsonantenbuchstaben umfassenden Pallavaschrift.[27] (Siehe Tabelle Sukhothai)

Von den 44 Konsonantenbuchstaben gelten 16 als redudant. Bedeutet: Es kann nur zwischen 28 verschiedenen Aussprachen von Konsonanten gesprochen werden.[37]

Man unterscheidet sonorante Konsonanten (m, n, ng) und plosive Konsonanten (b, d, g, p, t, k). Man unterscheidet diese, indem man sich die Frage stellt: Kann man einen Konsonanten am Ende einer Silbe dehnen oder nicht? Das geht z. B. bei taam, aber nicht bei paak. Man spricht von lebenden und toten Silbenenden in diesem Zusammenhang.

Die thailändische Sprache kennt nur 8 Konsonanten, die am Ende einer Silbe auftreten können. Endkonsonanten werden in Thai มาตรา [mâːt.trāː] genannt. Einzelne Endkonsonanten jedoch mit แม่ [mɛ̂ː], eigentlich Mutter, Beispiel แม่กก für den K Endkonsonanten. Endkonsonanten mit einem Stop werden ตัวสะกดตาย [tūa sàʔ.kòt tāːj] genannt (ตาย bedeutet tot). Ein lebender (sonoranter) Endkonsonant jedoch mit ตัวสะกดเป็น [tūa sa.kòt bpen] (เป็น bedeutet sein, also lebend. Die Unterscheidung zwischen lebenden Endkonsonanten und toten Endkonsonanten spielt in der Tonermittlung eine wesentliche Rolle, besonders bei Wörtern mit Khmer-, Pali- oder Sanskritwurzeln.[38]

  • J => (แม่เกย) Lebend
  • K // => ก, ข, ค, ฆ (แม่กก) Tot
  • M => (แม่กม) Lebend
  • N => ณ, น, ญ, ร, ล, ฬ (แม่กน) Lebend
  • NG /ŋ/ => (แม่กง) Lebend
  • P // => บ, ป, พ, ฟ, ภ (แม่กบ) Tot
  • T // => จ, ช, ซ, ฌ, ฎ, ฏ, ฐ, ฑ, ฒ,ด, ต, ถ, ท, ธ, ศ, ษ, ส (แม่กด) Tot
  • W => (แม่เกอว) Lebend

Diese Einschränkung führt zu Problemen bei englischsprachigen Fremdwörtern เทนนิส Tennis, ausgesprochen [tʰen.nít], แก๊ส Gas ausgesprochen [kɛ́ːt], ออฟฟิศ Office ausgesprochen [ʔɔ́ːf.fít] und Fremdwörtern aus anderen westlichen Sprachen. ดีเซล Diesel wird [diː.seːn] gesprochen.

แก๊ส [kɛ́t̚] Gas ausgesprochen „gät“: Die thailändische Sprache folgt einer strengen Phonologie des „Silbenauslassens“. Der Mund ist darauf trainiert, den Luftstrom abrupt zu unterbrechen, um jedes Wort zu beenden. Da ein „S“-Laut einen kontinuierlichen Luftstrom erfordert (einen Frikativ), presst der thailändische Sprecher die Zunge automatisch gegen den Gaumen, um den Laut zu stoppen, was physisch zu einem „T“ führt. In der laotischen Schrift wird Gas ແກັດ [kɛ́t̚] geschrieben, ebenfalls ausgesprochen „gät“. ist das Konsonantenzeichen für „d“ am Silbenanfang, am Silbenenende ein „t“. Auch die Rechtschreibreform von 1942 sah die Schreibweise แก๊ด vor. Das Wort แก๊ส wurde 1884 erstmalig in der Royal Gazette verwendet. (Royal Gazette, Band 1, Seite 468, Etat für die Einführung einer Gasbeleuchtung in Bangkok). Das Wort wurde aber schon seit 1871 verwendet, als eine Gasbeleuchtung im großen Palast installiert wurde. Die thailändische Schreibweise sollte der englischen entsprechen. Besonders in Bangkok wird das Wort oftmals wie im Englischen gesprochen.

Entsprechungen zwischen Konsonantenbuchstaben der Hohen Klasse und der Tiefen Klasse. Konsonantenbuchstaben in der Mittleren Klasse (ก, จ, ด, ฎ, ต, ฏ, บ, ป, อ) besitzen keinen entsprechenden Konsonantenbuchstaben in der Tiefen oder Hohen Klasse. Sie gelten als nicht-sonorante Laute. Es gibt Konsonantenbuchstaben der tiefen Klasse, welche über keinen korrespondierenden Buchstaben der hohen Klasse verfügen (ง, น, ณ, ม, ย, ญ, ร, ล, ว). Diese Konsonantenzeichen gelten als Sonoranten. Laute, welche als Tiefe und Hohe Klasse existieren, bezeichnet man als aspirierte Frikative.[39] Anzeige: (Hohe Klasse Konsonantenbuchstaben => Tiefe Klasse Konsonantenbuchstaben):

  • (KH) ข, ฃ => ค, ฅ, ฆ
  • (CH) => ช , ฌ
  • (TH) ถ, ฐ => ท, ธ, ฑ, ฒ
  • (PH) => พ, ภ
  • (F) =>
  • (S) ส, ศ, ษ =>
  • (H) =>

Die Unterscheidung ist wichtig für die Darstellung des tiefen Tons. Existiert ein korrespondierender Konsonantenbuchstabe der hohen Klasse, dann wird dieser genommen, um eine Silbe mit einem tiefen Ton darzustellen. Existiert ein solches Konsonantenzeichen nicht, dann wird der Konsonantenbuchstabe mit einem vorgestellten ungesprochenen Konsonantenzeichen (in wenigen Fällen auch ) zu einem Konsonantenbuchstaben der hohen Klasse geändert. (Siehe Konsonantenkombinationen) . Ursprünglich wurden Konsonanten der tiefen Klasse stimmhaft (sonorant) gesprochen. Eine Markierung war nicht notwendig, weil eine stimmhafte Aussprache den Vokal automatisch tiefer zog. Anders bei stimmlosen Konsonanten (hohe Klasse). Der Vokal wurde von sich aus mit einem höheren Ton gesprochen. Ein Tonzeichen war nicht notwendig. In der ursprünglichen thailändischen Schrift gab es nur zwei Tonzeichen. Mai Ek und Mai Tho. (Nummer 1 und Nummer 2) Bei sonoranten (stimmhaften) Konsonantenbuchstaben markierte Mai Ek den fallenden Ton, Mai Two den hohen Ton. Bei stimmlosen Konsonantenbuchstaben dagegen markierte Mai Ek den tiefen Ton, Mai Tho den fallenden Ton. Mit der Zeit änderte sich die thailändische Sprache, die Stimmhaftigkeit der tiefen Konsonanten entfiel. Nachdem alle Konsonanten stimmlos gesprochen wurden, ergab sich das Dilemma der Darstellung. Jetzt mussten auch Konsonanten der tiefen Klasse mit einem Tonzeichen versehen werden, wenn es sich um eine Silbe mit tiefen Ton handelt. Es existierten aber bereits Wörter, sodass eine Neudefinition der Tonzeichen nicht in Frage kam. Eine Rechtschreibreform konnte nur gelingen, wenn es zu keiner Neuinterpretation von vorhandenen Wörtern kam.

Konsonantenkombinationen

Plakat, welches die westliche Kleidungsordnung für die Bevölkerung propagierte und traditionelle Kleidung der Thai ablehnte. Die Überschrift วัฒนธรรมของไทย [wát.tʰà.ná.tʰām.kʰɔ̌ːŋ.tʰāj] Kultur der Thai zeigt klar die Problematik der Konsonantenkombinationen. Das Wort วัฒนธรรม [wát.tʰà.ná.tʰām] transkribiert WATNTRRM. Das hat wenig mit der ursprünglich monosilbigen tonalen thailändischen Sprache zu tun. Die Schrift eines Kulturvolkes musste kompliziert wirken. Tonzeichen fehlen dagegen.

Bestimmte Konsonanten können zu sogenannten Konsonanten-Clustern อักษรควบ (ausgesprochen [ʔàk.sɔ̌ːn khûap], kombinierte Buchstaben) zusammengefasst werden. Dabei ist zu beachten, dass zur Ermittlung des gesprochenen Tons immer der erste Konsonant zählt, und dass Vokale, welche über bzw. unter einem Konsonanten geschrieben werden, immer über bzw. unter dem letzten Konsonanten geschrieben werden. Tonzeichen werden ebenfalls über dem letzten Konsonanten geschrieben, beziehen sich aber auf den führenden Konsonanten. Man muss zwischen verschiedenen Arten von Konsonantenkombinationen unterscheiden.[40]

1. Konsonantenkombinationen, wo beide Konsonanten gesprochen werden. In Thai werden solche Kombinationen อักษรควบแท้, ausgesprochen [ʔàk.sɔ̌ːn khûap thɛ́ː] Konsonantenzeichen kombinieren echt, genannt.

Beispiel: กล: กล้อง (ausgesprochen [klɔ̂ːŋ]) Kamera, oder ตร: ตรวจ (ausgesprochen [trùat] prüfen, aufpassen, oder ปล: เปล่า (ausgesprochen [plàːw]) Nichts, ปลา (ausgesprochen [plaː] Fisch คล: คลอง (ausgesprochen [khlɔːŋ]) Kanal im Sinne von Gewässer (man beachte das harte kh im Gegensatz zum weichen 'g' in กล้อง). Weitere Beispiele stellen ควาย [khwaːj] Wasserbüffel und กรง [kroŋ] Käfig dar. Werden beide Konsonanten gesprochen, spricht man von einem echten Cluster, in allen anderen Fällen von einem falschen Cluster.

Beim ersten Konsonanten muss es sich um einen der Konsonanten ก, ข, ค, ต, ป, ผ, พ handeln, beim zweiten Konsonanten um ร, ล oder .[41] Die meisten Grammatiken und Lehrbücher der thailändischen Sprache definieren folgende Kombinationen: กร, กล, กว, ขร, ขล, ขว, คร, คล, คว, ตร, ปร, ปล, ผล, พร und พล. Neben diesen „offiziellen“ อักษรควบแท้ gibt es mehrere „inoffizielle“, welche primär in englischsprachigen Fremdwörtern Verwendung finden. Folgende Kombinationen können beobachtet werden: ทร, บร, บล, ฟร, ฟล, ดร. Werden sie in englischsprachigen Wörtern verwendet, lautet der Fachausdruck für solche Worte คำควบกล้ำตามระบบภาษาอังกฤษ [ kʰām kʰwâp klâm tāːm rā.bòp pʰāː.sǎː ʔāŋ.krìt] Wörter mit Konsonantencluster gemäß dem englischen Sprachsystem; stammen die Wörter aus altindischen Sprachen, werden die Konsonantenkombinationen อักษรควบแท้กรณีพิเศษ [ʔàk.sɔ̌ːn kʰwâp tʰɛ̂ː kà.ro.nīː pʰí.sèːt] spezielle Konsonantenkombinationen genannt. Beispiele für Fremdwörter aus dem Englischen: เบรก [ brêːk ] Bremse, ฟรี [frīː], kostenlos, ฟลอร์ [flɔ̄ː] Stockwerk, und ดรัม [drām] Schlagzeug.

Echte Konsonantenkombinationen sind nicht unproblematisch. Das Wort อักษรควบ (ausgesprochen [ʔàk.sɔ̌ːn khûap] Konsonantenkombination) oder das Wort ขวด ([khùat] Flasche) möge als Beispiel dienen. In beiden Fällen findet das Vokalzeichen und nicht das Konsonantenzeichen Anwendung. Das Zeichen kann also nur als Teil einer Konsonantenkombination dienen, wenn die Silbe einen geschriebenen Vokal enthält – Siehe (ควาย [khwaːj] Wasserbüffel). Hier wird die Kombination gesprochen, weil die Silbe einen langen Vokal enthält. Kombinationen mit mehr als zwei Konsonantenbuchstaben sind in der thailändischen Sprache nicht möglich. Nach dem Zweiten Konsonantenzeichen muss ein Vokal gesprochen werden. Deshalb muss bei ตรวจ der Vokalbuchstabe Verwendung finden. Beim Wort กรง [kroŋ] Käfig muss ein ungeschriebener Vokal o gesprochen werden. อักษร [ʔàk.sɔ̌ːn]: Die Übersetzung mit Konsonantenbuchstaben ist falsch, und damit ist die Übersetzung อักษรควบ [ʔàk.sɔ̌ːn khûap] mit Konsonantenkombination eigentlich auch falsch. Das Fachwort selber zeigt eine Ausnahme auf. Bei ควบ handelt es sich um keine Konsonantenkombination. Richtig wäre der Einsatz des altindischen Wortes Akshara anstelle von Konsonantenbuchstabe Aksharakombination. Westliche linguistische Konzepte stoßen bei der thailändischen Schrift auf ihre Grenzen. Auch muss beachtet werden, dass hier nicht aufgeführte Konsonantenkombinationen anders gesprochen werden. Um die thailändische Schrift richtig lesen zu können, müssen die möglichen Konsonantenkombinationen "auswendig" gelernt werden. (Siehe Punkt 5)

2. Konsonantenkombinationen, wo sich der gesprochene Konsonant ändert. Solche Kombinationen werden in Thai อักษรควบไม่แท้, ausgesprochen akson khuap mai tää, genannt also nicht richtige daher falsche Konsonanten-Cluster.

Beispiel: ทร: ทราบ (ausgesprochen [sâːp]) wissen. Solche Änderungen in der Aussprache von Konsonanten-Kombinationen werden ออกเสียงแปรไปเป็นเสียงตัวอื่น [ʔɔ̀ːk sǐa̯ŋ prɛː paj pen sǐa̯ŋ tua̯ ʔɯ̀ːn] genannt, übersetzt Die Aussprache ändert sich zu einem anderen Laut. Einsilbige mit ทร beginnende Wörter wurden häufig von der Khmersprache übernommen. Das Ursprungswort in Khmer in der Sukhothai Periode lautete ជ្រាប ausgesprochen [ɟraːp]. Dies wurde zu ทร transkripiert. In der Ayutthaya-Periode wurden diese Worte dann mit einem S anstelle eines CH gesprochen. Beispiel ทราย [saːj], Sand. Problematisch ist der Konsonanten-Cluster ทร, weil es auch einen echten Cluster gibt. Zu unterscheiden, ob ein wirklicher Cluster vorliegt oder keiner, ist schwierig. Man muss dass Ursprungswort kennen, um es richtig auszusprechen. Beispiel ทริป [tʰríp̚] Trip, เทรนด์ [tʰrēːn] Trend also bei englischsprachigen Fremdworten. นิทรา [nít.thrāː], schlummern (leichtes schlafen) kommt aus dem Sanskript निद्रा [nidrā]. Erschwerend kommt dazu dass mehrsilbige Lehnwörter aus dem Sanskrit ทร manchmal keinen Konsonanten-Cluster darstellen. Beispiel: ทรชน [tʰōː.rā.tɕʰōn]. Das Wort kommt aus dem Sanskrit Wort दुर्जन [d̪uɾ.dʑɐ.nɐ] und bedeutet schlechte Person. ทรชน müsste nach Thairegeln eigentlich [tʰaː.rā.tɕʰōn] gesprochen werden und nicht mit einem o. Das o stammt aber aus dem Sanskrit Prefix (दुस् ทร schlecht). In der Thai Tempel Liturgie (Thai-Pali) wird das Wort wie folgt verwendet ทุชฺชน [ tʰùt.t͡ɕʰá.ná] mit einem Phinthu Zeichen geschrieben. Ohne Phintu Zeichen als ทุดชะนะ. Durch das Vokalzeichen (sara u) ist die Aussprache im Thai-Pali klar geklärt im Gegensatz zum Standard Thai.[42] Das Wort ทรชน wurde über den Umweg Khmer Schrift in die thailändische Sprache übernommen. Es gibt zwei Versionen des Wortes in Khmer-Inschriften ទុរជន [tu.rɔː.t͡ɕɔːn], aber auch ទរជន gesprochen [tɔː.rɔː.t͡ɕɔːn]. Das thailändische Wort ทรชน stellt also eine 1-zu-1-Übernahme des Khmer-Wortes ទរជន dar. Die Aussprache [tʰōː] ist damit erklärbar. Es wird die alte Khmer-Aussprache in der thailändischen Sprache verwendet. Man kann also feststellen: Eine Herleitung aus dem ursprünglichen Sanskrit Wort kann irreführend sein. Die thailändische Sprache übernahm solche Worte über den Umweg Khmer.[43]

Es gibt aber auch Fälle, wo der Konsonant stumm bleibt.

Beispiel: สร: สร้าง [sâːŋ], bauen.

Der Hintergrund des Wortes สร้าง ist folgender: Es handelt sich dabei um ein einsilbiges Thaiwort. Es hat weder altindische noch Khmer Wurzeln. Während Sukhothai versuchte die altindischen Sprachtraditionen abzuschütteln, versuchte man im Königreich Ayutthaya die Schrift wieder nach der alten Khmerschrift zu modulieren. Das Vokalsystem der Khmerschrift wurde übernommen und das System der Sukhothaischrift abgeschafft. สร้าง: Das Wort erhielt den zusätzlichen Buchstaben . Dieser wurde mit Khmer Prestige assosiziert. Die Schrift sollte „königlich“ aussehen. Im Wort ทราบ [sâːp] kommt dies klar zum Vorschau. Das Wort Wissen hat Khmerwurzeln. ជ្រាប [creəp] Das Wort wurde eingeführt, obwohl es keinen Konsonanten-Cluster cr in der thailändischen Sprache gab. Später wurde dieser Umstand in der thailändischen Sprache korrigiert. Man orientierte sich wieder an der ursprünglichen thailändischen Sprache. Beide Wörter werden heute mit 'S' gesprochen, die alte Schreibweise aber beibehalten.

Konsonanten-Kombinationen können auch am Silbenende stehen. Beispiel ศารท [sàːt̚] Herbst, meistens im Zusammenhang mit dem gleichnamigen buddhistischen Feiertag วันศารท. Der Konsonantenbuchstabe wird nicht gesprochen. Das Wort kommt aus dem Sanskrit und lautet शारद. Es handelt sich um eine 1 zu 1 Übernahme des Ursprungswortes: S, A. R und T. शारद wird [ɕaː.ra.da] gesprochen, man beachte den konsequenten Einsatz des nichtgeschriebenen Vokal A. Bei Silbenenden mit รถ oder รท wird das in der thailändischen Sprache nicht gesprochen. Zurück bleibt ein einsilbiges Wort.[44] Man beachte: Das Wort existiert auch in Thai-Pali und wird [sǎː.rá.tʰá] gesprochen. Man beachte das harte T. รถ [rót̚] gibt es auch als Wort in der thailändischen Sprache und bedeutet Fahrzeug. In der thailändischen Sprache werden Wörter (im Gegensatz zu Thai-Pali) nicht durch ein Leerzeichen getrennt. Konsonanten-Kombinationen gelten daher als problematisch, weil nicht klar ist, wo ein Wort anfängt oder aufhört.

Konsonanten-Kombinationen der Gruppe อักษรควบไม่แท้ können mit folgenden Konsonanten beginnen: จ, ซ, ท, ส, ศ, ร. Als folgender Konsonant kommt nur in Frage.[45]

3. Konsonantenkombinationen, wo der führende Konsonant nicht gesprochen wird. Diese Konsonanten-Kombinationen werden in Thai als อักษรนำ, ausgesprochen akson nam, (führende Buchstaben) bezeichnet.

Beispiel; หน: หนู (ausgesprochen [nǔː]) Maus. (Man muss beachten, dass sich dadurch der Ton des Vokals ändert, ohne das würde man das Wort mit dem neutralen Ton sprechen, mit mit dem steigenden Ton).

Das Wort หนู ist ein altes thailändisches Wort. Es hat keine fremden Wurzeln. Die Schreibweise stammt aus der sehr frühen Sukhothaizeit. Damals gab es noch keine Tonzeichen. Das nichtgesprochene symbolisierte den steigenden Ton in der frühen Sukhothaischrift. Folgende Konsonanten-Cluster sind definiert: หง, หญ, หน, หม, หย, หร, หล, หว Beispiele: เหงา [ngǎo] einsam, หญ้า [yâa] Gras, หมา [mǎa] Hund, หยุด [yùt] Stop!, หรู [rǔu] luxuriös, หวาน [wǎan] süss. Es geht klar hervor dass อักษรนำ nur für Konsonantenbuchstaben der tiefen Klasse gelten, welche über keinen entsprechenden Konsonantenbuchstaben der hohen Klasse verfügen.

Ein weiterer Konsonantenbuchstaben, welcher benutzt wird um einen Tonwechsel zu erzeugen ist . Beispiele: อย่า [yàa] tue nicht, อยู่ [yùu] sein im Sinne von Standort, อย่าง [yàang] wie im Sinne von Vergleich, อยาก [yàak] wünschen, möchten. Der einzig mögliche Konsonanten-Cluster stellt อย dar. Durch den führenden Konsonantenbuchstaben werden die Wörter mit einem tiefen Ton gesprochen. In der thailändischen Schrift gibt es keinen entsprechenden Mittelklasse-Konsonantenbuchstaben für . In der laotischen Schrift wurde dafür der Konsonantenbuchstabe eingeführt um einen entsprechenden Buchstaben der mittleren Klasse für den Konsonantenbuchstaben der tiefen Klasse zu haben. Das Wort อย่า wird also in Laos ຢ່າ geschrieben. Der korrespondierende Konsonatenbuchstabe in der thailändischen Schrift kann nicht dafür eingesetzt werden weil es sich ebenfalls um einen Konsonantenbuchstaben der tiefen Klasse handelt.

Konsonanten-Kombinationen, wo zwei, oder drei Konsonanten nicht gesprochen werden. Auch diese Konsonanten-Kombinationen werden in Thai อักษรควบไม่แท้ genannt.

Beispiel ทร: โทร (ausgesprochen [tʰoː]) telefonieren.

Konsonanten-Kombinationen können auch am Ende eines mehrsilbigen Wortes stehen. Beispiel ทร: สมุทร Meer, ausgesprochen [sà.mùt], wobei der Konsonant am Ende der zweiten Silbe nicht gesprochen wird. สมุทร stammt vom Khmer-Wort សមុទ្រ [sa.mut]. สามารถ (ausgesprochen [sǎː.mâːt] fähig sein, kommt vom Sanskrit Wort samartha समर्थ. เวียงจันทน์ Vientiane: จันทน์ [tɕān] ausgesprochen bedeutet Mond (Sanskrit चन्द्र chandra). จันทน์ stellt einen Versuch der Ayutthaya-Periode dar, den Charakter des Sanskrit Wortes zu bewahren. Vientiane wird wie [wīāŋ.tɕān] gesprochen.[46] จันทน์, man beachte dass die letzte Silbe mit einem ไม้ทัณฑฆาต geschrieben wird. Das Zeichen deutet an, dass die letzte Silbe / Konsonten-Cluster nicht gesprochen wird. Die Hauptstadt von Laos wird in Laos ວຽງຈັນ geschrieben. Die laotische Schrift bricht mit der altindischen Tradition.

Das Khmer-Wort សមុទ្រ Ozean enthält ain unausgesprochenes r. So wie in Thai versuchte die Khmerschrift den Charakter des ursprünglichen Sanskrit-Wortes Samutra zu erhalten, also wird es mit einem r geschrieben. Die thailändische Schrift übernahm diese Tradition aus dem Khmer.

4. Konsonanten, welche als Vokal gesprochen werden.

Beispiel: รร: พรรค (ausgesprochen [pʰák]) Partei (im Sinne einer politischen Partei) vollständig พรรคการเมือง, ธรรม (ausgesprochen [tʰam]), Dharma oder กรรม [kam], Karma. Die Kombination von zwei รร wird รหัน [rɔː.hǎn] genannt. Ursprünglich kamen die Wörter mit รหัน aus dem Sanskrit und wurden mit einem 'R' Konsonanten gesprochen. Thai kennt keine Endung auf 'R'. Um den Ursprung der Wörter anzudeuten, werden sie mit รหัน geschrieben. Eine Silbe kann aber auch mit รหัน enden. Beispiel บรรจุ [ban.tɕùʔ] packen, oder บรรทัด [ban.tʰát] Linie. รร wird in diesem Fall als an gesprochen.[47][48] รถบรรทุก [rót.ban.tʰúk] Lastwagen, รถ [rót] Fahrzeug, บรรทุก [ban.tʰúk] tragen.

กรรม [kam] Karma: Das Wort kommt aus dem Pali कम्म [kám.má]. Bei (म्म handelt es sich um einen Konsonanten-Cluster 'mm', wobei der erste Konsonant die erste Silbe beendet und der zweite eine neue Silbe beginnt. Das Wort ist aber selbst ein Lehnwort aus dem Sanskrit. Dort wurde es कर्म [kɐr.mɐ] geschrieben. Pali ersetzte den ursprünglichen Konsonanten-Cluster र्म rm durch den Cluster म्म mm. Die thailändische Schrift honoriert das r des ursprünglichen 'rm'-Clusters. Das Wort wird wie im Pali gesprochen, aber die Schreibweise stammt aus Sanskrit. Das รร dient also zur Darstellung des alten र्म rm Sanskrit-Clusters. Da die thailändische Sprache Konzepte wie Nominativ Endung auf a und Akkusativ Endung auf ang कम्मं nicht kennt, enfällt die endende Silbe.[49] Anders im Thai-Pali: Der Akkusativ wird กัมมัง geschrieben, gesprochen [kam.maŋ].[50] Der Konsonant R ist nicht vorhanden. Eindeutig ein Zeichen für Pali und nicht Sanskrit. Man beachte, dass das IPA k wie im deutschen Skat gesprochen wird, also eigentlich g.

5. Konsonanten, wo zwischen den Konsonanten ein nicht geschriebener Vokal gesprochen wird. Diese Eigenschaften kommen ursprünglich von der Khmer-Schrift, wo zwischen Konsonanten mit angehängtem a und Konsonanten mit angehängtem o unterschieden wird. Eine solche Einteilung kennen altindische Schriften nicht. Die Pallavaschrift kennt nur den Vokal a als ungeschriebenen Vokal.

Beispiel: สนุก (ausgesprochen [sà.nùk]) Spaß, ขนม [kʰà.nǒm] Gebäck, Süßigkeit (man beachte: Silben werden von rechts nach links zusammengefasst) oder สนาม [sà.nǎːm] Platz.

Das Fachwort für die Aussprache eines ungeschriebenen a nach einem Konsonanten lautet สวรภักดิ, ausgesprochen [sà.wà.rá.pʰák.tìʔ]. Bei สวรภักดิ handelt es sich um das Sanskrit-Wort स्वरभक्ति. Es gilt also die altindische Regel, dass hinter jedem Konsonant ein ungeschriebenes a gesprochen wird. In Thai würde man die Silbe สวร als [sǔa̯n] aussprechen siehe สวน [sǔa̯n] Garten. Das englische Fachwort lautet svarabhakti[51]. In Thai wird der ungeschriebenen Vokal o สระโอะลดรูป [sà.rà.òʔ.lót.rûːp] genannt. Ein ungeschriebener Vokal a wird als สระอะลดรูป sà.rà.ʔà.lót.rûːp bezeichnet. ลดรูป [lót.rûːp] kann man mit „reduziertes Bild“ übersetzen. Ungeschriebene Vokale werden in Thai สระกึ่งเสียง [sà.rà.kɯ̀ŋ.sǐaŋ] genannt: „Vokal mit halben Ton“. Die Darstellung von กึ่ง als IPA /ɯ/ zeigt klar die Grenzen des IPA Konzeptes auf. Es ist von englischsprachigen Linguisten entwickelt worden. In Deutsch würde man den Buchstaben Ü verwenden. /ɯ/ wurde verwendet weil ein entsprechender Laut im Englischen nicht existiert.

6. Eine Besonderheit stellen mehrsilbige Wörter dar. Hier wird das Vokalzeichen der ersten Silbe von der zweiten Silbe übernommen. Dies kommt bei Wörtern, welche aus der Khmersprache übernommen wurden, vor, weil Khmer Konsonanten-Cluster kennt, welche in der thailändischen Sprache unbekannt sind. Das ursprüngliche Khmer-Wort ist einsilbig. In der Fachwelt werden solche Hinzufügungen Epenthetic Anaptyxis genannt.[52]

Beispiel แสดง (ausgesprochen [sà-dɛːŋ]), übersetzt zeigen. Eigentlich besteht das Wort aus zwei Silben แส und ดง und müsste daher sää dong ausgesprochen werden. Durch die Übernahme des Vokalzeichens der ersten Silbe durch die zweite Silbe แดง besitzt die erste Silbe kein Vokalzeichen mehr. Die Silbe wird daher mit dem nicht geschriebenen Vokal a gesprochen. Ein weiteres Beispiel ist das Wort แขนง (ausgesprochen [kʰā.nɛ̌ːŋ]), übersetzt Sekte, Zweig, Gruppe oder เฉพาะ (ausgesprochen [tɕʰā.pʰɔ́ʔ]), übersetzt speziell. Zwei Silben เฉ und พาะ. Das führende Vokalzeichen der ersten Silbe wird aber von der zweiten Silbe übernommen, so dass diese wie เพาะ gesprochen wird. ไฉน übersetzt warum wird daher wie [tɕʰā.nǎi]) gesprochen.[53]

Der Hintergrund des Wortes แสดง ist folgender: แสดง wurde von der Khmer Sprache ស្តែង sdaːeŋ übernommen. Es handelt sich also um kein altindisches Wort. Das Khmer-Wort ist einsilbig. Man muss also สด als einen Khmer Konsonanten-Cluster sd betrachten. In der Thai Sprache gibt es diesen Konsonanten-Cluster sd nicht. Es wird also ein สระอะลดรูป, ein nichtgeschriebenes a zwischen s und d gesprochen. Dasselbe gilt für แขนง. Das Wort hat Khmer Wurzeln ខ្នែង kʰnaːeŋ Ein Konsonanten-Cluster kn existiert nicht in der thailändischen Sprache. Für das Wort ไฉน gibt es keine wirklich überzeugende Erklärung. Das Wörterbuch der Royal Society of Thailand stellt fest, dass das Wort ไฉน vom Khmerwort ច្នៃ [cʰnaj] abstammt. ច្នៃ bedeutet Kunsthandwerk (Thai: งานฝีมือ). Eine Begründung, wie aus Kunsthandwerk das Fragewort warum entstehen konnte, liefert das Wörterbuch nicht. Man kann aber klar erkennen, dass es sich bei ไฉน um eine 1 zu 1 Übernahme der Zeichen des Khmer-Wortes ច្នៃ handelt. In der Sukhothaischrift wurden Konsonantenbuchstaben in einem Cluster halt nebeneinander und nicht untereinander geschrieben. Da es einen Konsonanten-Cluster chn in der melodischen Sprache Thai nicht gab, musste ein 'a' zwischen den Konsontenbuchstaben gesprochen werden.

Die Problematik kann klar dargestellt werden. In der Khmerschrift werden Konsonanten-Cluster untereinander geschrieben. Sie sind damit eindeutig markiert. Die Sukhothaischrift versuchte, Konsonanten in einer Linie hintereinanderzuschreiben. Die Information Konsonanten-Cluster oder nicht ging damit verloren. Die Sukhothaischrift war ein Versuch, sich von den ehemaligen Khmer Herren abzugrenzen und damit von den altindischen Schriften abzuheben.

Für folgende Khmer Cluster findet ein สระอะลดรูป Anwendung:

สด /sà.d-/, สบ /sà.b-/, สล /sà.l-/, สว /sà.w-/, สน /sà.n-/, สม /sà.m-/, ขน /kʰà.n-/, ขล /kʰà.l-/, ขม /kʰà.m-/, ขว /kʰà.w-/, ผด /pʰà.d-/, ผจ /pʰà.tɕ-/, ผส /pʰà.s-/, ถล /tʰà.l-/, ถว /tʰà.w-/, จม /tɕà.m-/, จว /tɕà.w-/, ตล /tà.l-/, ตว /tà.w-/, ปล /pà.l-/

Es gibt aber auch Beispiele, wo man die Aussprache nicht mit Khmerursprung erklären kann. Beispiel: แมลง [ma.lɛ̄ːŋ] Insekt. Es handelt sich um eine Ableitung des alten Thaiwortes แมง [mɛ̄ːŋ] Laotisch ແມງ, welches im Isaan auch weiterhin so gesprochen wird. 1871 wurde mit der Herausgabe des ชุดแบบเรียนหลวง Lehrbücher des Königs auch ein neues Wörterbuch herausgegeben. Aus dem einsilbigen แมง wurde das zweisilbige แมลง. Anthony Diller argumentierte in Language Sciences 1986: Bei der Konvertierung des Wortes แมง nach แมลง handelte es sich um einen Versuch, einsilbige durch zweisilbige Wörter zu ersetzen, da einsilbige Wörter als nichtmehr zeitgemäss empfunden wurden. Dabei sollte auf westliche Kritik an monosilbigen, tonalen Sprachen eingegangen werden. Auch wurde versucht, der Schrift das Prestige der Khmer-Schrift zu geben als 1000 Jahre alte Hochkultur, das Khmer-Reich. Sie sahen Siam als die Fortsetzung dieses Reiches und entsprechend musste die Schrift und Sprache so wirken. Einen klangvollen „Khmer“-Namen für Insektennamen zu geben, galt daher als das Ziel, obwohl das Khmerwort für Insekt សត្វល្អិត [sat.lʔəət] winziges Tier lautet. Man wollte den Kolonialmächten England und Frankreich zeigen: Wir sind eine 1000 Jahre alte Grossmacht, und kein „primitives“ Bergvolk aus China. Europäische Wissenschaftler bereisten Siam zu dieser Zeit und brachten klangvolle mehrsilbige lateinische Namen für Insekten mit. Siam brauchte klangvolle Namen wie diese. Umbenannt wurden z. B. แมลงมด [ma.lɛ̄ːŋ.mót] Ameise, แมลงผึ้ง [ma.lɛ̄ːŋ.pʰɯ̂ŋ] Biene, แมลงวัน [ma.lɛ̄ːŋ.wān] Fliege also Insekten mit 6 Füssen und Flügeln. Nicht umbenannt wurden แมงมุม [mɛ̄ːŋ.mūm] Spinne oder แมงป่อง [mɛ̄ːŋ.pɔ̀ŋ] Skorpion. Die Rechtschreibreform 1942 sah eine Änderung in มะแลง vor.

ผลไม้ pʰǒn.lā.máj Frucht setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. ผล eine direkte Übernahme des altindischen Wortes फल [pʰɐ.lɐ]. फल besteht nur aus zwei Konsonantenzeichen, die beiden kurzen a Vokale wurden nicht geschrieben. Das zweite Wort ist ไม้ [máj] ein sehr altes Wort der thailändischen Sprache und bedeutet Holz. ผล stellt eine 1 zu 1 Übernahme des Pali Wortes dar. Das Wort wurde wahrscheinlich als [pʰɐ.lɐ.mɐj] im Sukhothai Reich gesprochen. In späteren Perioden (Ayutthaya) wurde das Wort aber von der Bevölkerung als ผล [pʰǒn] interpretiert. Es handelt sich ja um eine Silbe vom Typ Konsonant - Vokal - Konsonat, wie z. B. in der zweiten Silbe von นคร [ná.kʰɔ̄ːn]. Ein ungeschriebenes 'o' wird zwischen zwei Konsonanten gesprochen. In der Tempel Liturgie wurde und wird aber weiterhin ผละ [pʰā.láʔ] verwendet. Der thailändische Buddhismus verwendete weiterhin Pali als Gebetssprache. Es gab damit eine Differenz zwischen der Nutzung des Wortes Frucht im Tempel und auf den Märkten. Mit der Zeit glichen sie sich an. Die Bevölkerung sprach die im Thai-Pali verwendete Silbe ละ auch aus, ein Kompromiss zwischen Tempel und Markt. Im Gegensatz zu Thai-Pali, wo es das Ziel war den Gläubigern eine einfache Schrift zum lauten Beten zu geben, versuchte die thailändische Schrift den Ursprungscharakter des Wortes zu bewahren. Es sollte jederman klar gemacht werden, dass ผล vom Pali Wort फल abstammt. Ein weiteses wichtiges Wort ist พลเมือง [pʰōn.lā.mɯ̄aŋ] Bevölkerung also wörtlich Früchte der Stadt. เมือง [mɯ̄aŋ] ist ein altes thailändisches Wort für die Stadt bzw. Kleinstaat der Taivölker in China. Problematisch ist das Wort ผลงาน [pʰǒn.ŋāːn] Leistung oder ผลสำเร็จ [pʰǒn.sǎm.rèt] Erfolg. Es findet die einfache Konsonant - Vokal - Konsonant Regel Anwendung wo ein ungeschriebenes o gesprochen wird. งาน ist ein altes thailändisches Wort für Arbeit. ผลงาน wörtlich übersetzt Früchte der Arbeit. Es findet eine einfache สระลดรูป Regel Anwendung, genau genommen die Regel สระโอะลดรูป. Bei ผลไม้ findet dagegen die Regel พยัญชนะซ้อน [pʰā.jān.t͡ɕʰā.ná.sɔ́ːn] Reduplizierter Konsonant Anwendung. ผลไม้ besteht aus 3 Silben: Die erste Silbe ist ผล. In der thailändischen Sprache wird der Endkononant L als N gesprochen. Die zweite Silbe besteht aus dem Konsonantenbuchstaben . Am Anfang einer Silbe wird er als L gesprochen. Die Regel สระอะลดรูป schafft die Silbe /lā/. Die dritte Silbe ist eine klassische Thaisilbe ไม้. Aus den Beispielen kann gefolgert werden, dass es Fälle gibt, wo nicht herauszufinden ist, wie das Wort gesprochen wird, ohne es zu kennen. Dieser Sachverhalt ist nicht speziell für die thailändische Schrift und Sprache. Auch in Englisch gibt es solche Worte. Beispiel: wednesday gesprochen [wɛnz.deɪ]. In der Ayuttaya Periode hatten die Mächtigen und religiösen Führer solch einen Respekt vor der von Indien stammenden Religion Buddhismus und den indischen Sprachen Pali und besonders Sanskrit, dass sie sich weigerten Änderungen in der Struktur von Wörtern vorzunehmen, obwohl die Strukturen von Thaisprechern schlecht gelesen werden konnten. Im Gegensatz zur laotischen Schrift wurden diese Wörter nie vereinfacht, bzw. an die Realität einer chinesischstämmigen Sprache angepasst. Die Literatur der buddhistische Liturgie versucht aber eine für Laien einfach zu sprechende Literatur zu schaffen.

Konsonanten-Kombinatonen gelten als schwierig zu erlernen. In anderen verwandten Schriften wurden die Regeln vereinfacht, bzw. waren von Grund auf eindeutig. Als Beispiel mag สมุทร sà.mút Ozean dienen. Konsonanten-Kombinatonen wurden in der laotischen Schrift 1975 mit wenigen Ausnahmen abgeschafft. Aus ສມຸດທຣ໌, sǎ.mút Ozean wurde ສະໝຸດ, die Zeichen ທຣ໌ wurden im Wort abgeschafft. Dafür wurde eingefügt, um die Silben klar darzustellen. In der Khmer Schrift werden Konsonanten-Kombinatonen untereinander und nicht nebeneinander geschrieben (es war aber das Ziel der Sukhothaischrift genau diesen Umstand abzuschaffen, die Sukhothaischrift sollte strikt von Links nach rechts geschrieben werden können). In der Shan-Schrift werden Konsonantenenden seit den 1960er Jahren mit einen Zeichen markiert. Das Zeichen wird Asat genannt. ပၢင်ႇလၢႆႇ pàːŋ.làːj bedeutet Ozean. င် bedeutet dass auf ng kein Vokal a folgt. In Thai-Pali wurde ein ähnliches Zeichen eingesetzt. Das Zeichen wird Phinthu genannt und markiert einen Konsonanten ohne nichtgeschriebenen Vokal um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden. สมุทฺท sà.mút.da bedeutet Ozean in Pali. Man beachte den kleinen Kreis unter dem ersten also ทฺ. Ohne das Zeichen müsste man es als sà.mú.da.da sprechen. In neueren Thai-Pali Schriften wird das Phinthu Zeichen nicht mehr verwendet. Stattdesen wird der nicht geschriebene Vokal 'a' durch ein geschriebenes ersetzt um eine Eindeutigkeit der Schrift zu erreichen. in neueren Thai-Pali Schriften also สะมุททะ sà.mút.da.[54] Zusammenfassend ist zu sagen. Es ist bei der thailändischen Schrift schwierig ein Wort richtig auszusprechen wenn es sich um ein Fremdwort der thailändischen Sprache handelt und man den Hintergrund des Wortes nicht kennt.

Vokale

Für die Darstellung von Vokalen (Thai: สระ [sàʔràʔ] Sanskrit सर) dienen Vokalzeichen (Thai: รูปสระ [rûːp.sàʔ.ràʔ]) (siehe auch Erläuterungen zur Vokal-Tabelle weiter unten) und gewisse Konsonantenbuchstaben (die Halbvokale , und , manchmal auch ). Solche Konsonantenbuchstaben werden (พยัญชนะตัวสระ [pʰa.jan.tɕʰa.náʔ.tuːa.sàʔ.ràʔ] Konsonant Körper Vokal) genannt. Es gibt, hauptsächlich zur Bildung von Diphthongen (Doppellaut wir 'au') und Triphthongen (Dreifachlaut wie miau), auch bestimmte Kombinationen mehrerer Vokalzeichen sowie von Vokalzeichen mit diesen Konsonantenbuchstaben. In Thai werden solche Kombinationen คำควบกล้ำ [kʰam.kʰuap.klâm] genannt. Man muss zwischen kurz gesprochenen (สระเสียงสั้น [sà.rà.sǐaŋ.sân]) und lang gesprochenen Vokalen (สระเสียงยาว [sà.rà.sǐaŋ.jaːw]) unterscheiden.[55] Eine Silbe/Wort ändert dadurch seine Bedeutung. Die meisten Transkriptionsversuche würdigen diesen Umstand nicht.

Die Zeichen/Zeichenkombinationen , ฤๅ, und ฦๅ sind, epigraphisch gesehen, die Transliteration von altindischem , , , und . Im Sanskrit werden diese Laute traditionell zu den Vokalen gerechnet, die dazugehörigen Zeichen werden in den indischen Schriften im Allgemeinen entsprechend unter den Vokalzeichen eingereiht. Im Thailändischen werden /rɯ́/, ฤๅ /rɯː/, /lɯ́/ und ฦๅ /lɯː/ jedoch als Kombination von Konsonant /r/ bzw. /l/ und Vokal [ɯ]/[ɯː] (geschlossenes, dunkles i, ähnlich einem ungerundeten, dunklen 'ü', transkribiert ue) aufgefasst, bzw. wird entweder /rí/, /rɯ́/ oder /rɤː/ gesprochen. Deshalb werden , ฤๅ alphabetisch entsprechend unter den Konsonantenbuchstaben nach (/r/) und , ฦๅ nach (/l/) eingeordnet.

Offiziell kennt die thailändische Schrift 29 Vokale. Sie werden mit สระ benannt.[56] Zusätzlich kommen die oben erwähnten Zeichen , ฤๅ, und ฤๅ, ergibt 33 Vokale. Die große Anzahl an Vokalen ergibt sich daher, dass Diphthonge und Triphthonge als eigenständige Vokale gelten.

Beim Lesen der Thai-Schrift ist zwischen einigen Buchstaben ein kurzes [o] oder [a] zu lesen, letzteres oft bei Lehnwörtern aus dem Khmer (Khmer wiederum übernahm die Wörter aus Pali oder Sanskrit). In diesem Fall werden die Vokale als „dem Konsonantenbuchstaben inhärent“ gesehen.[57] In einigen Fällen dient das kurze a als Sprossvokal. Beispiele: „คน“ (k[o]n Mensch, Person), „ลม“ (l[o]m Wind), นคร (n[a]k[o]n Stadt). Das Wort „นคร“ besteht aus zwei Silben n[a] und k[on], wobei beide Vokale nicht geschrieben werden. Silben eines Wortes werden von rechts nach links zusammengefasst, deswegen „na kon“.

นคร [ná.kʰɔːn]: Das Wort stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Stadt नगर, ausgesprochen [na.ga.ra]. (Man beachte, dass bei jedem Konsonantenbuchstaben ein ungeschriebener Vokal a gesprochen wird.) Genau genommen ist eine ummauerte Stadt gemeint, welche eine quadratische oder rechteckige Struktur aufwies. Die Stadt war befestigt. Das Wort beschreibt also keine Kleinstadt, sondern eine „Stadt der Götter“ mit festgelegten Strukturen und Aufgaben, also eine Hauptstadt. กรุงเทพมหานคร ([krūŋ.tʰêːp.mā.hǎː.ná.kʰɔːn]), der offizielle Name von Bangkok, beschreibt eine solche Stadt. มหา ([mā.hǎː]) bedutet mächtig. Das Khmer-Wort für नगर lautet នគរ und wurde im Khmerreich als [nɔ.kɔr] gesprochen. Vergleicht man នគរ mit นคร, stellt man fest, dass es sich um eine 1-zu-1-Übernahme des Wortes aus dem Khmer handelt: (/n/) = , (/kʰ/) = , (/r/) = . Genau wie die Thai eine 1-zu-1-Ersetzung von Buchstaben von Khmer zu Thai anstrebten, taten es auch die Khmer. Sie ersetzten [n] durch . Bei handelt es sich aber um einen Konsonantenbuchstaben, der mit einem inheritären o gesprochen wird. Dasselbe gilt für den Konsonatenbuchstaben . Aus [na.ga.ra] wurde [nɔ.kɔr]. Genau wie die thailändische Sprache kennt Khmer keine Fälle. Aus dem ursprünglich dreisilbigen Wort, wo die letzte Silbe den Fall andeutet, wurde das zweisilbige Wort, weil es keine Fälle in der Khmer Sprache gab. Die Information der drittten Silbe (Wort ist ein Nominativ) spielte in Khmer keine Rolle. Für นคร, gesprochen [ná.kʰɔːn], gelten die obengenannten Thairegeln. KVK Silben werden mit einem ungeschriebenen o gesprochen, KV Silben mit einem ungeschriebenen a. Aus 'r' wird 'n', weil eine Endung eines Wortes auf 'r' in der thailändischen Sprache einfach nicht möglich ist.

Die Vokale der Thailändischen Schrift entsprechen weitgehend der Khmer-Schrift und wurden in 14. Jahrhundert von dieser übernommen. Die alte Sokhothaischrift verfügte hingegen über eigene Vokale.

Unausgesprochene Vokale

Die thailändische Sprache gilt als eine Sprache mit einer einfachen Grammatik. Die Sprache kennt anders als altindische Sprachen keine Singular- und Pluralformen. Es kennt keinen Nominativ oder Akkusativ, also Fälle. Wörter ändern sich nie. Die Sprache kennt aber auch keine Einteilung in weibliche, männliche oder neutrale Hauptwörter, also in Geschlechter. Besonders durch König Li Thai wurde eine große Anzahl von mehrsilbigen Sanskritwörtern in die thailändische Sprache aufgenommen. Sie wurden genau wie nach dem Vorbild mit thailändischen Buchstaben geschrieben. Je nach Geschlecht. Weibliche Wörter endeten oft in „I“, Männliche in „A“ oder „U“. Beispiel ชาติ [t͡ɕʰâːt] Rasse, Nation stammt von जाति [dʑaː.ti] ab. Die zweite Silbe ति deutet an, dass das Wort weiblich ist. जाति ist nur der Nominativ, (die große Nation). Wird es im Akkusativ gebraucht („Ich liebe die Nation“), ändert es sich in जातिम् [dʑaː.tim]. Die altindischen Wörter wurden also nach deren nominativen Suffix geschrieben, um den ursprünglichen Charakter des Wortes zu bewahren, gesprochen wird der Suffix aber nicht. Thai kannte ja solche Konzepte nicht. हेतु [ˈheː.tu] Geist wird in Thai เหตุ geschrieben, aber [hèːt] gesprochen. Ein Problem ergibt sich mit ursprünglichen Wörtern der thailändischen Sprache. กะปิ kà.pì Paste, กะทิ [kà.thíʔ] Kokosnussmilch. Bei diesen wird der Endvokal sehr wohl gesprochen. Man muss wieder feststellen: Ohne den Hintergrund des Wortes zu kennen, kann man ein thailändisches Wort oftmals unmöglich richtig aussprechen. In thailändischen Schulen werden solche Wörter auswendiggelernt. In Thai werden solche Vokale การลดรูปสระ [kaːn lót rûːp sàʔ ràʔ] oder auch อะโพโคปี [ʔàʔ pʰoː khoː piː] genannt. Eine verbindliche Regelung, wann ein kurzgesprochener Endvokal eines Wortes wirklich gesprochen wird oder nicht, gibt es nicht. In der laotischen Schrift wurden solche unausgesprochenen Suffixe entfernt. ຊາດ gesprochen [sâːt], ເຫດ gesprochen [hèːt]. Die Rechtschreibreform 1942 schaffte die unausgesprochenen Endvokale ebenfalls ab.

Das Wort ประวัติ [prā.wàt] aufzeichnen. Das Wort stammt ursprünglich aus dem Sanskrit प्रवृत्ति [pɽɐ.ʋr̩t.ti]. Man beachte, dass das Wort aus folgenden Buchstaben besteht, die aber übereinander, besser verkürzt geschrieben werden: प् र वृ त् ति (p + Virama, r, v + r, t + Virama, t + i). Khmer übernahm das Wort als ប្រវត្តិ [prā.wăt.ti] drei Silben ប្រ br mit einem ungeschriebenen a am Ende, វត្ wt mit einem ungeschriebenen a in der Mitte und einem Virama, welches verhindert, dass der Konsonantenbuchstaben mit einem nicht gesprochenen Vokal a gesprochen wird. Die dritte Silbe besteht aus einem weiteren , das aber in verkürzter Form unter den Endkonsonanten der zweiten Silbe geschrieben wird und einem Vokal i. ត្តិ enthält also Zeichen aus der zweiten und der dritten Silbe. ประวัติ besteht theoretisch auch aus drei Silben: ประ, วัต und ติ. Da im Sanskrit die Buchstaben aber übereinander, oder besser verkürzt geschrieben werden, versuchte die Thaischrift dies auch zu übernehmen und eliminierte das zweite , um den Charakter des Sanskrit darzustellen. ประวัติ sollte wie प्रवृत्ति aussehen. Aus dem Khmer übernahmen sie aber die Konversation von 'vr' in 'wa'. Wie oben dargestellt wird das Suffix i (steht für ein weibliches Wort in Sanskrit und Nominativ) in der thailändischen Sprache nicht gesprochen. Das Wort Geschichte ประวัติศาสตร์ [prà.wàt.tì.sàat] zeigt die Komplexität der thailändischen Schrift auf. Die letzte Silbe ตร์ wird nicht gesprochen (Sie wird ja entsprechend markiert). Die ursprüngliche Silbenkombiniation วัต und ติ wird aber gesprochen, wenn ประวัติ Teil eines Wortes ist. ประวัติศาสตร์ wird demnach [prà.wàt.tì.sàat] gesprochen. An diesem Beispiel wird wieder ersichtlich: Man kann die thailändische Schrift nur beherschen, wenn man die Wörter kennt. In thailändischen Schulen werden Wörter auswendig gelernt – aus gutem Grund. ศาสตร์ kommt aus dem Sankrit und bedeutet Wissen. शास्त्र wird [śāstra] gesprochen und erinnert an science. Bei ศาสตร์ handelt es sich um eine 1-zu-1-Übernahme des Sanskrit-Wortes. Die Silbe tra kann aber in einer melodischen Sprache wie Thai schwerlich gesprochen werden und wird daher nicht gesprochen. Der Konsonantenbuchstabe wird am Silbenende wie ein t gesprochen (Siehe Konsonanten). In der thailändischen Schrift wird eine 1-zu-1-Darstellung des ursprünglichen Wortes angestrebt. Das Wort wurde während der Zeit von König Vajiravudh (Rama VI) eingeführt und kann mit aufgezeichnetes Wissen übersetzt werden. Das Wort wurde also als Fach mit der Gründung von Universitäten in Thailand eingeführt.

Weitere Zeichen

Zusätzlich zu den Konsonanten und Vokalen gibt es:

Ziffern

Das thailändische Zahlensystem ist ein Dezimalsystem, das in indo-arabischen Ziffern (Thai: ตัวเลขอารบิก [tua lêːk aːrá.bìk]) oder (zunehmend seltener) einem eigenen Thaiziffernsatz (Thai: ตัวเลขไทย [tua lêːk tʰaj]) geschrieben werden kann.

Töne

Die fünf Töne gesprochen mit der Silbe NA. Zuerst der mittlere Ton, dann der tiefe Ton, der fallende Ton, der hohe Ton und der steigende Ton.
Die fünf Töne der Thai-Sprache im Diagramm

In der Thai-Sprache gibt es fünf Töne: mittel (a) เสียงสามัญ [sǐaŋ sǎː.mān], tief (à) เสียงเอก [sǐaŋ ʔèːk], fallend (â) เสียงโท [sǐaŋ tʰō], hoch (á) เสียงตรี [sǐaŋ trīīː] und steigend (ǎ) เสียงจัตวา [sǐaŋ tɕàt.ta.wāː]. เสียง [sǐaŋ] kann mit Klang übersetzt werden. สามัญ kann man mit gewöhnlich, normal übersetzen. Bei den anderen Namen handelt es sich um die Sanskrit Zahlen von 1 bis 4. Das linguistische Fachwort für Ton in Thai ist วรรณยุกต์ [wan-ná-júk].[58]

Im Deutschen lassen sich Töne wie folgt erklären: Mittlerer Ton: monotones Aufzählen, Tiefer Ton: frustriert, fallender Ton wie in einem Befehl wie „links“ in „Fahren Sie nach links“, hoher Ton: Fragewort am Ende eines Satzes „Richtig?“, steigender Ton: „Ich“ in erstaunter Frage „Warum ausgerechnet Ich?“.

Mit welchem Ton ein Vokal in einer Silbe gesprochen wird, hängt von vier Faktoren ab:

  • Der Klasse des führenden Konsonanten.
  • Vom verwendeten Tonzeichen.
  • Von der Charakteristik des Endkonsonanten einer Silbe.
  • Ob es sich bei dem Vokal um einen kurz gesprochenen (สระสั้น [sà.ràʔ sân]) oder aber lang gesprochenen Vokal (สระยาว [sà.ràʔ jāːw]) handelt.

Wie oben bereits beschrieben gibt es drei verschiedene Konsonantenklassen, also Konsonanten der mittleren, der hohen und der tiefen Klasse. Und es gibt Betonungszeichen. Sie werden in Thai รูปวรรณยุกต์ [rûːp wān.ná.júk] genannt. Gibt es kein Betonungszeichen, dann nennt man diesen Sachverhalt ไม่มีรูปวรรณยุกต์ [mâj mīː rûːp wān.ná.júk]. Die vier geschriebenen Tonzeichen sind folgende: ◌่ ไม้เอก definiert einen tiefen Ton. ◌้ ไม้โท definiert einen fallenden Ton, ◌๊ ไม้ตรี den hohen Ton und ◌๋ ไม้จัตวา den steigenden Ton. Man muss beachten, dass diese Definitionen nur für Konsonanten der mittleren Klasse Anwendung finden. Bei den Namen der Tonzeichen handelt es sich um das Wort Holz gefolgt von den Sanskrit Zahlen 1 bis 4.

Will man nun den Ton einer bestimmten Silbe ermitteln, geht man wie folgt vor: Zuerst wird die Klasse des führenden Konsonanten ermittelt und ob ein geschriebenes Tonzeichen existiert. Trifft dies zu dann, gelten folgende Regeln:

Bei Konsonanten der tiefen Klasse (ค, ฅ, ฆ, ง, ช, ซ, ฌ, ญ, ฑ, ฒ, ณ, ท, ธ, น, พ, ฟ, ภ, ม, ย, ร, ล, ว, ฬ, ฮ)

  • ไม้เอก = Fallender Ton (Beispiel: ไม่ [mâj] nein)
  • ไม้โท = Hoher Ton (Beispiel: ไม้ [máj] Holz)

Bei den anderen Klassen:

  • ไม้เอก = Tiefer Ton (Beispiel: ได่ [dàj] dürfen)
  • ไม้โท = Fallender Ton (Beispiel: ได้ [dâj] können)
  • ไม้ตรี = Hoher Ton (Beispiel: เป็น [pén] sein)
  • ไม้จัตวา = Steigender Ton (Beispiel: ก๋า [kǎa] alt)

Findet man kein Tonzeichen auf dem führenden Konsonanten, gelten andere Regeln.

Bei führenden Konsonanten der tiefen Klasse (ค, ฅ, ฆ, ง, ช, ซ, ฌ, ญ, ฑ, ฒ, ณ, ท, ธ, น, พ, ฟ, ภ, ม, ย, ร, ล, ว, ฬ, ฮ) und wenn es sich um eine Silbe mit Toten Ende handelt:

  • Bei kurz gesprochenen Vokalen: Hoher Ton (Beispiel: คัด [kʰát] auswählen, นัก [nák] schwer)
  • Bei lang gesprochenen Vokalen: Fallender Ton (Beispiel: คาด [kʰâːt] vorhersagen, มาก [mâːk] viel)

Bei den anderen Konsonanten Klassen in einer Silbe mit totem Ende:

  • Tiefer Ton (Beispiel ผัก [pʰàk] Gemüse, ปาก [pàːk] (eigentlich bpak) Mund)

Bei führenden Konsonanten der hohen Klasse (ข, ฉ, ถ, ผ, ฝ, ส, ห, ศ, ษ, ฐ, ฃ) und einem lebenden Ende:

Bei führenden Konsonanten der anderen Klassen und einem lebenden Ende:

Als Silben/Wörter mit totem Ende (คำตาย [kʰām dtaāy]) gelten Silben, welche mit einem kurz gesprochenen Vokal enden, oder deren endender Konsonant wie k, p, t gesprochen werden.

Als Silben/Wörter mit lebenden Ende (คำเป็น [kʰām pén]) gelten Silben, welche mit einem lang gesprochenen Vokal enden oder mit einem Konsonanten, welcher nicht wie k, p, t gesprochen wird enden.[59]

Das Wort ขนม [kʰà.nǒm] Süßigkeiten. Die unter Konsonantenkombinationen vorgestellte Regel อักษรนำ führendes Konsonantenzeichen gilt auch hier. Der führende Konsonantenbuchstabe bestimmt die Tonregeln der Silbe. หนู (ausgesprochen [nǔː]) Maus diente als einfaches Beispiel. Der (Konsonantenbuchstabe wird aber nicht gesprochen). In der thailändischen Sprache (nicht in Lehnwörtern) sind Konsonantenkombinationen klar definiert. ขน gehört nicht zu den definierten Kombinationen. Es ist also ein ungeschriebenes a zu sprechen, da die thailändische Sprache nur Kombinationen mit maximal zwei Buchstaben erlaubt. Es entsteht ein zweisilbiges Wort KV KVK. In der zweiten Silbe muss ein ungeschriebenes o zwischen den Konsonanten geschrieben werden. Die erste Silbe wird mit einem ungeschriebenen a beendet. Die Regel อักษรนำ wird auf das ursprüngliche einsilbige Wort angewendet. Die Tonregel des führenden wird von dem folgenden Konsonantenbuchstaben übernommen, welche besagt, dass ein Vokal, welcher einem Konsonantenbuchstaben der hohen Klasse in einer Silbe mit lebenden Ende folgt, mit dem Steigenden Ton zu sprechen ist. Ein Konsonantenbuchstabe der hohen Klasse mit einem Toten Ende führt dagegen zu einem Vokal welcher mit dem Tiefen Ton gesprochen wird. Mit der อักษรนำ Regel kann man die Aussprache [kʰà.nǒm] also erklären. Ein weiteres Beispiel ist สนาม [sà.nǎːm] wie in สนามหลวง [sà.nǎːm lǔaŋ] dem Name des Paradeplatzes in Bangkok. Hier kann man beide Regeln in einem Wort beobachten. Die Regel des ungesprochenen h in der Kombination หล gilt. หลวง königlich wird als [lǔaŋ] gesprochen mit Steigendem Ton, da die Regel อักษรนำ greift. สนามหลวง kann man mit königlicher Platz übersetzen. สยาม [sà.jǎːm] der alte Name von Thailand. Auch hier wird ein zweisilbiges Wort gesprochen, die zweite Silbe mit einem Steigenden Ton. Das Wort ตลิ่ง Flussufer, Böschung gilt als weiteres Beispiel für die Regel อักษรนำ. Das Wort wird [tà.lìŋ] gesprochen. Beide Silben mit einem Tiefen Ton. Ohne die Regel müsste man die zweite Silbe mit einem Fallenden Ton sprechen, da es sich bei dem um einen Buchstaben der Tiefen Klasse handelt. Das Wort สมาธิ (meditieren ausgesprochen [sà.māː.tʰíʔ]) beweist, dass die Regel อักษรนำ bei Sanskrit / Pali Lehnwörtern nicht zur Anwendung kommt. สมาธิ stammt von dem Sanskrit-Wort समाधि [sɐ.māː.dʱi]. Das Wort สมาธิ stellt also eine 1-zu-1-Übernahme aus dem Sanskrit dar. Dagegen handelt es sich bei dem Wort หลวง um ein Tai-Kadai Wort. Das Sanskrit Wort für königlich lautet राज [rāː.dʑɐ]. Bei สนาม handelt es sich dagegen um ein Khmer-Wort ស្នាម [snaːm], also ein einsilbiges Wort. Die Regel อักษรนำ gilt, weil es keine Konsonantenkombination /sn/ in der thailändischen Sprache gibt.

Das Wort ศาสนา Religion.[60] In vielen Wörterbüchern wird es wir folgt als IPA dargestellt: [sàːt.sà.nǎː].[61] Das Wort kommt ursprünglich aus dem Sanskrit शासन [ɕāː.sɐ.nɐ]. Man beachte die letzte Silbe. Die thailändische Schrift stellt den Vokal als langgesprochen dar, das Orginal besitzt aber einen kurzgesprochenen Vokal a. In beiden Fällen handelt es sich bei dem Vokal der ersten Silbe um ein langgesprochenes a. Das Khmer-Wort für Religion lautet សាសនា [saːs.naː]. Klar kann man erkennen, dass die thailändische Sprache das Wort aus dem Khmer und nicht aus dem ursprünglichen Sanskrit übernommen hat. Man stellt aber auch fest das es sich in Khmer um ein zweisilbiges Wort handelt. In der Shan-Schrift wird Religion wie folgt geschrieben: သႃႇသၼႃႇ [sàa sǎ nàa]. Man beachte die Gleichheit mit dem thailändischen Wort. Die erste und die dritte Silbe verfügen über ein langgesprochens a. Im Wörterbuch „Lao English Dictionary Becker, Mingpuapha“ wird das Wort mit ສາສະໜາ angegeben, aber mit einem ähnlichen IPA-Lautschrift, wie das thailändische Wort in vielen Wörterbüchern angegeben wird.[62] In laotischen Wörterbüchern zirkuliert aber auch eine Version ສາດສະໜາ mit der Aussprache [sâː.sā.nǎː].[63] Man beachte die erste Silbe ສາດ, welche mit einem t oder besser einem d endet. Das IPA müsste dann eigentlich sat lauten. In keiner der Sprachen wird das Wort aber wie satsada gesprochen. Einheitlich wird es mit einem s und nicht mit einem t, also wie das Orginal-Sanskritwort gesprochen. Das trifft auch auf die thailändische Sprache zu.[64] Der Grund, warum man IPA wie [sàːt.sà.nǎː] in Wörterbüchern findet, ist folgender: Die Aussprache des Wortes entspricht nicht den Regeln der thailändischen Schrift. Die Regel อักษรนำ gilt nur für Konsonantenkombinationen. ศา müsste nach den Regeln mit einem steigenden Ton gesprochen werden. In den meisten Dialekten der thailändischen Sprache wird es aber mit einem tiefen Ton gesprochen. Die Autoren der Wörterbücher müssen einen Weg finden, den tiefen Ton darzustellen, ohne die eigenen Regeln zu brechen. Eine Silbe ศาส würde man laut Regeln mit einem tiefen Ton sprechen. Und so wird es ja im Khmer gesprochen: /sas/. In der thailändischen Sprache ist ein IPA /sàs/ schlicht unmöglich. Die Autoren schreiben also /sàt/ um nicht gegen ihre eigenen Prinzipien und Regeln zu verstoßen. Andere Autoren übernahmen diese falsche Schreibweise ungefragt. Es gibt zahlreiche Wörter in der thailändischen Sprache, bei denen die Tonregeln bei der Aussprache nicht beachtet werden und in der Praxis das Wort nicht nach den eigentlichen Regeln ausgesprochen wird. In thailändischen Schulen werden deshalb Wörter auswendig gelernt. Auf das IPA in Wörterbüchern ist oftmals kein Verlass. Wie in vielen Sprachen (besonders Englisch) kann man aus der Schreibweise des Wortes keine Rückschlüsse auf die Aussprache ziehen. Es wurde versucht den Charakter des Lehnwortes zu behalten, obwohl das Wort gänzlich anders gesprochen wird. Problematisch ist die Verwendung von falschen IPA in thailändischen und laotischen Wörterbüchern. ราชินี Königin wird oftmals mit IPA [râːt.tɕʰí.niː] dargestellt, dabei wird kein t im Wort gesprochen. ปุโรหิต Priester wird fälschlicherweise mit [pùt.roː.hìt] dargestellt. โชควาสนา Viel Erfolg [tɕʰôːk.waː.sà.nǎː][65] wird auf der Webseite thai-language.com mit cho:hk(F) waat(F) sa(L) naa(R) angegeben. waas(f) wäre für die Thaisprache undenkbar. Man verwendet daher waat(F), um die eigenen Regeln und das Aussprachesystem nicht außer Kraft zu setzen.[66]

Die Endsilbe นา des Wortes ศาสนา wird eigentlich mit einem neutralen Ton gesprochen. Würde es sich um einen kurzgessprochenen Vokal handeln นะ, würde man die Silbe mit einem hohen Ton sprechen. Man könnte die mit einem steigenden Ton gesprochene letzte Silbe mit der อักษรนำ-Regel erklären. Die อักษรนำ-Regel besagt: Handelt es sich beim ersten Konsonanten einer Konsonantenkombination um einen der Klasse Mitte อักษรนำก: (ก, จ, ด, ต, บ, ป, อ) oder Hoch อักษรนำข: (ข, ฃ, ฉ, ฐ, ถ, ผ, ฝ, ศ, ษ, ส, ห) und beim zweiten Buchstaben um einen stimmhaften Konsonanten อักษรต่ำเดี่ยว [ʔàk.sɔ̌ːn.tàm.dìaw] (ง, น, ม, ย, ร, ล, ว, ฬ), dann greift die Regel. Aber es gibt eine entscheidende Einschränkung. Die Regel gilt nicht für Sanskrit/Pali-Lehnwörter.[67] ศาสนา stammt ursprünglich vom Sanskrit Wort शासना ab. Daselbe gilt für วาสนา. Das Wort stammt von वासना ab. Eigentlich dürfte อักษรนำ keine Verwendung finden. วาสนา wird in Khmer វាសនា geschrieben. Es gibt aber auch eine andere Schreibweise វាស្នា (Man beachte die Konsonantenkombination sn). Die Anwendung der Regel อักษรนำ kann also erklärt werden. Dasselbe gilt für ศาสนา. Auch hier gibt es eine weitere Schreibweise សាស្នា . Man beachte die Konsonantenkombination sn. Bei einer Konsonantenkombination gilt die Regel.

Leserichtung

In der Literatur wird Thai oft als eine Sprache beschrieben, welche von links nach rechts gelesen wird. Dies gilt nur bedingt. Innerhalb von Silben wird normalerweise der erste Konsonant zuerst gelesen und nicht der führende Vokal. Vokale können vor, hinter, über oder unter einem Konsonanten stehen. Es gibt auch Vokale, welche aus mehreren Zeichen bestehen. Aber auch von dieser Regel gibt es Ausnahmen. Beispielsweise das Wort แมลง (ausgesprochen maaläng), Insekt. Theoretisch besteht das Wort aus zwei Silben แม und ลง. Also wäre die Aussprache määlong eigentlich richtig. Eine Silbe bzw. ein Wort kann deshalb auch von rechts nach links gelesen werden. Beispielsweise das Wort แม่ (ausgesprochen mää), übersetzt Mutter. Zuerst wird der Konsonant gelesen, dann folgt der Vokal . Das Tonzeichen ist dem Vokal zugeordnet, steht aber über dem Konsonanten.

Tabellen mit dem Thai-Alphabet

Zeichen für „M“ in Thai-Schrift, als Sonorant den tiefen Konsonanten zugerechnet

Konsonantenzeichen

Die Smith Premier Schreibmaschine mit thailändischer Schrift. Die Maschine wurde 1892 bei thailändischen Behörden eingeführt.
Die Imperial „The Good Companion“ ersetzte 1932 die Smith Premier. Im Gegensatz zur Smith Premier verfügte die Imperial über eine Shift-Taste.
Die heutige Kedmanee-Tastaturbelgung baut auf der Imperial Schreibmaschine auf. Die beiden obsoleten Konsonanten sind markiert.

Die Konsonantenzeichen des thailändischen Alphabetes werden traditionell in sechs Gruppen in der Reihenfolge angeordnet, die aus dem Pallava- bzw. Khmer-Alphabet übernommen wurde. Die Buchstaben werden unterschiedlich ausgesprochen, wenn sie am Silbenanfang oder -ende stehen. Aufgrund der historischen Veränderungen in der Aussprache werden die Konsonanten heute zum Teil nicht mehr so ausgesprochen, wie es ihre Position im Alphabet erwarten ließe.[68]

Jeder Buchstabe hat einen traditionellen Namen, der zum Buchstabieren verwendet wird.[69]

Im modernen Thai trägt jeder Konsonantenbuchstabe einen inhärenten Ton bzw. gehört einer Tonkategorie an (Mittel, Hoch oder Tief).[70]

Der Buchstabe wird im heutigen Thai wie ein g (NATO Alphabet Golf) ausgesprochen und nicht wie ein hartes 'kh' (NATO Alphabet Kilo). In der Praxis dagegen gibt es keinen Unterschied zwischen und . Beide werden als hartes 'kh' gesprochen, also 'kh'. Es gibt keine Unterscheidung zwischen stimmlos und stimmhaft im modernen Thai. Der Unterschied zwischen und besteht in der Klasse des Konsonanten. ขน [kʰǒn], Haar wird mit steigendem Ton gesprochen คน [kʰon], Mensch mit mittlerem Ton. Beide Wörter werden im RTGS als khon geschrieben. ขน คน khon khon, Menschenhaar mag als Beispiel dienen, dass stimmlos, stimmhaft in der heutigen thailändischen Schrift keine Bedeutung mehr hat. ขน คน wird im IPA als [kʰǒn kʰon] dargestellt, der Unterschied liegt im Vokal und nicht im Konsonant. Auch geht klar hervor, dass sich RTGS nicht zum Erlernen der Sprache eignet.

Zwei Buchstaben ( und ) werden heute nicht mehr verwendet, in Lehrbüchern und Wörterbüchern aber der Vollständigkeit halber nach wie vor angeführt.[71] Die Buchstaben ข, ฃ gelten wissenschaftlich als stimmlos. Dagegen gelten ค, ฅ als stimmhaft. In beiden Fällen gelten sie als Velare. Sie sind also redudant. Bei beiden Buchstaben handelt es sich um Konsonanten für die es keine entsprechenden Buchstaben in altindischen Alphabeten gibt – keine heiligen Wörter verwendeten diese Konsonanten. Entscheidend für die Abschaffung war die Einführung der ersten Thai-Schreibmaschine, basierend auf der Smith Premier 1892 durch Edwin Hunter McFarland, einem in Thailand geborenen Sohn eines amerikanischen Missionars. Platz für 44 Konsonanten war nicht vorhanden.[72] Die zwei wenig benutzten Konsonanten mussten geopfert werden. Bei der Rechtsschreibreform 1940 wurde festgehalten, dass diese zwei Buchstaben nicht mehr verwendet werden sollten, obwohl die 1932 eingeführte Imperial Schreibmaschine über eine Shift Taste verfügte und damit ฃ, ฅ darstellen konnte.

Es gibt mehrere Systeme zur Transkription des thailändischen Alphabets in lateinische Schrift, darunter die Transliteration ISO 11940, die Umschrift der American Library Association und Library of Congress (ALA-LC) und das Royal Thai General System of Transcription (RTGS).

Die Einteilung in Velar, Palatal, Retroflex usw. also Artikulationsorte hat im heutigen Thai keinerlei Bedeutung mehr, da die Konsonanten alle gleich gesprochen werden. So werden diese Einteilungen in modernen Schulbüchern gar nicht mehr erwähnt. Man kann aber daraus ableiten, wie die moderne Thai Schrift sortiert wird. Innerhalb der Gruppen (Velar, Palatal, Retroflex usw.) wird wie folgt sortiert: Konsonanten der Mittleren Tongruppe kommen zuerst, die der Hohen Tongruppe folgen und zum Schluss werden die Konsonanten der Tiefen Gruppe aufgeführt. Ursprünglich wurde zwischen stimmlosen, stimmhaften und nasalen Konsonanten unterschieden. Die stimmlosen und stimmhaften Konsonanten wurden wiederum in unaspiriert und aspiriert eingeteilt. Konsonanten der stimmlosen,unaspirierten Gruppe galten als Konsonanten der Mittleren, die der aspirierten der Hohen Tongruppe, während Konsonanten der stimmhaften und der nasalen Gruppe als Konsonanten der tiefen Klasse galten. Als Velar galten ก, ข, ฃ, ค, ฅ, ฆ, ง, als Palatal จ, ฉ, ช, ซ, ฌ, ญ, als Retoflex ฎ, ฏ, ฐ, ฑ, ฒ, ณ, als Dental ด, ต, ถ, ท, ธ, น und als Labial บ, ป, ผ, ฝ, พ, ฟ, ภ, ม. Eine Einteilung in Artikulationsorte erfolgt bewusst nicht. In darauffolgenden Tabellen werden die Zusammenhänge Artikulationsorte unter dem Varga System vorgestellt.

Zu beachten ist, dass ein einfaches k wie im deutschen Kartenspiel Skat bzw. im englischen Wort Sky auszusprechen ist. Ziel des RTGS war es, thailändischen Behörden eine Darstellung von Namen und Ortsnamen mit römischen Buchstaben zu ermöglichen, und nicht, eine Hilfe bei der Aussprache zu bieten. IPA und RTGS verwenden das altindische Varga-System für die Darstellung von Lauten. Nach deutschem Sprachverständniss müsste ก ไก่ (Huhn) mit go gai transkripiert werden und nicht [kɔː kàj]. พัก (bleiben) dagegen als phag anstelle von [pʰák̚]. Die bekannte Ferieninsel Ko Samui เกาะสมุย wird nach deutschem Verständnis wie Go Samui gesprochen.

Weitere Informationen Zeichen, Aussprache in IPA ...
Zeichen Aussprache in IPANameTon Sanskrit-
Entsprechung
Transkriptionen
Silben-
Anfang
Silben-
Ende
Thai IPA Bedeutung ISO ALA-LC RTGS
Silben-
Anfang
Silben-
Ende
Silben-
Anfang
Silben-
Ende
k ก ไก่[kɔː kàj]HuhnMittelk k k k k k
ข ไข่[kʰɔ̌ː kʰàj]EiHochkh k̄h kh kh
ฃ ขวด[kʰɔ̌ː kʰùat]FlascheHoch- ḳ̄h
ค ควาย[kʰɔː kʰwaːj]WasserbüffelTiefg kh
ฅ คน[kʰɔː kʰon]PersonTief- k̛h
ฆ ระฆัง[kʰɔː rákʰaŋ]GlockeTiefgh ḳh
ŋง งู[ŋɔː ŋuː]SchlangeTief ng ng ng
ʨ จ จาน[ʨɔː ʨaːn]TellerMittelc c čh t ch t
ʨʰฉ ฉิ่ง[ʨʰɔ̌ː ʨʰìŋ]ZimbelHochch c̄h ch
ช ช้าง[ʨʰɔː ʨʰáːŋ]ElefantTiefj ch
sซ โซ่[sɔː sôː]KetteTief- s s s
ʨʰฌ เฌอ[ʨʰɔː (kà)ʨʰɤː]BuschTiefjh c̣h ch ch
j nญ หญิง[jɔː jǐŋ]FrauTiefñ y n y n
d ฎ ชฎา[dɔː ʨʰádaː]KroneMittel- d/t t d t
t (dt)[73]ฏ ปฏัก[tɔː pàtàk]SpeerMittel- ṭ̂ t t t
ฐ ฐาน[tʰɔ̌ː tʰǎːn]SockelHochṭh ṭh th th t
ฑ มณโฑ[tʰɔː montʰoː]MonthoTief th (d)¹ th t
ฒ ผู้เฒ่า[tʰɔː pʰûː tʰâw]GreisTiefḍh ḍh th th t
nณ เณร[nɔː neːn]NovizeTief n n n
d ด เด็ก[dɔː dèk]KindMittelt t d t d t
t (dt)[73] ต เต่า- | SchildkröteMittel t t
ถ ถุง[tʰɔ̌ː tʰǔŋ]BeutelHochth th th th
ท ทหาร[tʰɔː tʰáhǎːn]SoldatTiefd d
ธ ธง[tʰɔː tʰoŋ]FlaggeTiefdh dh
nน หนู[nɔː nǔː]MausTiefn n n n
b บ ใบไม้[bɔː bajmáj]BlattMittelp b b p b p
p (bp)[73]ป ปลา[pɔː plaː]FischMittel p p p
ผ ผึ้ง[pʰɔ̌ː pʰɯ̂ŋ]BieneHochph p̄h ph ph
fฝ ฝา[fɔ̌ː fǎː]DeckelHoch- f f
พ พาน[pʰɔː pʰaːn]TablettTiefb ph ph ph p
fฟ ฟัน[fɔː fan]ZahnTief- f f f
ภ สำเภา[pʰɔː sǎmpʰaw]DschunkeTiefbh p̣h ph ph
mม ม้า[mɔː máː]PferdTiefm m m m
jย ยักษ์[jɔː ják]RieseTiefy y y y
r nร เรือ[rɔː rɯːa]BootTiefr r r n r n
lล ลิง[lɔː liŋ]AffeTiefl l l l
w[74]ว แหวน[wɔː wɛ̌ːn]RingTiefw w w w
s ศ ศาลา[sɔ̌ː sǎːlaː]PavillonHochś ṣ̄ s t s t
ษ ฤๅษี[sɔ̌ː rɯːsǐː]EinsiedlerHoch s̛̄
ส เสือ[sɔ̌ː sɯ̌ːa]TigerHochs
h ห หีบ[hɔ̌ː hìːp]KisteHochh h h
l nฬ จุฬา[lɔː ʨùlaː]DrachenTief- l n l n
[75] อ อ่าง[ʔɔː ʔàːŋ]BeckenMittela x
hฮ นกฮูก[hɔː nók hûːk]EuleTief- h h
Schließen

Anmerkungen: 1. Je nach der tatsächlichen Aussprache meist als ‹th› transkribiert, in manchen Wörtern als ‹d›.


Siehe auch: Konsonanten-Tabelle (PDF)

Romanisierte Konsonantenbuchstaben

Die folgende Liste ist ein Versuch, deutsche Konsonanten mit den entsprechenden thailändischen Konsonantenbuchstaben darzustellen. Es gilt zu beachten, dass nicht jeder thailändische Konsonantenbuchstabe am Anfang eines Wortes stehen kann. Auch wurden Töne in den Beispielen nicht berücksichtigt, da es um die Darstellung von Konsonanten geht, Töne aber Vokale betreffen.

Die Tabelle stellt klar dar, auf welche Probleme man stößt, wenn man ein Wort in einem Wörterbuch nachschlagen will. Kennt man nur die Aussprache eines Wortes z. B. „thong“, dann muss man unter folgenden Buchstaben nachschlagen: ถ, ฐ, ท, ธ, ฑ, ฒ -– ein fast unmögliches Unterfangen, wenn man berücksichtigt, dass ein Anfänger nicht in der Lage ist, den Ton der Silbe richtig zu erkennen, bzw. die Länge des Vokals. Die Matrix 6 Kononantenbuchstaben * 2 Vokallängen * 5 Töne ergibt 60 Positionen im Wörterbuch – es macht also nur Sinn, die thailändische Sprache zusammen mit der thäiländischen Schrift zu erlernen. Sucht man z. B. nach einem Wort, von dem man nur die Aussprache thot kennt, wird die Auswahl noch größer. Während der Endkonsonant ng nur von einem Konsonantenbuchstaben dargestellt werden kann (ง), sind es bei t 17 (จ, ช, ซ, ฌ, ฎ, ฏ, ฐ, ฑ, ฒ, ด, ต, ถ, ท, ธ, ศ, ษ, ส). Es gibt 60 * 17 = 1.020 theoretische Stellen im Wörterbuch.

Die Konsonantenbuchstaben sind nach ihrer Häufigkeit sortiert.

Weitere Informationen Transkription, RTGS ...
TranskriptionRTGSThai BuchstabenBeispiele
Bbบริการ (Service, borigaan)
BPpปาก (Mund, bpaak)
CHchจ, ช, ฉ, ฌจาน (Teller, chaan), ฉัน (Ich, chan), ช้าง (Elefant, chaang), เฌอ (Baum, choe)
Ddด, ฎดี (gut, dii), ชฎา (Krone, chadaa)
DTtต, ฏตา (Auge, dtaa), ปรากฏ (scheint so, bpragot)
Ffฟ, ฝฝน (Regen, fon), ฟ้า (Himmel, faa)
Gkเก้า (neun, gau)
Hhห, ฮห้า (fünf, haa), ฮงกง (Hong Kong)
KHkhค, ข ,ฆ ,ฃ ,ฅขา (Bein, kaa), ฃวด (Flasche, khuat), คน (Person, khon), ฅน (Person, khon), เมฆ (Wolke, moek)
Llล, ฬเล่น (spielen, len), กีฬา (Sport, gilaa)
Mmม้า (Pferd, maa)
Nnน, ณน้อย (wenig, nooi), คณะ (Fakultät, kana)
NGngงู (Schlange, nguu)
PHphพ, ผ, ภผึ้ง (Biene, phüng), พ่อ (Vater, poo), ภูเขา (Berg, puu khau)
Rrร้าน (Geschäft, raan)
Ssส, ศ, ษ, ซซื้อ (kaufen, süü), ศาลา (Pavilion, saalaa), ภาษา (Sprache, paasaa), สาม (drei, saam)
THthท, ถ, ธ, ฐ, ฑ, ฒถ้า (Wen, thaa), ฐานะ (Status, thaana), ทีนี่ (hier, tii nii), ธง (Fahne, thong), มณฑล (Distrikt, mon ton), วัฒนา (Wachstum, wattana)
Wwวัด (Tempel, wat)
Yyย, ญยา (Arznei, yaa), ผู้หญิง (Frau, puu ying)
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Varga System

Das ursprüngliche Thai Varga System teilte jeden Artikulationsort (วรรค ausgesprochen wat) in 5 Konsonanten ein: Position 1 + 2 Stimmlos (Mittel - und Hochklasse), Position 3 + 4: Stimmhaft (Tiefklasse), Position 5 Nasale (Tiefklasse). Diese Einteilung entsprach der Einteilung in Sanskrit/Pali. Es wurden zusätzliche Konsonantenbuchstaben hinzugefügt, welche keine Entsprechung in Sanskrit/Pali besassen, aber fundamental für die Thai Sprache waren. Das Sanskrit kannte keine Laute wie „f“ (ฝ, ฟ) oder „b“ (บ) und „d“ (ด). So entstand (do dek) aus (to tau), (bo bai mai) aus (bpo bplaa) und (fo faa) aus (pho phueng) usw.[76][77] Aus den Tabellen ist klar zu ersehen, dass die Einteilung der Konsonanten in Klassen (Mitte, Hoch, Tief) nicht willkürlich erfolgte, sondern auf Regeln basiert. Sanskrit wird heutzutage mit der Devanagari Schrift geschrieben, der am häufigsten verwendeten Schrift in Indien. Auch Hindi verwendet das Varga System.

Es geht aus den Tabellen klar hevor, dass die thailändische Schrift die ursprüngliche Einteilung des Varga Systems (Stimmlos, Stimmhaft, Vasal) dazu verwendet hat, um Töne darstellen zu können und nicht, um eine Kategorisierung in Stimmlos, Stimmhaft und Nasal zu erreichen.

Tabelle der Varga Gruppen

Weitere Informationen Thai, Devanagari ...
ThaiDevanagariTonklasseArtikulationsortLautumschrift (IPA)
MitteVelar (Kehle)[k]
HochVelar (Kehle)[kʰ]
HochVelar (Kehle)[kʰ]
TiefVelar (Kehle)[kʰ]
TiefVelar (Kehle)[kʰ]
TiefVelar (Kehle)[kʰ]
TiefVelar (Kehle)[ŋ]
MittePalatal (Harter Gaumen)[tɕ]
HochPalatal (Harter Gaumen)[tɕʰ]
TiefPalatal (Harter Gaumen)[tɕʰ]
TiefPalatal (Harter Gaumen)[s]
TiefPalatal (Harter Gaumen)[tɕʰ]
TiefPalatal (Harter Gaumen)[j]
MitteRetroflex (Zungenspitze oben)[d]
MitteRetroflex (Zungenspitze oben)[t]
HochRetroflex (Zungenspitze oben)[tʰ]
TiefRetroflex (Zungenspitze oben)[tʰ / d]
TiefRetroflex (Zungenspitze oben)[tʰ]
TiefRetroflex (Zungenspitze oben)[n]
MitteDental (Zähne)[d]
MitteDental (Zähne)[t]
HochDental (Zähne)[tʰ]
TiefDental (Zähne)[tʰ]
TiefDental (Zähne)[tʰ]
TiefDental (Zähne)[n]
MitteLabial (Lippen)[b]
MitteLabial (Lippen)[p]
HochLabial (Lippen)[pʰ]
HochLabial (Lippen)[f]
TiefLabial (Lippen)[pʰ]
TiefLabial (Lippen)[f]
TiefLabial (Lippen)[pʰ]
TiefLabial (Lippen)[m]
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Thailändische Fachwörter für die Artikulationsorte

Die Einteilung in Artikulationsorte spielt in der heutigen thailändischen Schulliteratur keine Rolle mehr.

  • Velare“ bzw. „Gutturale“ (ฐานกัณฐะ Than Kan-tha, วรรค กะ, เพดานอ่อน „weicher Gaumen“)
  • Palatale“ (ฐานตาลุ Tan Ta-Lu, วรรค จะ, เพดานแข็ง „harter Gaumen“)
  • Retroflexe“ bzw. „Zerebrale“ (ฐานมุทธะ Than Mut-tha, วรรค ฏะ,ปุ่มเหงือก „Zahnfleischrand“)
  • Dentale“ (ฐานทันตะ Tan Than-Ta, วรรค ตะ, ปุ่มเหงือก „Zahnfleischrand“)
  • Labiale“ (ฐานโอษฐะ Tan Oh-tha, วรรค ปะ, ริมฝีปาก „Lippen“)

Die ursprüngliche Varga Matrix[27]

Weitere Informationen Varga (Reihe) Artikulationsort, Mitte (Stimmlos) ...
Varga (Reihe) ArtikulationsortMitte (Stimmlos)Hoch (Stimmlos)Tief (Stimmhaft)Tief (Stimmhaft)Tief (Nasal)
Velar (Kehle) ฐานกัณฐะ Than Kan-tha (k) (kh) (kh) (kh) (ng)
Palatal (Gaumen) ฐานตาลุ Tan Ta-Lu (c) (ch) (ch) (ch) (y)
Retroflex ฐานมุทธะ Than Mut-tha (t) (th) (th) (th) (n)
Dental (Zähne) (ฐานทันตะ Tan Than-Ta (t) (th) (th) (th) (n)
Labial (Lippen) ฐานโอษฐะ Tan Oh-tha (p) (ph) (ph) (ph) (m)
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Reibelaute

Altindische Sprachen unterschieden nicht zwischen Stop und Reibelaute (Frikative). Die Sprachen bauten auf klaren Stops auf. Anders bei der thailändischen Sprache. Zusätzlich zur Darstellung von Tönen mussten Buchstaben geschaffen werden um dies abzubilden. Man benötigte eine Unterscheidung zwischen Hohen und Tiefen Tönen. Auch mussten Reibelaute dargestellt werden. Da der mittlere Ton über einen eigenen Satz von Konsonantenbuchstaben vefügte, war eine Schaffung neuer Zeichen für diesen Ton nicht notwendig. Dagegen war die Einteilung in stimmlos, stimmhaft, nasal kein Bestandteil der thailändischen Sprache.

Weitere Informationen Laut-Gruppe, Hohe Klasse (Stop) ...
Laut-GruppeHohe Klasse (Stop)Hohe Klasse (Reibelaut)Tiefe Klasse (Stop)Tiefe Klasse (Reibelaut)
KH-Laut ข (kho khai) ฃ (kho khuat)* ค (kho khwai) ฅ (kho khon)*
S/CH-Laute ฉ (cho ching) ส (so suea) ช (cho chang) ซ (so so)*
P/F-Laute ผ (pho phueng) ฝ (fo fa)* พ (pho phan) ฟ (fo fan)*
* Buchstaben welche in der Sukhothaischrift hinzugefügt wurden..
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Klar ist zu erkennen, das bestehende Buchstaben modifiziert wurden, und alphabetisch hinter dem entsprechenden Orginalbuchstaben angeordet wurden. Wie viele linguistischen Konzepte werden Frikative in der modernen thailändischen Schulliteratur überhaupt nicht mehr erwähnt. Im Englischunterricht spielen sie jedoch noch eine Rolle. Interessant ist dass in der Laotischen und in der Shan Sprache eine Unterscheidung zwischen "S" und "CH" Lauten nicht existiert.

Sonstige

Weitere Informationen Gruppe, Thai ...
GruppeThaiDevanagariLautKlasseArtikulationsortLogik der Tonklasse
Sonoranten / Halbvokale
(Gleitlaute)
yTiefPalatalDiese Laute waren im Sanskrit stimmhaft.
Alle ursprünglich stimmhaften Laute wurden im
Thailändischen zur Tiefen Klasse.
rTiefRetroflex
lTiefDental
v/wTiefDental / Labial
TiefRetroflex
Frikative / Aspiranten
(Zisch- und Hauchlaute)
śHighPalatalDiese Laute sind stimmlos und werden mit viel
Luftaufwand (Hauchen/Zischen) gesprochen.
Das entspricht im Thai der Hohen Klasse.
HochRetroflex
sHochDental
hHochGuttural
Glottaler Laut aMitteGlottalDer „Null-Konsonant“. Er gilt als neutraler
Vokalträger und ist daher Mittlere Klasse.
Ursprünglich aus dem unabhängigen Vokal Ashara
Thai-Erweiterung hTiefGlottal (Frikativ)Dieses Zeichen wurde eingeführt um ein tiefes Gegenstück zu zu haben.
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Vokalzeichen

Einfache Vokalzeichen

Vokalzeichen werden in Thai รูปสระ rup sara genannt. Man unterscheidet zwischen zwei Arten. Bei ส่วนประกอบสระ suan bpragoop sara handelt es sich um einzelne Bestandteile eines Vokalzeichens. Bei พยัญชนะตัวสระ phayan chana thua sara handelt es sich um Konsonantenzeichen, welche helfen, einen Vokal zu bilden. Einige Vokalzeichen können einen Vokal bilden, andere Vokalzeichen können nur in Kombination mit anderen Vokalzeichen einen Vokal bilden. Vokalzeichen dürfen nicht mit unahängigen Vokalen verwechselt werden. Vokalzeichen können nur im Zusammenhang mit Konsonantenzeichen bestehen.

Weitere Informationen Thai, Namen ...
ThaiNamen
ThaiIPA Bedeutung
วิสรรชนีย์[wíʔsǎntɕʰáni]ː Visarga (Visarjanīya)
◌ัไม้หันอากาศ[máːj hǎn ʔaːkàːt] Stab, der sich in der Luft dreht
หางกังหัน Windmühlenflügel
◌็ไม้ไต่คู้[máːj tàj kʰúː] Holz, das in gebückter/gebeugter Position klettert
◌าลากข้าง[lâːkkʰâːŋ] Strich welcher an der Seite geschrieben wird
◌ิพินทุอิ[pʰin tʰúʔ ʔìʔ] Punkt welcher de Klang bestimmt
◌̍ฝนทอง[fǒn tʰɔːŋ] Goldregen¹
◌̎ฟันหนู, มูสิกทันต์[fan nǔː] Mäusezahn¹
◌ํนิคหิต[ník kʰá hìt] Anusvāra (Niggahīta)
นฤคหิต [ná rɯ́ʔ kʰá hìt]
หยาดน้ำค้าง [jàːt náːm kʰáːŋ] Wassertropfen
◌ุตีนเหยียด[tiːn jìːat] ausgestreckter Fuß
ลากตีน [lâːk tiːn] Schleifende Füße
◌ูตีนคู้[tiːn kʰúː] eingerollter Fuß
ไม้หน้า[máːj nâː] Vorderholz
ไม้โอ[máːj ʔoː] o-Holz
ไม้ม้วน[máːj múːan] aufgerolltes Holz
ไม้มลาย[máːj málaːj] gebrochenes Holz
ลากข้างยาว[lâːkkʰâːŋ jaːw] langes า
ตัว อ[tuːa ʔɔː] o-Zeichen
ตัว ย[tuːa jɔ]ː jo-Zeichen
ตัว ว[tuːa wɔː] wo-Zeichen
ตัว ฤ[tuːa rɯ́ʔ] (rü) rɯ-Zeichen
ตัว ฦ[tuːa lɯ́ʔ] (lü) lɯ-Zeichen
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Anmerkung: 1. Nur in Kombination mit pʰin tʰúʔ [ʔìʔ] (◌ิ).

Kombinationen von Vokalzeichen

Die Brahmi-Schrift, von der die Schriften der südostasiatischen Halbinsel abstammen, hatte zwar viele Konsonantenzeichen, aber zu wenig Vokalzeichen, um die Vokale der südostasiatischen Sprachen wiederzugeben. Im Lauf der Geschichte wurden daher zusätzliche Vokalzeichen und zahlreiche Zeichenkombinationen entwickelt, um alle benötigten Vokale schreiben zu können.[78]

Vokalzeichen können nur in Kombination mit dem vorhergehenden Konsonanten geschrieben werden. Sie werden vor, nach, über oder unter das Konsonantenzeichen geschrieben oder als Kombination mehrerer Zeichen an bis zu drei Seiten des Konsonantenbuchstaben. Es werden kurze und lange Vokale unterschieden; die steigenden Diphthonge [ua], [ia] und [ɯa] werden traditionell zu den langen Vokalen gezählt.[79]

In der folgenden Tabelle sind sämtliche Kombinationen von Vokalzeichen sowie deren Aussprache in Internationaler Lautschrift und mehrere Transkriptionen – die Umschrift der American Library Association und Library of Congress (ALA-LC), ISO 11940 und das Royal Thai General System of Transcription (RTGS) – angeführt.

Weitere Informationen Kurze Vokale, Lange Vokale ...
Kurze VokaleLange Vokale
Name Zeichen Aussprache Transkriptionen Name Zeichen Transkriptionen
Thai IPA ISO ALA-LCRTGS Thai IPAAussprache ISO ALA-LCRTGS
Einfache Vokale
สระอะsàràʔ ʔaʔ◌ะ

◌ั◌

a
-a

-ạ-
aaสระอาsàràʔ ʔaː◌า
◌า◌

-ā-
āa
สระอิsàràʔ ʔiʔ◌ิ
◌ิ◌
i -i

-i-

iiสระอีsàràʔ ʔiː ◌ี
◌ี◌

-ī-

īi
สระอึsàràʔ ʔɯʔ◌ึ
◌ึ◌
ɯʔɯ -ụ

-ụ-

ưue สระอือsàràʔ ʔɯː◌ือ
◌ื◌
ɯː -ụ̄x

-ụ̄-

ư̄ue
สระอุsàràʔ ʔuʔ◌ุ
◌ุ◌
u -u

-u-

uuสระอูsàràʔ ʔuː◌ู
◌ู◌

-ū-

ūu
สระเอะsàràʔ ʔeʔเ◌ะ
เ◌็◌
e e-a

e–̆-

eeสระเอsàràʔ ʔeːเ◌
เ◌◌
e-

e--

ēe
สระแอะsàràʔ ʔɛʔแ◌ะ
แ◌็◌
ɛʔɛ æ-a

æ–̆-

æaeสระแอsàràʔ ʔɛːแ◌
แ◌◌
ɛː æ-

æ--

æae
สระโอะsàràʔ ʔoʔโ◌ะ
◌◌
o o-a

ooสระโอsàràʔ ʔoːโ◌
โ◌◌
o-

o--

ōo
สระเอาะsàràʔ ʔɔʔเ◌าะ
◌็อ◌
ɔʔɔ e-āa

–̆x-

ǫoสระออsàràʔ ʔɔː◌อ
◌อ◌
◌◌ ¹
◌็ ²
ɔː -x
-x-

–̆
ǭo
สระเออะsàràʔ ʔɤʔเ◌อะɤʔ e-xa œoeสระเออsàràʔ ʔɤːเ◌อ
เ◌ิ◌
เ◌อ◌ ³
ɤː
ɤ
e-x
e-i-
e-x-
œ̄oe
Diphthonge
สระเอียะsàràʔ ʔiaʔเ◌ียะiaʔ e-īya iaiaสระเอียsàràʔ ʔiːaเ◌ีย
เ◌ีย◌
iːa e-īy

e-īy-

īaia
สระเอือะsàràʔ ʔɯaʔเ◌ือะɯaʔ e-ụ̄ya ưaueaสระเอือsàràʔ ʔɯːaเ◌ือ
เ◌ือ◌
ɯːa e-ụ̄y

e-ụ̄y-

ư̄auea
สระอัวะsàràʔ ʔuaʔ◌ัวะuaʔ -ạwa uauaสระอัวsàràʔ ʔuːa◌ัว
◌ว◌
uːa -ạw

-w-

ūaua
Diphthonge plus -j oder -w⁴
สระอิ + วsàràʔ ʔiʔ + wɔː wɛ̌ːn◌ิวiw -iw iuio
สระเอะ + วsàràʔ ʔeʔ + wɔː wɛ̌ːnเ◌็วew e–̆w eoeoสระเอ + วsàràʔ ʔeː + wɔː wɛ̌ːnเ◌วeːw e-w ēoeo
สระแอ + วsàràʔ ʔɛː + wɔː wɛ̌ːnแ◌วɛːw æ-w ǣoaeo
สระเอาsàràʔ ʔaoเ◌าaw e-ā aoaoสระอา + วsàràʔ ʔaː + wɔː wɛ̌ːn◌าวaːw -āw āoao
สระเอีย + วsàràʔ ʔia + wɔː wɛ̌ːnเ◌ียวiaw e-īyw īeoiao
สระอะ + ยsàràʔ ʔaʔ + jɔː ják̚◌ัย ³aj -ạy aiaiสระอา + ยsàràʔ ʔaː + jɔː ják̚◌ายaːj -āy āiai
สระไอsàràʔ ʔajใ◌

ไ◌
ไ◌ย ³

ı-
ị-
ị-y
สระเอาะ + ยsàràʔ ʔɔʔ + jɔː ják̚◌็อยɔj –̆xy oiสระออ + ยsàràʔ ʔɔː + jɔː ják̚◌อยɔːj -xy ǭioi
สระโอ + ยsàràʔ ʔoː + jɔː ják̚โ◌ยoːj o-y oioi
สระอุ + ยsàràʔ ʔuʔ + jɔː ják̚◌ุยuj -uy uiui
สระเออ + ยsàràʔ ʔɤː + jɔː ják̚เ◌ยɤːj e-y œ̄ioei
สระอัว + ยsàràʔ ʔuːa + jɔː ják̚◌วยuːaj -wy ūaiuai
สระเอือ + ยsàràʔ ʔɯːa + jɔː ják̚เ◌ือยɯːaj e-ụ̄xy ư̄aiueai
Zusätzliche Vokale⁵
สระอำsàràʔ ʔamam å amam
rɯʔ
ri
rɤː
v
ri
rœ̄
rue
ri
roe
ฤๅrɯːฤๅrɯː rư̄rue
lɯʔ ł lueฦๅlɯːฦๅlɯː łɨ lư̄lue
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Anmerkungen:
1. Nur in Kombination mit ร als Endkonsonant, d. h. ◌ร [ɔːn].
2. Nur im Wort ก็ [kɔ̂ː] „auch; also“.
3. Nur in bestimmten Wörtern.
4. Die thailändische Schulgrammatik zählt 32 Vokale, wobei diese Kombinationen mit ว (-w) bzw. ย (-j) (die man auch als Diphthonge oder Triphthonge analysieren könnte) traditionell nicht berücksichtigt werden.
5. Diese Kombinationen sind phonetisch nicht nur Vokale; die Zeichen werden jedoch traditionell zu den Vokalzeichen gezählt.

Ziffern

Weitere Informationen Zeichen, Wert ...
Zeichen
Wert 0123456789
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Anmerkung: Außer für Dokumente und Inschriften mit offiziellem oder religiösem Charakter oder mit historischem Bezug werden im täglichen Umgang indisch-arabische Ziffern benutzt.

Tonzeichen

Tonzeichen werden in Thai วรรณยุกต์ wanna yuk genannt. Tonzeichen können theoretisch über jedem Konsonanten stehen. In der Praxis werden sie aber hauptsächlich über folgenden Konsonanten verwendet: น, ม, พ, ค, ช, ต, ป, ก, ห, ส. Sie kommen nie bei folgenden Konsonanten vor ฐ, ฒ, ฆ, ฬ. Bei allen anderen Konsonantenbuchstaben gibt es wenige Wörter mit Tonzeichen. Allgemein kann man sagen, dass Tonzeichen bei Wörtern aus der ursprünglichen Thaisprache und bei chinesischen Fremdwörtern Verwendung finden, also bei einsilbigen Wörtern. Sie finden kaum Verwendung bei Fremdwörtern aus dem indischen Sprachraum. Man kann schon aus der Verwendung von Tonzeichen schließen, ob es sich bei einem Wort um ein Fremdwort oder ein ursprüngliches Thaiwort handelt. Tonzeichen werden nicht einem bestimmten Ton zugeordnet sondern mit den Nummern 1 bis 4 versehen.

Weitere Informationen Zeichen, Name ...
Zeichen Name Ermittlung des Tons / Bemerkung
Thai IPA
_่ไม้เอก máːj ʔèːküber Konsonanten der „hohen Klasse“: ergibt tiefen Ton
Über Konsonanten der „mittleren Klasse“: ergibt tiefen Ton
Über Konsonanten der „tiefen Klasse“: ergibt fallenden Ton

เอก kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „eins“.

_้ไม้โท máːj tʰoːüber Konsonanten der „hohen Klasse“: ergibt fallenden Ton
Über Konsonanten der „mittleren Klasse“: ergibt fallenden Ton
Über Konsonanten der „tiefen Klasse“: ergibt hohen Ton

โท kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „zwei“ (Englisch two).

_๊ไม้ตรี máːj triːüber Konsonanten der „mittleren Klasse“: ergibt hohen Ton

ตรี kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „drei“ (Englisch three).

_๋ไม้จัตวา máːj tɕàttàwaːüber Konsonanten der „mittleren Klasse“: ergibt steigenden Ton

จัตวา kommt ebenfalls aus dem Sanskrit und bedeutet „vier“ Man beachte die Unregelmassigkeit des Wortes. ต wird doppelt gesprochen und mit einem unsichtbaren Vokal „a“ versehen.

_็ไม้ไต่คู้ máːj tàjkʰúːSilbe wird kurz gesprochen, Ton bleibt unverändert
_์ไม้ทัณฑฆาต máːj tʰantʰákʰâːtDas Zeichen steht über einem stummen Endkonsonantenbuchstaben und markiert einem stummen Konsonantenbuchstaben, einen stummen Konsonanten-Cluster oder eine unausgesprochenen Silbe. Es wird immer das letzte Zeichen markiert. Beispiel: จันทน์ Mond ausgesprochen tɕān. Der Konsonanten-Cluster ทน wird nicht gesprochen. กษัตริย์ kà.sàt König. Die Silbe ริย wird nicht gesprochen. เทรนด์ tʰrēːn Trend. Der Konsonantenbuchstabe wird nicht gesprochen.
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Hat eine Silbe kein Tonzeichen, so hängt der Ton von der Klasse des einleitenden Konsonanten („hohe Klasse“, „mittlere Klasse“, „tiefe Klasse“), von der Vokallänge (kurz oder lang) und vom abschließenden Konsonanten (Sonorant oder Plosiv) ab. Beginnt die Silbe mit zwei Konsonanten, so ist der erste Konsonant maßgebend.

  • Silben mit langem Vokal oder mit abschließendem Sonoranten (m, n, ng):
    • hohe Klasse: steigender Ton (สี, [sǐː] – Farbe; สอง, [sɔ̌ːŋ] – zwei),
    • mittlere Klasse: Mittelton (ดู, [duː] – schauen; ดิน, [din] – Erde, Sand),
    • tiefe Klasse: Mittelton (ทา, [tʰaː] – auftragen; ทำ, [tʰam] – machen).
  • Silben mit langem Vokal und abschließendem Plosiv (b, d, g, p, t, k):
    • tiefe Klasse: fallender Ton (พูด [pʰûːt] – sprechen; มาก, [mâːk] – sehr),
    • mittlere Klasse: tiefer Ton (ปาก, [pàːk] – Mund),
    • hohe Klasse: tiefer Ton (ถูก, [tʰùːk] – billig, günstig).
  • Silben mit kurzem Vokal:
    • tiefe Klasse: hoher Ton (เล็ก, [lék] – klein),
    • mittlere Klasse: tiefer Ton (เด็ก, [dèk] – Kind),
    • hohe Klasse: tiefer Ton (สุข, [sùk] – gesund, glücklich).

Ton-Tabelle

Eine Kurzusammenfassung der Thai-Tonregeln.[80]

  • Lebendes Ende: Silben, welche mit einem langen Vokal oder mit einem Sonorant (m, n, ng) enden.
  • Totes Ende: Silben, welche mit einem kurzen Vokal oder mit einem Plosiv (b, d, g, p, t, k) enden.
Weitere Informationen Klasse beginnender Konsonant, Silbenende ...
Klasse beginnender Konsonant Silbenende Kein Tonzeichen -่ -้ -๊ -๋
Mittlere Konsonantenklasse Totes Ende Tiefer Ton - Fallender Ton Hoher Ton -
Mittlere Konsonantenklasse Lebendes Ende Mittlerer Ton Tiefer Ton Fallender Ton Hoher Ton Steigender Ton
Hohe Konsonantenklasse Totes Ende Tiefer Ton - Fallender Ton
Hohe Konsonantenklasse Lebendes Ende Steigender Ton Tiefer Ton Fallender Ton
Tiefe Konsonantenklasse Totes Ende (kurzer Vokal) Hoher Ton Fallender Ton -
Tiefe Konsonantenklasse Totes Ende (langer Vokal) Fallender Ton - Hoher Ton
Tiefe Konsonantenklasse Lebendes Ende Mittlerer Ton Fallender Ton Hoher Ton
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Ton-Tabelle Isaan

Für die Isaan Sprache gelten generell folgende Tonregeln, wenn sie mit der thailändischen Schrift geschrieben wird:

  • Silben mit langem Vokal oder mit abschließendem Sonoranten (m, n, ng)
    • Hohe Klasse: steigender Ton (สี, [sǐː] – Farbe; สอง, [sɔ̌ːŋ] – zwei)
    • Mittlere Klasse: tiefer Ton (ดู, [dùː] – schauen; ดิน, [dìn] – Erde)
    • Tiefe Klasse: hoher Ton (ทา, [tʰáː] – auftragen; ทำ, [tʰám] – machen)
  • Silben mit langem Vokal und abschließendem Plosiv (p, t, k)
    • Hohe Klasse: tiefer Ton (ถูก, [tʰùːk] – billig)
    • Mittlere Klasse: tiefer Ton (ปาก, [pàːk] – Mund)
    • Tiefe Klasse: fallender Ton (เลข (เลข, [lêːk]) – Zahl/Nummer; มาก, [mâːk] – sehr)
  • Silben mit kurzem Vokal und abschließendem Plosiv (p, t, k)
    • Hohe Klasse: steigender Ton (สุข, [sǔk] – glücklich)
    • Mittlere Klasse: steigender Ton (เด็ก, [děk] – Kind)
    • Tiefe Klasse: Mittelton (เล็ก, [lēk] – klein)
  • Silben mit kurzem Vokal ohne abschließenden Konsonanten
    • Hohe Klasse: steigender Ton (ผะ, [pʰǎʔ] – prallen)
    • Mittlere Klasse: steigender Ton (เตะ, [těʔ] – kicken)
    • Tiefe Klasse: Mittelton (แวะ, [wɛ̄ʔ] – vorbeischauen)

Die folgende Tabelle wurde auf Basis des Lao English Dictionary (Ausgabe 2003) Benjawan Poomsan Becker erstellt. Wenn Isaan mit der thailändischen Schrift geschrieben wird, gelten trotzdem die laotischen Ausspracheregeln. Becker bezieht sich auf den laotischen Zentraldialekt, der in den thailändischen Provinzen Nong Khai, Nong Bua Lamphu, Bueng Kan, Loei, Udon Thani, Yasothon, Khon Kaen und Teilen von Chaiyaphum verbreitet ist. Becker unterscheidet nicht zwischen dem Ton Steigend und Hoch Steigend. Sie schreibt: Laut laotischer Regierung gibt es 6 Töne in den nördlichen Dialekten und 5 Töne in zentralen und südlichen Dialekten. Da der Isaan primär von den ehemaligen Königreichen Vientiane und Champasak geprägt ist, folgt die Tabelle der 5-Ton-Theorie. Der Dialekt der Stadt Vientiane wird aber den 6-Ton-Dialekten zugeordnet, also der nördlichen Dialektgruppe. In der Provinz Chaiyaphum z.B. gibt es Gebiete, die 1827 von aus Vientiane vertriebenen Laoten besiedelt wurden. Sie sprechen einen Dialekt, der dem Dialekt der Stadt Vientiane zugeordnet wird. Die Tabelle kann also nur als grober Anhaltspunkt dienen. Örtliche Dialekte können andere Regeln anwenden.

  • Lebendes Ende: Silben, welche mit einem langen Vokal oder mit einem Sonorant (m, n, ng) enden.
  • Totes Ende: Silben, welche mit einem kurzen Vokal oder mit einem Plosiv (b, d, g, p, t, k) enden.
Weitere Informationen Nr., Klasse beginnender Konsonant ...
Nr.Klasse beginnender KonsonantSilbentyp / TonzeichenVokallängeStandart Thai TonIsaan /Laos Ton
1Mittlere KonsonantenklasseUnmarkiert (Lebend)BeliebigMittlerer TonTiefer Ton
2Mittlere KonsonantenklasseUnmarkiert (Tot)KurzTiefer TonSteigender Ton
3Mittlere KonsonantenklasseUnmarkiert (Tot)LangTiefer TonTiefer Ton
4Mittlere KonsonantenklasseMai Ek (่◌่)BeliebigTiefer TonMittlerer Ton
5Mittlere KonsonantenklasseMai Tho (◌้)BeliebigFallender TonFallender Ton
6Mittlere KonsonantenklasseMai Tri (◌๊)BeliebigHoher TonHoher Ton
7Mittlere KonsonantenklasseMai Chattawa ◌๋BeliebigSteigender TonSteigender Ton
8Hohe KonsonantenklasseUnmarkiert (Lebend)BeliebigSteigender TonSteigender Ton
9Hohe KonsonantenklasseUnmarkiert (Tot)KurzTiefer TonSteigender Ton
10Hohe KonsonantenklasseUnmarkiert (Tot)LangTiefer TonTiefer Ton
11Hohe KonsonantenklasseMai Ek (่◌่)BeliebigTiefer TonMittlerer Ton
12Hohe KonsonantenklasseMai Tho (◌้)BeliebigFallender TonTiefer Ton
13Tiefe KonsonantenklasseUnmarkiert (Lebend)BeliebigMittlerer TonHoher Ton
14Tiefe KonsonantenklasseUnmarkiert (Tot)KurzHoher TonMittlerer Ton
15Tiefe KonsonantenklasseUnmarkiert (Tot)LangFallender TonFallender Ton
16Tiefe KonsonantenklasseMai Ek (◌้)BeliebigFallender TonMittlerer Ton
17Tiefe KonsonantenklasseMai Tho (◌้)BeliebigHoher TonFallender Ton
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Typographische Zeichen

Weitere Informationen Zeichen, Thai ...
ZeichenThaiBedeutungUNICODE
ไม้ยมกmai yamok, Silbe oder Wort muss wiederholt werden0E46
ไปยาลน้อยpaiyan noi, Abkürzungszeichen,
wird zum Beispiel beim Namen von Bangkok benutzt.
0E2F
ฯลฯไปยาลใหญ่paiyan yai, entspricht „etc.“0E2F + 0E25 + 0E2F
ฟองมันfong man, markiert den Anfang eines Absatzes
(obsolet!)
0E4F
อังคั่นคู่angkhan khu, markiert das Ende eines Absatzes
(sehr selten benutzt)
0E5A
โคมูตรkhomut, markiert das Ende eines Kapitels oder eines Buches
(sehr selten benutzt)
0E5B
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Reform von 1942

Die Reform von 1942 sah die Ersetzung folgender Konsonantenbuchstaben vor.[81] Redudanzen von Konsonanten wären abgeschafft worden. Die Schrift wäre von 44 Konsonantenbuchstaben auf 31 reduziert worden. Man beachte, dass die laotische Schrift mit 26 Konsonantenbuchstaben und die Shan-Schrift mit 19 Konsonantenbuchstaben die thailändische Sprache ebenfalls abbilden kann. Die Reform legte Wert darauf, schwierig zu schreibende Konsonantenbuchstaben zu ersetzen. In der Reform wurde darauf geachtet, nur Konsonantenbuchstaben der gleichen Klasse zu ersetzen. Auch wurden selten benutzte Buchstaben ersetzt, siehe Häufigkeit.

Weitere Informationen Originalkonsonant, Thai Name ...
OriginalkonsonantThai NameTone KlasseErsatzkonsonantThai Name ErsatzkonsonantIPA
Do ChadaMitteDo Dek[d]
To PatakMitteTo Tao[t]
Tho ThanHochTho Thung[tʰ]
Tho NangmonthoTiefTho Thahan[tʰ]
Tho PhuthaoTiefTho Thahan[tʰ]
No NenTiefNo Nu[n]
So SalaHochSo Suea[s]
So RusiHochSo Suea[s]
Kho RakhangTiefKho Khwai[kʰ]
Cho ChoeTiefCho Chang[tɕʰ]
Yo YingTiefYo Yak[j]
Lo ChulaTiefLo Ling[l]
Pho SamphaoTiefPho Phan[pʰ]
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Weitere Zeichen welche durch die Reform ersetzt worden wären:

Weitere Informationen Original Buchstabe, Name ...
Original BuchstabeNameErsatzGrund / Klang
Mai Muan (Mai Malai)Beide repräsentieren den [aj]-Laut; vereinfacht zu einer Form.
Rueริ oder เรอStreichung dea Sanskrit vokalmässigen R (selten benutzt). (Beispiel: กฤษณา → กริสนา).
ฤๅRue (Lang)รือStreichung, (selten benutzt)
LueลิStreichung des Sanskrit vokalmässigen L (selten benutzt).
ฦๅLue (Lang)ลือStreichung, (selten benutzt)
◌์Thanthakhat (Karan)NoneDa nichtgesprochene Konsonantenzeicher ersatzlos gestrichen wurden (Beispiel: ศุกร์ → สุก).
ทรTho Thahan Ro Ruea (So So)Falscher Konsonanten-Cluster welcher als 'S' gesprochen wurde, Ersatz durch (Beispiel: ทราบ → ซาบ).
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Die วรรณคดีสโมสร [wān.ná.kʰā.dīː.sà.mōː.sɔ̌ːn] English Thai Literature Society wurde mit der Ausarbeitung der Reform betraut. Dabei handelte es sich um ein von der Regierung ernanntes Komittee welches mit Dekreten die Reform vorantrieb. Es bestand aus Sprachwissenschaftlern welche die Bemühungen der Regierung unterstützten, die thailändische Gesellschaft zu modernisieren und alte Verbindungen zu indischen und Khmer / Mon Kulturen abzuschaffen. Die Wörter sollten so geschrieben werden, wie sie gesprochen wurden. Khmer, Sanskrit und Pali Syntax sollten verschwinden. Damit folgten sie der Tempelliturgie, welche das selbe Ziel verfolgte. In der folgenden Tabelle wird anhand von ein paar Beispielen dargestellt wie sich วรรณคดีสโมสร die neue Rechtsschreibung vorgestellt hat.

Weitere Informationen Heutiges Thai, IPA ...
Heutiges ThaiIPA1942 ReformIPAÄnderungenBedeutung
กระทรวง[krà.sūaŋ]กะซวง[kà.sūaŋ]Der falsche Cluster tr wurde durch s ersestzt, r gestrichenMinisterium
ทรัพย์[sáp]ซับ[sáp]Der falsche Cluster tr wurde durch s ersestzt. Das stumme ya gestrichenVermögen
ทราบ[sâːp]ซาบ[sâːp]Der falsche Cluster tr wurde durch s ersetzt.wissen (Verb)
ทรง[sōŋ]ซง[sōŋ]Der falsche Cluster tr wurde durch s ersetzt.Königlicher Prefix
พรรณ[pʰān]พัน[pʰān]Ersetzung des doppelten 'r. Ersatz No Nen mit No NuSpezies
ธรรม[tʰām]ทัม[tʰām]Ersetzung des doppelten r. Ersatz Tho Thong mit Tho ThahanDharma
กรรม[kām]กัม[kām]Ersetzung des doppelten r.Karma
ภรรยา[pʰān.jāː]พันยา[pʰān.jāː]Ersetzung des doppelten r.Ehefrau
สรรพ[sàp]สับ[sàp]Ersetzung des doppelten r.All / Universal
ประเทศ[prà.tʰêːt]ปะเทส[pà.tʰêːt]Ersetzung So Sala mit So Suea, Streichung von rLand
พิเศษ[pʰí.sèːt]พิเสส[pʰí.sèːt]Ersetzung So Rusi mit So Sueaspeziell (Adjektiv)
ศึกษา[sɯ̀k.sǎː]สึกสา[sɯ̀k.sǎː]Ersetzung So Sala mit So SueaBildung
เศรษฐี[sèːt.tʰǐː]เสดถี[sèːt.tʰǐː]Ersetzung So Sala / So Rusi mit So Suea / Tho ThungMillionär
ปรากฏ[prāː.kòt]ปรากด[prāː.kòt]Ersetzung To Patak mit To Taoerscheinen (Verb)
อธิษฐาน[à.tʰí.tʰǎːn]อะทิถาน[à.tʰí.tʰǎːn]Ersetzung Tho Thong /So Rusi / Tho Thanbeten (Verb)
อัศจรรย์[à.tʰí.tʰǎːn]อัดสะจัน[àt.sà.tɕān]Neuerstellungwundersam (Adjektiv)
วิทยาwít.tʰá.jāːวิทิยาwí.tʰí.jāːNeuerstellungWissenschaft
จันทร์[tɕān]จัน[tɕān]Strechung von Tho / Ro und KaranMond
ศุกร์[sùk]สุก[sùk]Ersetzung So Sala Steichung Ro und KaranFreitag
สัตว์[sàt]สัด[sàt]Ersetzung Wo mit Do; Streichung KaranTier
มนุษย์[má.nút]มะนุด[má.nút]Ersetzung So Rusi mit Do, Streichung KaranMensch
อังกฤษ[āŋ.krìt]อังกิด[āŋ.kìt]Ersetzung Rue mit Ri, So Rusi with DoEnglisch
ทฤษฎี[tʰrít.sà.dīː]ทริสดี[tʰrít.dīː]Ersetzung Rue mit Ri; So Rusi mit So SoTheorie
รัฐบาล[rát.tʰà.bāːn]รัดถะบาล[rát.tʰà.bāːn]Ersetzung Tho Than mit Tho ThungRegierung
วัฒนธรรม[wát.tʰà.ná.tʰām]วัดทะนะทัม[wát.tʰà.ná.tʰām]Ersetzung Tho Phuthao / Tho ThongKultur
กษัตริย์[kà.sàt]กะสัด[kà.sàt]Komplete NeuerstellungKönig
ประพฤติ[prà.pʰrɯ́t]ปะพริต[pà.pʰrít]Streichung von r, Ersetzung Rue mit Ribenehmen (Verb)
ราษฎร[râːt.sà.dɔ̄ːn]ราสดอน[râːt.sà.dɔ̄ːn]Ersetzung von So Rusi / Do ChadaDas Volk
สุข[sùk]สุก[sùk]Ersetzung Kho Khai mit Ko Kai (as final)glücklich
เมฆ[mêːk]เมก[mêːk]Ersetzung Kho Rakhang mit Ko KaiWolke
อักษร[àk.sɔ̌ːn]อักสอน[àk.sɔ̌ːn]Ersetzung So Rusi mit So SueaSilbenzeichen, Alphabet
โฆษณา[kʰōːn.sà.nā]โคนสะนา[kʰōːn.sà.nā]Ersetzung Kho Rakhang / So Rusi / No NenWerbung
พยัคฆ์[pʰá.ják̚]พะยัก[pʰá.ják̚]Ersetzung Kho Rakhang; Streichung KaranTiger
กุญแจ[kūn.tɕɛ̄ː]กุนแจ[kūn.tɕɛ̄ː]Ersetzung Yo Ying mit No NuSchlüssel
สงบ[sà.ŋòp]สะงบ[sà.ŋòp]Addieren von Vokalzeichen afriedlich
สถานี[sà.tʰǎː.nī]สะถานี[sà.tʰǎː.nī]Addieren von Vokalzeichen aStation
ปรัชญา[pràt.jāː]ปัดยา[pàt.jāː]Ersetzung Choe / Yo Ying mith Do / Yo YakPhilosophie
กตัญญู[kà.tān.jūː]กะตันยู[kà.tān.jūː]Ersetzung Yo Ying mit No Nu / Yo Yakdankbar (Adjektiv)
บริบูรณ์[bɔ̄ː.rí.būːn]บอริบูน[bɔ̄ː.rí.būːn]Ersetzung von No Nen und Streichung von Karankomplett, vollständig
อาหาร[āː.hǎːn]อาหาน[āː.hǎːn]Ersetzung Ro Ruea mit No Nu am EndeSpeise
ทหาร[tʰá.hǎːn]ทะหาน[tʰá.hǎːn]Ersetzung Ro Ruea mit No Nu am EndeSoldat
ปัญญา[pān.jā]ปันยา[pān.jā]Ersetzung Yo Ying mit No Nu / Yo YakWeissheit
สัญญา[sǎn.jāː]สันยา[sǎn.jāː]Ersetzung Yo Ying mit No Nu / Yo YakVersprechen
พิศวง[pʰít.sà.wōŋ]พิดสะวง[pʰít.sà.wōŋ]Ersetzung So Sala mit So So. Einführung sara awundern (Verb)
กาญจนบุรี[kān.tɕà.ná.bù.rīː]กานจะนะบุรี[kān.tɕà.ná.bù.rīː]Ersetzung Yo Ying mit No NuKanchanaburi (Name einer Stadt)
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Das Komitee war in Teilen der Bevölkerung, besonders konservativen und königrtreuen Kreisen verhasst. Die Reformen wurden als „Tod der thailändischen Kultur“ tituliert. Das Komitee wurde 1944 aufgelöst, die Reformen zurückgenommen. In den 1960'zigern begannen die Pathet Lao eine vergleichbare Reform die erfolgreich war. Der Unterschied bestand in:

Weitere Informationen Besonderheit, Modernes Lao (Tai Noi Logik) ...
BesonderheitThailändische Reform von 1942Modernes Lao (Tai Noi Logik)Ergebnis
TonklasseVersteckt: Buchstaben wurden ersetzt, aber die alte Dreiklasseneinteilung blieb erhalten.Sichtbar: Die (Ho Sung) wurden verwendet, um die Tonlogik zu verdeutlichen.Wiederherstellung der Logik des 12. Jahrhunderts
SilbenUnübersichtlich: Konsonnten-Cluster wie [pr] und [kr] wurden beibehalten, auch wenn sie nicht ausgesprochen wurden.Konsonanten-Cluster wurden mit Ausnahme von [kw] abgeschafft, da dieses Cluster in laotisch auch gesprochen wurde.Einsilbig
Stumme BuchstabenIn vielen Fällen nicht durchgesetzt: Die Schrift wirkte immer noch wie eine altindische Sprache.Stumme Buchstaben wurden komplett abgeschaftt. Der altindische Ansatz ging verloren.Phonetisch
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Sukhothai

In folgender Tabelle wird der Unterschied zwischem der heutigen Thaisschrift und der Schrift der Sukhothai Periode (12 Jahrhundert, Entstehung der Thai Schrift dargestellt). Aus der Tabelle geht klar hervor, dass in der Sukhothaischrift 10 neue Konsonanten eingeführt wurden, für welche es keine Entsprechungen in den altindischen Schriften gab. Thai ist in keiner Weise mit altindischen Sprachen verwandt, sondern eine Sprache aus dem chinesischen Sprachgebiet. Die Sprache Khmer (eine altindische Schrift) wurde von den „Eingewanderten“ gewählt, weil sie im heutigen Gebiet von Thailand vorherrschend und besonders im religiösen Bereich weit verbreitet war. Vor der Einwanderung/Vertreibung der Thai aus dem heutigen China in das heutige Thailand, besaß die thailändische Sprache kein eigenes Schriftsystem. In der Tabelle werden nur die Konsonanten dargestellt. Die Vokale der Sukhothaischrift wurden nicht von der Khmer Schrift übernommen. Die Sukhothaischrift besaß eigene Vokale, die grundsätzlich hinter dem Konsonanten geschrieben wurden und keinerlei Ähnlichkeit mit der Khmerschrift hatten. Dies stellt den größten Unterschied zwischen der modernen thailändische Schrift und Sukhothaischrift dar. Die heutige thailändische Schrift verwendet die Vokale aus der Khmerschrift. Die innovative Lösung, alle Vokale hinter dem Konsonanten zu schreiben hatte, sich nicht durchgesetzt. Im 14. Jahrhundert wurden wieder Khmer Vokale eingesetzt, da die gebildete Elite primär Khmer als Schrift verwendete und die Innovation nicht mittrug.

Die Einteilung der Konsonantenzeichen in Mittel, Hoch und Tief fehlten bei der Sukhothaischrift. Die Klasse in der Tabelle wurde nur angegeben, um Zusammenhänge darzustellen. Die Einteilung in Klassen erfolgte erst viel später, um Lernenden eine Hilfe zu bieten – also Silben ohne Tonzeichen richtig zu sprechen. Eine Einteilung in stimmlos und stimmhaft findet im heutigen Thai keine Anwendung mehr.

Die Sukhothaischrift kannte zwei Tonzeichen, welche aber keine Entsprechung im heutigen Thai besitzen.

Mann kann davon ausgehen, dass die Sukhothaischrift von Khmer „Sprachexperten“ speziell für die Bedürfnisse der thailändischen Sprache aus der Khmer Schrift erschaffen wurde und es keine „wilde Entwicklung“ gab.

Die erheblichen Unterschiede zwischen der Sukhothaischrift und der heutigen thailändischen Schrift lässt sich wie folgt erklären: Sukhothaischrift wurde primär in Stein geritzt. Eckige Buchstaben waren von Vorteil, aber unpraktisch für das Schreiben auf Palmblätter. Die Entwicklung der thailändischen Schrift ging zu runden Buchstaben, welche mit einem einzigen Zug geschrieben werden konnten. Fast alle Konsonantenbuchstaben der heutigen Thaischrift (Ausnahme und ) verfügen über einen Kreis, da dieser schnell geschrieben werden konnte. Die größten Änderungen fanden während der Ayutthaya-Periode statt.

Weitere Informationen Thai, Klasse ...
Thai Klasse Aussprache Kategorie Varga Khmer Pallava Sukhothai
Mittel k / g stimmlos Velar
Hoch stimmlos Velar
Hoch stimmlos Keine Entsprechung Keine Entsprechung
Tief g / kʰ stimmhaft Velar
Tief ɣ stimmhaft Keine Entsprechung Keine Entsprechung
Tief g stimmhaft Velar
Tief ŋ stimmhaft Velar
Mittel stimmlos Palatal
Hoch tɕʰ stimmlos Palatal
Tief stimmhaft Palatal
Tief z~ʑ stimmhaft Keine Entsprechung Keine Entsprechung
Tief tɕʰ stimmhaft Palatal Spätere Entwicklung
Tief ɲ stimmhaft Palatal
Mittel ʔd stimmlos Retroflex Keine Entsprechung
Mittel t stimmlos Retroflex
Hoch stimmlos Retroflex
Tief d stimmhaft Spätere Entwicklung
Tief stimmhaft Spätere Entwicklung
Tief n stimmhaft Retroflex
Mittel ʔd stimmhaft Keine Entsprechung Keine Entsprechung
Mittel t stimmlos Dental
Hoch stimmlos Dental
Tief d stimmhaft Dental
Tief d stimmhaft Dental
Tief n stimmhaft Dental
Mittel ʔb stimmhaft Labial
Mittel p stimmlos Keine Entsprechung Keine Entsprechung
Hoch stimmlos Labial
Hoch f stimmlos Keine Entsprechung Keine Entsprechung
Tief b stimmhaft Labial
Tief v stimmhaft Keine Entsprechung
Tief b stimmhaft Labial
Tief m stimmhaft Labial
Tief j stimmhaft
Tief r stimmhaft
Tief l stimmhaft
Tief w stimmhaft
Hoch s stimmlos Keine Entsprechung
Hoch s stimmlos
Hoch s stimmlos
Hoch h stimmlos
Tief l stimmhaft Keine Entsprechung Spätere Entwicklung
Mittel ʔ stimmlos
Tief h stimmlos Keine Entsprechung Keine Entsprechung Spätere Entwicklung
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Die Tabelle fasst die Varga-Erweiterungen der thailändischen Schrift zusammen. Ursprünglich war die Sukhothaischrift ein rein phonetisches Werkzeug, das nur die 21 tatsächlich gesprochenen Laute der Thaisprache abbildete. Mit dem wachsenden Einfluss von Sanskrit und Pali reichte dieses einfache System nicht mehr aus, um religiöse Texte präzise abzubilden. Um das indische Vargasystem zu vervollständigen, entwickelten Schreiber zusätzliche Buchstaben, indem sie die einfachen Basiszeichen optisch modifizierten. Durch das Hinzufügen von Einkerbungen, Schleifen oder verlängerten Enden entstanden grafische Zwillinge, die heute zwar oft identisch klingen, aber die ursprüngliche altindische Schreibweise bewahren. Diese 18 Zeichen bilden somit die akademische Ebene der Schrift, die den Übergang von einer einfachen Volksschrift zu einem hochkomplexen System für Sakralsprachen markiert.

Weitere Informationen Nr., Buchstabe ...
Nr.BuchstabeKlasseIPAVisuelle BasisGesprochene BasisBasisklasseIPAVargaBemerkung


1Hoch[kʰ]Hoch[kʰ]VelarBehauchter Gaumenlaut, Obsolet
2Tief[kʰ]Tief[kʰ]VelarBehauchter Gaumenlaut, Obsolet
3Tief[kʰ]Tief[ɡʱ]VelarBehauchter Gaumenlaut
4Tief[t͡ɕʰ]Tief[ɟʱ]PalatalBehauchter Gaumenlaut (palatal)
5Tief[s]Tief[t͡ɕʰ]PalatalZahndamm-Reibelaut
6Mittel[t] / Mittel[ʈ]RetroflexUnbehauchter Verschlusslaut
7Mittel[d] / Mittel[ɖ]RetroflexUnbehauchter Verschlusslaut
8Hoch[tʰ]Hoch[ʈʰ]RetroflexBehauchter Zahnlaut
9Tief[tʰ]Tief[ɖʱ]RetroflexBehauchter Zahnlaut
10Tief[n]Tief[ɳ]RetroflexZahndamm-Nasallaut
11Tief[tʰ]Tief[dʱ]DentalBehauchter Zahnlaut
12Mittel[p]Mittel[p]LabialUnbehauchter Lippenlaut
13Hoch[f]Hoch[pʰ]LabialLippen-Zahn-Reibelaut
14Tief[f]Tief[pʰ]LabialLippen-Zahn-Reibelaut
15Tief[pʰ] / Tief[bʱ]LabialBehauchter Lippenlaut
16Hoch[s]Hoch[ɕ]AvargaZahndamm-Reibelaut
17Hoch[s]Hoch[ʂ]AvargaZahndamm-Reibelaut
18Tief[h]Hoch[h]AvargaHauchlaut (Glottal)
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Häufigkeit

In der folgenden Tabelle ist die Häufigkeit der Konsonanten in Wörtern dargestellt. Viele Konsonanten kommen nur in wenigen Worten oder nur in Ortsbezeichnungen vor. Ortsbezeichnungen werden in dieser Statistik nicht berücksichtigt.[82][83] Auch kann aus der Häufigkeit in Wörterbüchern nicht unbedingt auf die Häufigkeit eines Konsonanten im täglichen Gebrauch geschlossen werden. Es gibt Konsonanten, die in wenigen, aber vielbenutzen Wörtern vorkommen. Beispiel ภาษา (paasaa) Sprache, oder ขอบคุณ (khop khun) Danke.

Weitere Informationen Codepunkt, Bezeichnung ...
Codepunkt Bezeichnung Thai Konsonant Aussprache TNC v.1 LEXiTRON Data 2.0 Royal Institute Wörterbuch 2011
Unicode Häufigkeit
U+0E19 NO NUn9,68 %8,61 %8,29 %
U+0E23 RO RUAr7,47 %9,17 %9,04 %
U+0E2D O ANG-7,44 %6,61 %6,42 %
U+0E01 KO KAIg7,35 %7,54 %7,79 %
U+0E07 NGO NGUng6,90 %6,26 %5,66 %
U+0E21 MO MAm6,24 %5,77 %5,78 %
U+0E22 YO YAKy4,90 %4,90 %5,18 %
U+0E27 WO WAENw4,80 %4,71 %4,56 %
U+0E25 LO LINGl3,97 %4,26 %4,85 %
U+0E14 DO DEKkh3,96 %3,89 %3,60 %
U+0E17 THO THAHANth3,75 %2,89 %2,73 %
U+0E2B HO HIPh3,59 %3,26 %3,67 %
U+0E15 TO TAOdt3,31 %3,81 %3,93 %
U+0E04 KHO KHWAIkh3,09 %3,35 %2,47 %
U+0E2A SO SUAs3,07 %3,84 %4,13 %
U+0E1B PO PLAbp2,90 %2,60 %2,76 %
U+0E1A BO BAIMAIb2,88 %3,06 %3,06 %
U+0E08 CHO CHANch2,69 %2,05 %1,98 %
U+0E02 KHO KHAIkh2,13 %1,78 %1,88 %
U+0E1E PHO PHANph1,95 %2,27 %2,43 %
U+0E0A CHO CHANGch1,56 %1,73 %1,75 %
U+0E1C PHO PHUNGph0,86 %0,87 %0,72 %
U+0E16 THO THUNGth0,79 %0,79 %0,73 %
U+0E13 NO NENn0,64 %0,65 %0,80 %
U+0E28 SO SALAs0,60 %0,89 %0,90 %
U+0E18 THO THONGth0,56 %0,63 %0,78 %
U+0E29 SO RUSIs0,47 %0,56 %0,60 %
U+0E0D YO YINGy0,46 %0,57 %0,57 %
U+0E20 PHO SAMPHAOph0,44 %0,61 %0,70 %
U+0E0B SO SOs0,42 %0,45 %0,43 %
U+0E09 CHO CHINGch0,25 %0,29 %0,36 %
U+0E10 THO THANth0,20 %0,15 %0,20 %
U+0E1F FO FANf0,18 %0,44 %0,33 %
U+0E1D FO FAf0,13 %0,24 %0,20 %
U+0E0F TO PATAKph0,08 %0,08 %0,14 %
U+0E0E DO CHADAch0,08 %0,08 %0,08 %
U+0E12 THO PHUTHAOph0,07 %0,04 %0,04 %
U+0E2E HO NOKHUKh0,06 %0,10 %0,12 %
U+0E11 THO NANGMONTHOn0,03 %0,11 %0,14 %
U+0E06 KHO RAKHANGkh0,03 %0,07 %0,12 %
U+0E2C LO CHULAl0,02 %0,03 %0,07 %
U+0E0C CHO CHOEch0.003%0,01 %0,03 %
U+0E03 KHO KHUATkh0.001%0%0%
U+0E05 KHO KHONkh0.0003%0%0%
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Sortierung

Thai wird nach folgender Präferenz sortiert: An erster Stelle stehen die Konsonanten in der Reihenfolge ก ข ฃ ค ฅ ฆ ง จ ฉ ช ซ ฌ ญ ฎ ฏ ฐ ฑ ฒ ณ ด ต ถ ท ธ น บ ป ผ ฝ พ ฟ ภ ม ย ร ฤ ฤๅ ล ฦ ฦๅ ว ศ ษ ส ห ฬ อ ฮ. An zweiter Stelle stehen nicht geschriebene Vokale, also a und o. (Im Gegensatz zu der Ursprungsschrift Khmer werden Konsonanten keine festen Vokale zugeordnet.) An dritter Stelle stehen die Vokale in der Reihenfolge ◌ะ ◌ั ◌า ◌ำ ◌ิ ◌ี ◌ึ ◌ื ◌ุ ◌ู เ◌ แ◌ โ◌ ใ◌ ไ◌, dabei steht für einen beliebigen Konsonanten. Als Merkhilfe mag dienen, dass Konsonanten mit nachgestellten Vokalen vor solche mit vorangestellten einsortiert werden. An letzter Stelle kommen die Tonzeichen ◌็ ◌่ ◌้ ◌๊ ◌๋, wobei Silben ohne Tonzeichen vor solchen mit Tonzeichen stehen.[84]

Diese Sortiermethode führt zu zahlreichen Problemen für Studierende der Sprache oder Thai-Analphabeten. Die Silbe mit der Aussprache than kann auf unterschiedliche Weise geschrieben werden. Schließlich gibt es 6 Konsonanten, welche im lateinischen Alphabet mit th geschrieben werden können. Es gibt 5 Methoden, den lateinischen Vokal a darzustellen. Und es gibt in der thailändischen Sprache 6 verschiedene Methoden, ein lateinisches 'n' am Ende einer Silbe zu schreiben. Dazu kommen die Tonzeichen. Für das von Thai transkribierte Wort than gibt es also mindestens 12 verschiedene Thai Wörter. (Nicht alle Kombinationen werden in Thai als Wort verwendet) ฐาน, ถัน, ถั่น, ทัน, ทันฅ์, ทันธ์, ทาน, ทานต์, ท่าน, ถาน, ธัญ, ธาน. In einem Wörterbuch können sie an den verschiedensten Stellen stehen. Kennt man die Schreibweise des thailändischen Wortes nicht, ist eine Suche im Wörterbuch mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden.[85][86]

Thailändische Schrift am Computer

Zur Verarbeitung von thailändischen Schriftzeichen wird in Unicode der Unicodeblock Thailändisch (U+0E01 bis U+0E7F) verwendet. Daneben ist in Thailand vor allem die ASCII-Erweiterung Thai Industrial Standard 620-2533 (TIS-620) in Gebrauch. Eine fast identische Variante dazu ist der Zeichensatz ISO 8859-11.

Betriebssystemspezifische Zeichensätze für thailändische Schrift gibt es für Microsoft Windows (Codepage 874), Linux und Apple Macintosh.

In Windows gibt es das standardmäßige Werkzeug osk.exe, das eine mit der Maus zu betätigende Bildschirmtastatur (On-Screen-Keyboard) darstellt und mit Hilfe der Sprachauswahl in der Taskleiste umgeschaltet werden kann. Hat man unter der Windows-Steuerung „Thai“ aktiviert, kann man diese Variante über osk nutzen, sofern die benutzte Software dies zulässt.

Eines der größten Probleme der Thai-Schrift ist die Sortierung. Die Schreib- und Leserichtung innerhalb einer Silbe ist nicht eindeutig. Deswegen müssen Einträge, z. B. in einer Datenbank nach Silben sortiert werden und nicht nach Buchstaben. So muss z. B. das Wort „ไม่“ (mai, Verneinung also, nein oder nicht) von rechts nach links sortiert werden. Im Wörterbuch findet man den Eintrag nicht unter „ไ“, sondern unter „ม“. Schwierig wird es bei dem Wort „เป็น“ (bpen sein). Die Sortierung beginnt bei „ป“ (b) darauf folgt „เ“ (e) und dann das „น“ (n). In der Vergangenheit waren die wenigsten Datenbanksysteme in der Lage, Thai richtig zu sortieren.

Ein weiteres Problem stellen die fehlenden Abstände zwischen Wörtern dar. Computerprogramme taten und tun sich in dieser Richtung schwer. Oft muss mit Wörterbüchern gearbeitet werden, um einen Satz in seine Worte zu zerlegen. Ein weiteres Problem stellt die Tatsache dar, dass Vokale vor, nach, unter oder über Konsonanten geschrieben werden. Besonders bei Tastatureingabegeräten und bei der Darstellung führt dies zu großen technischen Problemen der Programmierung von Betriebssystemen. Auch können sich Vokale aus mehreren Zeichen zusammensetzen. Lange Zeit war es nicht möglich, Thai ordentlich darzustellen oder zu drucken. Die Philosophie des Thai-Alphabets war gegenüber westlichen Alphabeten zu verschieden und zu komplex.

Auf der Benutzeroberfläche sind virtuelle Tastaturen wie Lexilogos verfügbar.[87]

Pali

Vor der Reform von König Mongkut (1804–1868) wurden religiöse Pali-Texte[88] hauptsächlich in Khom-Thai-Schrift อักษรขอมไทย, ausgesprochen akson khom thai, geschrieben. Der König ordnete jedoch an, dass in Zukunft die Thai-Schrift für religiöse Schriften verwendet werden sollte.[89][90] Seit dem 10. Jahrhundert verwendeten Thai-Völker die Khmer-Schrift, als sie von China kommend in das Gebiet der Khmer und Mon vorrückten. Sie modifizierten die Schrift, da es doch erhebliche Unterschiede zwischen der tonalen Sprache Thai und der nicht tonalen Sprache Khmer gab. Das Ergebnis wurde Khom-Thai-Schrift genannt und wurde seit dem 13. Jahrhundert verwendet. Auch heute noch werden religiöse Texte in der Khmer-Schrift geschrieben, aber üblich ist die Thai-Schrift. Wird Pali mit der Thai-Schrift geschrieben, dann werden 34 Konsonantenzeichen und 8 Vokalzeichen verwendet.[91] Da Pali im Gegensatz zu Thai keine tonale Sprache ist, entfallen Tonzeichen. Thai verwenden aber sehr wohl Töne, wenn Pali laut gelesen wird. Die Töne werden durch die Klasse des Konsonanten bestimmt. Wörter werden im Gegensatz zu Thai mit einem Leerzeichen getrennt. Wie in der thailändischen Sprache gibt es einen ungeschriebenen Vokal. Wird einem Konsonanten kein Vokalzeichen hinzugefügt, dann spricht man nach dem Konsonanten ein nicht geschriebenes a.[92][93] Beispiel มณี Juwel: zweisilbiges Wort ausgesprochen m(a)ni. Pali besitzt keine eigene Schrift und wird in vielen Alphabeten geschrieben. Es gibt 8 Vokale in Pali[94]: a, i, u gibt es in einer kurz und langgesprochenen Variante. Langgesprochene Vokale werden in der Literatur mit einem Strich wie bei ā markiert. Die Vokale e, o werden immer lang gesprochen. Unter lang gesprochen versteht man doppelt so lang wie kurz gesprochen.[95] Pali definiert 33 Konsonanten, welche in Gruppen zusammengefasst werden.[96] Das entspricht dem Varga System.

Ursprünglich wurde wie im romanisierten Pali das Phinthu-Zeichen verwendet. Es handelt sich um einen kleinen Punkt unter dem Konsonanten. Das Phinthu-Zeichen legt fest, dass der normalerweise nicht geschriebene Vokal 'a' nicht gesprochen wird und es sich damit um eine Silbe der Form KVK handelt. Beispiel พุทฺธ ausgesprochen (Phut-Tha) der Buddha als Basiswort. Ohne das Phinthu-Zeichen müsste man พุทธ nach Pali-Logik als Phu-Tha-Tha aussprechen - 3 KV Silben. In Shan wird Buddha (พุทฺธ) wie folgt geschrieben ပုတ်ထ. Klar ist das Silbenendzeichen über dem zweiten Konsonanten zu erkennen. In der modernen thailändischen Tempelliteratur wird das Phinthu Zeichen nicht mehr verwendet. Stattdessen wird der kurze Vokal ◌ะ verwendet. Aus พุทธ entsteht พุทธะ also Phut-Tha, ein zweilsilbiges Wort, welches von rechts nach links in Silben zusammengefasst werden kann. Das entspricht der Schreibweise des modernen Laotischen ພຸດທະ.

Auch muss man beachten, dass Wörter in Thai und Thai-Pali unterschiedlich geschrieben werden. So wird z.B. Dharma in Thai wie folgt geschrieben ธรรม Tham in Thai-Pali jedoch ธัมม oder ธัมมะ Thama, je nach Ausrichtung, ob es sich um wissenschaftliche Ableitungen handelt oder eher um Literatur für den täglichen Gebrauch. Auch kann man in Thai Tempeln feststellen, dass Dharma mit einem 'TH' gesprochen wird und nicht mit 'DH' wie in internationalen akademischen Kreisen. Dasselbe gilt für Buddha. Der Name wird mit 'PH' ausgesprochen und nicht mit 'B'. ธัมมัง Zur Dharma wird im übrigen wie 'Tham-mang' gesprochen und nicht wie international üblich als 'Dham-mam'.

Man kann also feststellen, dass Thai-Pali anders gesprochen und geschrieben wird als Pali in internationalen, akademischen Kreisen. Und man kann feststellen, dass verschiedene Thai-Tempel Pali nicht einheitlich schreiben. Zwar gibt es einen Standard, aber nicht jeder Tempel setzt diesen auch ein. So verwendet der Tempel Wat Arun in Bangkok und der Tempel Wat Baan Rai in Korat komplett verschiedene Schreibweisen.

Es ist klar zwischen Thai-Pali unf Pali/Sanskrit Lehnwörter in der thailändischen Schrift zu unterscheiden. Beispiel: Das Wort Dharma wird in Thai ธรรม tham geschrieben, in Thai-Pali jedoch ธัมมะ thamma. Die Schreibweise รร wurde in der Sukhothaischrift eingeführt und wurde wie ar gesprochen. Die Kombination wurde รูปสระ rup sara genannt. Im 14. Jahrhundert wurden die Vokale der Sukhothaischrift wieder abgeschafft und stattdessen das Vokalsystem der Khmerschrift übernommen. Doch der Syntax von religiösen Wörtern wurde beibehalten. ธัมมะ dagegen orientiert sich am ursprünglichen Pallava, wobei auch hier das r am Silbenende komplett verschwand. Pallava verwendete das Repha Zeichen um ein r anzudeuten. Das Zeichen wurde über dem Konsonanten geschrieben.

Die 8 Vokale

Weitere Informationen Thai, Deutsch ...
Thai Deutsch Aussprache Bemerkung / Beispiele
◌ะ a kurz Bei Konsonant-Vokal-Konsonant-Silben geschrieben als ◌ั Beispiel ธัง [tʰāŋ] ihn oder เวระ [wēː.rá] Hass
◌า a lang Beispiel สิกขา [sìk.kʰāː] lernen
◌ิ i kurz Beispiel สิกขา [sìk.kʰāː] lernen
◌ี i lang Beispiel มณี [mā.ɳīː] Juwel
◌ุ u kurz Beispiel อุจ [ʔút.t͡ɕá] gross (Im Sinne von Höhe), สุรา [sù.rāː] Berauschendes Getränk
◌ู u lang Beispiel วิภู [wí.pʰūː] Herrscher, Gebieter
เ◌ e lang Beispiel เวระ [wēː.rá] Hass
โ◌ o lang Beispiel โภชนา [pʰōː.t͡ɕʰā.nāː] Speise, Mahlzeit
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Die 35 verwendeten Konsonantenzeichen

Bei der Aussprache muss man zwischen Pali und Thai-Pali unterscheiden. In thailändischen Tempeln wird Pali oftmals anders ausgesprochen wir im romisierten, internationalem Pali. คัจฉามิ wird als khạcc̄hāmi in Thai Tempeln im täglichen Gebrauch gesprochen, in akademischen Pali Kreisen aber gạcc̄hāmi. Bei der Liste muss in der Spalte Khom Thai berücksichtigt werden dass 2 Zeichen dargestellt werden. Das obere Zeichen zu Beginn einer Silbe, das untere Zeichen in eeiner Konsonantenkombination.

Weitere Informationen Nr., Thai ...
Nr. Thai International Klasse Aussprache Gruppe Khom Thai Devanagari
1 k (Thai g) Wie in gut Tief Gruppe 1
2 kh Hoch Gruppe 1
3 g (Thai kh) Wie in Katze Tief Gruppe 1
4 gh Tief Gruppe 1
5 Wie in Ring Tief Gruppe 1
6 c Wie in Englisch chair Mitte Gruppe 1
7 ch Wie in Englisch rich Hoch Gruppe 2
8 j Wie in Englisch joy Tief Gruppe 2
9 jh Tief Gruppe 2
10 Mitte Gruppe 3
11 ṭh Tief Gruppe 3
12 Tief Gruppe 3
13 ḍh Tief Gruppe 3
14 Tief Gruppe 3
15 t Wie in Turm Mitte Gruppe 3
16 th Tief Gruppe 3
17 d Wie in Dach Tief Gruppe 4
18 dh Aspiriertes Tief Gruppe 4
19 n Wie in Name Tief Gruppe 4
20 p Wie in Paula Mitte Gruppe 4
21 ph Hoch Gruppe 4
22 b Tief Gruppe 5
23 bh Tief Gruppe 5
24 m Wie in Mutter Tief Gruppe 5
25 y Wie in Englisch yes Tief Gruppe 5
26 r Wie in Ring Tief Gruppe 5
27 Tief Gruppe 5 (Eigentlich kein Konsonant, aus Sanskrit)
28 l Wie in lang Tief Gruppe 5
29 v Wie in wie Tief Gruppe 5
30 ś Hoch Gruppe 5
31 Hoch Gruppe 5
32 s Hoch Gruppe 5
33 h Wie in heiß Hoch Gruppe 5
34 Tief Gruppe 5
35 Eigentlich zur Darstellung von Vokalen Mitte Gruppe 5
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Tonregeln

Obwohl Pali keine tonale Sprache ist, rezipieren thaiändische Mönche und Gläubige Pali-Texte mit Tönen. Dabei kommen die Konsonantenklassen zum Einsatz. Tonzeichen werden beim Schreiben von Pali nicht verwendet. Bei Silben mit kurzem Vokal, welche auf einen nasalen Konsonanten enden, gilt die Regel für langgesprochene Vokale.[97][98] Es gibt aber Tempel welche sehrwohl den fallenden Ton verwenden, und damit die Thai-Tonregeln komplett umsetzen.

Weitere Informationen Konsonantenklasse, Vokallänge ...
Konsonantenklasse Vokallänge Ton
Tief Kurz Hoher Ton
Tief Lang Mittlerer Ton
Mittel Kurz Tiefer Ton
Mittel Lang Mittlerer Ton
Hoch Kurz Tiefer Ton
Hoch Lang Steigender Ton
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Beispiele

Das Beispiel ist unter dem Namen Drei Juwelen im Buddhismus bekannt.[99][100]

Weitere Informationen Pali in Thai-Schrift, Aussprache ...
Pali in Thai-SchriftAusspracheOffizielle Thai ÜbersetzungBedeutung
พุทธัง สะระณัง คัจฉามิ Phuthṭhạng s̄araṇạng khạcc̄hāmi ข้าพเจ้าขอถือเอาพระพุทธเจ้าเป็นที่พึ่งที่ระลึก Ich nehme den Lord Buddha als meine Zuflucht.[101]
ธัมมัง สะระณัง คัจฉามิ Ṭhạmmạng s̄araṇạng khạcc̄hāmi ข้าพเจ้าขอถือเอาพระธรรมเป็นที่พึ่งที่ระลึก Als Andenken nehme ich Zuflucht zum Dharma.
สังฆัง สะระณัง คัจฉามิ S̄ạngḳhạng s̄araṇạng khạcc̄hāmi ข้าพเจ้าขอถือเอาพระสงฆ์เป็นที่พึ่งที่ระลึก Ich möchte die Mönche[102] zu meiner Zuflucht nehmen. (Siehe Sangha)
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Das Beispiel wird dreimal hintereinander gesprochen. Das zweite Mal wird jede Zeile mit ทุติยัมปิ Thu ti yạmpi und das dritte Mal mit ตะติยัมปิ Ta ti yạmpi begonnen.[103]

Das zweite Beispiel sind die acht Gebote des Buddhismus (Attha Sila ศีลแปด)[104] Man beachte, dass die Darstellung komplett verschieden als im ersteren Beispiel erfolgt. เวระ มณี wird mit einem Abstand geschrieben Vera-Mani. Dies ist eigentlich nicht richtig, weil es sich um ein Wort handelt เวระมณี Veramani. Die verschiedenen Thai Tempel sind aber autonom, wie sie Pali in Thaischrift darstellen. Im folgenden Beispiel legt der Tempel Wert darauf, dass es thaisprechende Gläubige so einfach wie möglich haben, Pali richtig auszusprechen (Silbentrennung). In der Schrift wird keinerlei Wert auf akademische Richtigkeit gelegt. Da Pali in Klosterschulen durch reines Auswendiglernen gelehrt wird und keinerlei grammatikalische Schulung erfolgt, ist die Vorgehensweise des Tempels verständlich. Anderseits kann man erkennen, dass die Verwendung des nicht geschriebenen Konsonanten A nicht konsequent erfolgt เวระ มณี statt เวระมะณี.

Weitere Informationen Pali in Thai-Schrift, Aussprache ...
Pali in Thai-Schrift Aussprache Bedeutung
ปา ณาติ ปา ตา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Pā nā ti pā tā vera manī sikkhā pa dam sa mā diyā mi Ich werde das Gebot befolgen, nicht zu töten.
อะทิน นา ทา นา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Adin nā dā nā vera manī sikkhā pa dam sa mā diyā mi Ich werde das Gebot befolgen, nicht zu stehlen.
อะพรัหมะ จะ ริยา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Ahbrahma ca riyā vera manī sikkhā pa dam sa mā diyā mi Ich werde das Gebot befolgen, mich sexuell zu enthalten.
มุสาวาทา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Musāvāda vera manī sikkhā pa dam samā diyā mi Ich werde das Gebot befolgen, nicht zu lügen.
สุรา เมระยะ มัชชะ ปะ มา ทัฏ ฐานา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Surā meraya majja pa mā dat thānā vera manī sikkhā pad am sa mād iyā mi Ich werde das Gebot befolgen, mich von Alkohol und Drogen fernzuhalten, weil diese zu Fahrlässigkeit führen.
วิกาละ โภชนา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Vikāla bhojanā vera manī sikkhā pa dam sa mā diyā mi Ich werde das Gebot befolgen, nach dem Mittag und vor Sonnenaufgang zu essen.
นัจ จะ คีตะ วาทิตะ วิสู กะ ทัสสะ นะ มาลา คัน ธะวิเล ปะ นะ ธาระณะมัณฑะ นะ วิภู สะนัฏ ฐานา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Nac cā gīta vādita visu kka dassa nā mālā gandha vilepana dhārana mandana vibhu sanat hānā vera mani sikkhā pa dam sa mā diya mi Ich werde das Gebot befolgen, nicht zu tanzen, singen, musizieren, Vorführungen anzusehen, Schmuck zu tragen und Parfüm und Kosmetika zu konsumieren.
อุจ จาสะ ยะ นะ มะ หา สะ ยะ นา เวระ มณี สิกขา ปะ ทัง สะ มา ทิยา มิ Uc casa ya na ma hā sa ya nā vera manī sikkhā pa dam sa mā diya mi Ich werde das Gebot befolgen, keine luxuriösen Betten und Sitze zu verwenden.
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Siehe auch

Literatur

  • Danvivathana, Nantana: The Thai Writing System, Buske, Hamburg 1987, ISBN 978-3-87118-753-7.
  • Fischer, Gero: Einführung in die thailändische Schrift, Buske, Hamburg 1993, ISBN 978-3-87548-054-2.
  • Haas, Mary R[osamond]: The Thai System of Writing. Washington: American Council of Learned Societies, 1956.
  • Jenny, Mathias: Writing Systems of MSEA. In: Paul Sidwell, Mathias Jenny (Hrsg.): The Languages and Linguistics of Mainland Southeast Asia. A Comprehensive Guide. Berlin/Boston: De Gruyter Mouton, 2021; S. 879–906.
  • Sidwell, Paul und Mathias Jenny: MSEA epigraphy. In: Paul Sidwell, Mathias Jenny (Hrsg.): The Languages and Linguistics of Mainland Southeast Asia. A Comprehensive Guide. Berlin/Boston: De Gruyter Mouton, 2021; S. 855–878.
  • Kummer, Manfred: Einführung in das Leseverständnis der thailändischen Sprache, Groos, Heidelberg 1994, ISBN 3-87276-705-4.
  • Stopperka, Ulf: Einführung in die thailändische Schrift, Buske, Hamburg 2017, ISBN 978-3-87548-815-9.
Commons: Thailändische Schrift – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

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