(571) Dulcinea
Asteroid des Hauptgürtels
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(571) Dulcinea ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 4. September 1905 vom deutschen Astronomen Paul Götz an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,3 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (571) Dulcinea | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Innerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,410 AE |
| Exzentrizität | 0,243 |
| Perihel – Aphel | 1,825 AE – 2,996 AE |
| Neigung der Bahnebene | 5,227° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 3,1° |
| Argument der Periapsis | 27,6° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 2. September 2025 |
| Siderische Umlaufperiode | 3 a 271 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 18,90 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 11,7 km ± 0,1 km |
| Albedo | 0,30 |
| Rotationsperiode | 5 d 6 h |
| Absolute Helligkeit | 11,8 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
S |
| Spektralklasse (nach SMASSII) |
S |
| Geschichte | |
| Entdecker | Paul Götz |
| Datum der Entdeckung | 4. September 1905 |
| Andere Bezeichnung | 1905 RA |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt nach dem schönen Mädchen Dulcinea del Toboso, das im berühmten Roman El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes (1547–1616) im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Protagonisten steht.
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 für (571) Dulcinea zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 11,7 km bzw. 0,30.[1] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 mit 12,4 km bzw. 0,27 angegeben, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[2]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt vom 2. November bis 4. Dezember 2010 an der Goat Mountain Astronomical Research Station (GMARS) und am Santana Observatory in Kalifornien. Aus der während 18 Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 126,3 h abgeleitet. (571) Dulcinea gehört damit zu den extrem langsamen Rotatoren. Auch Anzeichen einer Taumelbewegung wurden beobachtet, allerdings konnte keine sichere Periode dafür gefunden werden.[3]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 189,12 h bestimmt werden.[4]
Siehe auch
Weblinks
- (571) Dulcinea beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (571) Dulcinea in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (571) Dulcinea in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).