(1280) Baillauda

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(1280) Baillauda ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 18. August 1933 vom belgischen Astronomen Eugène Delporte an der Königlichen Sternwarte von Belgien in Uccle/Ukkel entdeckt wurde. Am 19. August erfolgte noch eine unabhängige Entdeckung durch Grigori Nikolajewitsch Neuimin am Krim-Observatorium in Simejis bei einer Helligkeit von 13,8 mag. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 12. April 1912 an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg sowie am 18. und 20. April 1931 am Lowell-Observatorium in Arizona fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(1280) Baillauda
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,414 AE
Exzentrizität 0,043
Perihel – Aphel 3,269 AE  3,560 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 6,426°
Länge des aufsteigenden Knotens 292,5°
Argument der Periapsis 90,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 3. Oktober 2022
Siderische Umlaufperiode 6 a 113 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,11 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 50,8 km ± 2,0 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 12 h 39 min
Absolute Helligkeit 10,1 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
X
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Eugène Delporte
Datum der Entdeckung 18. August 1933
Andere Bezeichnung 1912 GB, 1931 HE, 1933 QB, 1946 SF, 1959 UK, 1961 AN
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt zu Ehren des französischen Astronomen Jules Baillaud (1876–1960), Astronom am Pariser Observatorium und Direktor der Sternwarte Pic-du-Midi von 1937 bis 1947. Dies gilt entgegen der ursprünglichen Absicht des Entdeckers, der wohl seinen Vater, des Astronomen Benjamin Baillaud, gemeint hatte. Aber nach langjähriger Zuschreibung zum Sohn beließ es das Committee on Small Body Nomenclature (CSBN) der Internationalen Astronomischen Union (IAU) dabei und stattdessen wurde 2007 der Asteroid (11764) Benbaillaud dem Vater gewidmet.

(1280) Baillauda wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (1280) Baillauda, für die damals Werte von 50,8 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen, die im Mai 2006 und im Februar und August 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, führte 2012 zu Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 54 ± 1 km bzw. 0,05.[2]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (1280) Baillauda eine taxonomische Klassifizierung als X-Typ.[3]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 14. bis 20. August 1990 am Observatorium von Loiano in Italien. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von etwa 12,6 h abgeleitet.[4]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde dann in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 12,66394 h berechnet.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise

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