Ḫatepuna
hattische Göttin
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Ḫatepuna, auch Ḫatepinu, ist eine hattische Göttin. Sie ist die Gattin des Vegetationsgottes Telipinu.[1]
Ihr Name enthält möglicherweise hattisch ḫan „Meer“ (Bedeutung nicht gesichert), und pinu „Kind“ und könnte dann als *ḫan=te=fin „des Meeres seine Tochter“ gedeutet werden. Ein weiterer Name für sie ist Ḫalipinu.[2] Auf Basis der Etymologie des Namens wird sie oft mit der Tochter des Meeresgottes gleichgesetzt, die im Mythos von Telipinu und die Tochter des Meeres eine wichtige Rolle spielt: Im Zuge der Rettung der Sonne (Ištanu) aus den Händen des Meeresgottes[3] raubt Telipinu dessen Tochter. Telipinus Vater, der Wettergott Tarḫunna,[4] und der Meeresgott einigen sich daraufhin unter Vermittlung der Göttin Ḫannaḫanna auf einen Brautpreis. Ḫatepunas Kultort lag in Maliluḫa.
Literatur
- Volkert Haas: Die hethitische Literatur. Walter de Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018877-5, S. 115 f., 198.
- Volkert Haas, Heidemarie Koch: Religionen des alten Orients: Hethiter und Iran. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-525-51695-9.