(523) Ada
Asteroid des Hauptgürtels
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(523) Ada ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 27. Januar 1904 vom US-amerikanischen Astronomen Raymond Smith Dugan an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 11,8 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass der Asteroid bereits am 25. Oktober 1902 am gleichen Ort fotografiert worden war.
| Asteroid (523) Ada | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,964 AE |
| Exzentrizität | 0,180 |
| Perihel – Aphel | 2,430 AE – 3,498 AE |
| Neigung der Bahnebene | 4,315° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 260,6° |
| Argument der Periapsis | 190,0° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 11. Mai 2026 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 38 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,16 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 31,9 km ± 1,5 km |
| Albedo | 0,25 |
| Rotationsperiode | 10 h 2 min |
| Absolute Helligkeit | 10,0 mag |
| Spektralklasse (nach SMASSII) |
X |
| Geschichte | |
| Entdecker | Raymond Smith Dugan |
| Datum der Entdeckung | 27. Januar 1904 |
| Andere Bezeichnung | 1902 UD, 1904 BA, 1937 NB, 1964 XN |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist vom Entdecker benannt zu Ehren von Ada Helme, einer Schulfreundin und Nachbarin in Montague, Massachusetts. Diese Information wurde von Edith Eveleth, der Schwester des Entdeckers, beigestellt.
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (523) Ada, für die damals Werte von 31,9 km bzw. 0,25 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 30,8 km bzw. 0,35.[2]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 16. Februar bis 22. März 1996 am Observatorium der United States Air Force Academy in Colorado. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 9,800 h abgeleitet.[3] Dies war aber offenbar eine fehlerhafte Auswertung, denn neue Beobachtungen vom 20. September bis 5. Oktober 2004 während fünf Nächten am Oakley Observatory des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana führten zur Bestimmung einer Rotationsperiode von 10,03 h.[4]
Die Auswertung von archivierten Lichtkurven der Lowell Photometric Database führte in einer Untersuchung von 2016 erstmals zur Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 10,03242 h.[5] Vom 22. November bis 6. Dezember 2020 wurden an verschiedenen spanischen Observatorien neue photometrische Beobachtungen von (523) Ada durchgeführt. Aus der Lichtkurve wurde hier eine Rotationsperiode von 10,031 h abgeleitet.[6]
Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (523) Ada, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 10,0324 h berechnet wurde.[7] Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 10,03232 h bestimmt werden.[8]
Siehe auch
Weblinks
- (523) Ada beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (523) Ada in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (523) Ada in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (523) Ada in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).