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(483) Seppina

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(483) Seppina ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 4. März 1902 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 2. April 1896 an Wolfs Privatsternwarte in Heidelberg fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(483) Seppina
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Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,424 AE
Exzentrizität 0,050
Perihel – Aphel 3,253 AE  3,596 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 18,8°
Länge des aufsteigenden Knotens 173,9°
Argument der Periapsis 163,8°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 17. August 2025
Siderische Umlaufperiode 6 a 123 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,09 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 66,9 km ± 0,9 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,18
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 12 h 44 min
Absolute Helligkeit 8,4 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 4. März 1902
Vorläufige Bezeichnung 1896 GA, 1902 EJ, 1942 OE, 1955 QJ
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach dem Hund Sepp des Entdeckers.

(483) Seppina wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (483) Seppina, für die damals Werte von 69,4 km bzw. 0,17 erhalten wurden.[1] Mit dem Satelliten Midcourse Space Experiment (MSX) wurden 1996 bis 1997 im Rahmen der Infrared Minor Planet Survey (MIMPS) Daten gewonnen, aus denen Werte von 69,2 km bzw. 0,17 bestimmt wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 85,0 km bzw. 0,11.[3] Eine Analyse von Beobachtungen, die im Juni und Dezember 2006 und August 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, ergab 2012 Werte für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 70 ± 1 km bzw. 0,17.[4] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 66,9 km bzw. 0,18 korrigiert.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 11. bis 27. Juli 1986 am La-Silla-Observatorium in Chile. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 12,727 h bestimmt.[6] Aus archivierten Lichtkurven wurde dann in einer Untersuchung von 2015 eine Periode von 12,719 h abgeleitet.[7]

Terrestrische Beobachtungsdaten vom 20. Januar bis 22. März 2015 und 4. Januar bis 2. April 2016 des Astronomischen Observatoriums der Adam-Mickiewicz-Universität Posen in Polen in Verbindung mit weiteren Daten der Raumsonde Gaia aus dem Zeitraum September 2014 bis Mai 2016 ermöglichten in einer Untersuchung von 2022 für (483) Seppina Rotationsperioden von 12,7219 bzw. 12,7207 h zu bestimmen.[8] Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion nur eine prograde Rotation und eine Periode von 12,72081 h berechnet werden.[9]

Mit archivierten Daten aus dem Zeitraum 1986 bis 2018 wurden dann in einer Untersuchung von 2021 zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 12,72097 h berechnet. Außerdem konnten mit einer thermophysikalischen Modellierung für den mittleren Durchmesser und die Albedo Werte von 73–74 km bzw. 0,16 abgeleitet werden.[10]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (483) Seppina, für die in einer Untersuchung von 2021 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 12,7211 h berechnet wurde.[11] Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 12,721 h bestimmt werden.[12]

Siehe auch

Commons: (483) Seppina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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