(506) Marion
Asteroid des Hauptgürtels
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(506) Marion ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 17. Februar 1903 vom US-amerikanischen Astronomen Raymond Smith Dugan an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (506) Marion | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,042 AE |
| Exzentrizität | 0,145 |
| Perihel – Aphel | 2,601 AE – 3,482 AE |
| Neigung der Bahnebene | 16,986° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 312,8° |
| Argument der Periapsis | 145,1° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 17. Juli 2024 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 111 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 16,99 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 105,9 km ± 2,6 km |
| Albedo | 0,05 |
| Rotationsperiode | 13 h 33 min |
| Absolute Helligkeit | 9,0 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
XC |
| Geschichte | |
| Entdecker | Raymond Smith Dugan |
| Datum der Entdeckung | 17. Februar 1903 |
| Andere Bezeichnung | 1903 DB, 1948 PF1 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid wurde vom Entdecker zu Ehren seiner Cousine Marion Orcutt benannt. Diese Information wurde von Edith Eveleth, der Schwester des Entdeckers, bereitgestellt.
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (506) Marion, für die damals Werte von 105,9 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 105,6 oder 118,7 km bzw. 0,05 oder 0,04.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 111,3 oder 113,6 km bzw. 0,04 korrigiert.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 94,2 km bzw. 0,04 angegeben[4] und dann 2016 korrigiert zu 93,8 oder 95,8 km bzw. 0,05 oder 0,04, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[5]
Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (506) Marion eine taxonomische Klassifizierung als X-Typ.[6]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 2. Juni bis 3. August 2000 während fünf Nächten an der Außenstelle „Carlos U. Cesco“ des Felix-Aguilar-Observatoriums (OAFA) in Argentinien. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 18,505 h abgeleitet.[7] Weitere Beobachtungen vom 30. Juni bis 1. August 2001 am Sunflower Observatory in Kansas wurden dagegen zunächst zu einer Periode von 10,58 h ausgewertet.[8]
Neue photometrische Messungen wurden vom 22. bis 26. Februar 2009 am Palmer Divide Observatory des Space Science Institute in Colorado durchgeführt. Dabei konnte aber für die Rotationsperiode ein gänzlich neuer Wert von 13,546 h bestimmt werden.[9] Eine daraufhin durchgeführte Neubewertung der Beobachtungsdaten von 2001 führte jetzt ebenfalls zur Ableitung einer Rotationsperiode von 13,56 h.[10]
Aus den archivierten Beobachtungsdaten von 2001 bis 2009 in Verbindung mit neuen Messungen am 9. und 10. November 2002[11] sowie während vier Nächten vom 20. Dezember 2013 bis 21. Januar 2014 am Astronomischen Observatorium Yunnan in China wurde in einer Untersuchung von 2015 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Positionen der Rotationsachse mit einer prograden und einer retrograden Rotation und einer Periode von 13,5498 h berechnet.[12]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion nur eine retrograde Rotation und eine Periode von 13,5493 h berechnet werden.[13] Aus den Daten von ATLAS wurde dann in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 13,5489 h bestimmt.[14]
Siehe auch
Weblinks
- (506) Marion beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (506) Marion in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (506) Marion in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).