(1167) Dubiago
Asteroid des Hauptgürtels
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(1167) Dubiago ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 3. August 1930 vom sowjetischen Astronomen Jewgeni Fjodorowitsch Skworzow am Krim-Observatorium in Simejis bei einer Helligkeit von 13,7 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er am gleichen Ort bereits am 6. September 1924 fotografiert worden war.
| Asteroid (1167) Dubiago | |
|---|---|
| Berechnetes 3D-Modell von (1167) Dubiago | |
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3,414 AE |
| Exzentrizität | 0,067 |
| Perihel – Aphel | 3,184 AE – 3,643 AE |
| Neigung der Bahnebene | 5,7° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 223,3° |
| Argument der Periapsis | 72,6° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 23. Oktober 2024 |
| Siderische Umlaufperiode | 6 a 112 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 16,10 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 63,1 km ± 5,6 km |
| Albedo | 0,05 |
| Rotationsperiode | 1 d 11 h |
| Absolute Helligkeit | 9,8 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
D |
| Geschichte | |
| Entdecker | Jewgeni F. Skworzow |
| Datum der Entdeckung | 3. August 1930 |
| Vorläufige Bezeichnung | 1924 RF, 1930 PB, 1931 VJ1, 1938 WW, 1950 QX |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Alexander Dmitrijewitsch Dubjago (1903–1959), einem bedeutenden Astronomen der UdSSR. Der Namensvorschlag stammte vom Institut für Theoretische Astronomie in Leningrad.
(1167) Dubiago wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (1167) Dubiago, für den damals Werte von 63,1 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen, die im Juni und Dezember 2006 und im August 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, führte 2012 zu Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 76 ± 1 km bzw. 0,04.[2]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 14. bis 17. März 1990 am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde zunächst eine Rotationsperiode von 14,30 h abgeleitet.[3] Weitere Beobachtungen erfolgten zu mehreren Gelegenheiten am Oakley Southern Sky Observatory, der australischen Außenstation des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana: Vom 24. bis 27. Januar 2009,[4] vom 20. bis 24. März 2010[5] sowie vom 16. bis 30. Mai 2017. In allen Fällen konnten die registrierten Daten aber nicht weiter ausgewertet werden.[6]
Bei der 1990 ermittelten Rotationsperiode handelte es sich um eine Fehlauswertung, denn eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium in Kalifornien ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (1167) Dubiago einen deutlich längeren Wert von 34,8 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 75,3 ± 0,9 km abgeleitet.[7] Neue Messungen des Asteroiden vom 23. bis 31. Oktober 2019 während sieben Nächten am Command Module Observatory in Arizona bestätigten dieses Ergebnis mit einer abgeleiteten Periode von 34,818 h.[8]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde dann in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 34,8914 h berechnet.[9] Aus den gleichen Daten konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 34,889 h bestimmt werden.[10]
Siehe auch
Weblinks
- (1167) Dubiago beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (1167) Dubiago in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (1167) Dubiago in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (1167) Dubiago in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).