(545) Messalina

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(545) Messalina ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 3. Oktober 1904 vom deutschen Astronomen Paul Götz an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 11,7 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(545) Messalina
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,206 AE
Exzentrizität 0,173
Perihel – Aphel 2,650 AE  3,762 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 11,250°
Länge des aufsteigenden Knotens 332,9°
Argument der Periapsis 333,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 20. März 2023
Siderische Umlaufperiode 5 a 270 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,51 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 112,6 km ± 1,2 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,04
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 7 h 24 min
Absolute Helligkeit 8,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
CD
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Cb
Geschichte
Entdecker Paul Götz
Datum der Entdeckung 3. Oktober 1904
Andere Bezeichnung 1904 TC, 1949 YH, 1973 YO4
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach Valeria Messalina (vor 20–48), der dritten Frau des römischen Kaisers Claudius (10 v. Chr.–54). Messalina war die Urenkelin von Marcus Antonius.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (545) Messalina, für die damals Werte von 111,3 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 112,5 km bzw. 0,04.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 112,6 km bzw. 0,04 korrigiert.[3]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (545) Messalina eine taxonomische Klassifizierung als C- bzw. Cb-Typ.[4]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 14. September 1983 am Osservatorio Astrofisico di Catania in Italien. Aus der über neun Stunden aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 7,2 h bestimmt.[5] Eine Forschergruppe an der University of Arizona und am Planetary Science Institute in Tucson führte in den 1980er Jahren ein Programm zur „Photometrischen Geodäsie“ einer Anzahl von schnell rotierenden Asteroiden des Hauptgürtels durch, darunter auch (545) Messalina. Nach Messungen am 14. und 15. November 1983 am Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona konnte eine verbesserte Rotationsperiode von 7,40 h abgeleitet werden.[6]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 7,40128 h erstellt.[7]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (545) Messalina, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 7,4013 h berechnet wurde.[8]

Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 7,40132 h bestimmt werden.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

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