(535) Montague

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(535) Montague ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 7. Mai 1904 vom US-amerikanischen Astronomen Raymond Smith Dugan an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,2 mag entdeckt wurde. Es war seine letzte von insgesamt 16 Asteroidenentdeckungen. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass der Asteroid bereits am 31. Januar 1903 am gleichen Ort fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(535) Montague
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,569 AE
Exzentrizität 0,026
Perihel – Aphel 2,501 AE  2,636 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 6,773°
Länge des aufsteigenden Knotens 84,8°
Argument der Periapsis 67,3°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 29. Januar 2027
Siderische Umlaufperiode 4 a 43 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,58 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 79,3 km ± 0,3 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 10 h 15 min
Absolute Helligkeit 9,6 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
C
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Raymond Smith Dugan
Datum der Entdeckung 7. Mai 1904
Andere Bezeichnung 1903 BD, 1904 JE, 1953 FV1, 1959 VL
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid wurde vom Entdecker zu Ehren seiner Heimatstadt in Massachusetts benannt. Diese Information wurde von Edith Eveleth, der Schwester des Entdeckers, beigestellt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (535) Montague, für die damals Werte von 74,5 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 78,1 km bzw. 0,04.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 79,3 km bzw. 0,05 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 78,1 km bzw. 0,05 korrigiert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 74,8 km bzw. 0,04 angegeben[5] und dann 2016 korrigiert zu 69,8 oder 75,3 km bzw. 0,05, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[6]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 17. und 23. September 2000 am Flarestar Observatory auf Malta. Weitere Beobachtungen folgten vom 21. bis 27. September am Thornton Observatory in Colorado. Aus der aufgezeichneten kombinierten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 10,28 h abgeleitet.[7]

Neue Messungen wurden vom 12. bis 21. Februar 2006 während fünf Nächten am Palmer Divide Observatory in Colorado durchgeführt. Hier konnte eine verbesserte Rotationsperiode von 10,2482 h bestimmt werden.[8] Zu dieser Periode passten auch Beobachtungen vom 24. Dezember 2009 bis 11. Januar 2010 während sechs Nächten am Altimira Observatory in Kalifornien.[9] Auch eine zufällige Beobachtung von (535) Montague am 15. Mai 2015 im Rahmen eines Forschungsprojekts zu langsamen Rotatoren an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen in Polen konnte noch zu einer Rotationsperiode von >10,2 h ausgewertet werden.[10]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (535) Montague, für die in einer Untersuchung von 2021 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 10,2512 h berechnet wurde.[11] Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 10,2513 h bestimmt werden.[12]

Siehe auch

Einzelnachweise

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