(577) Rhea

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(577) Rhea ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 20. Oktober 1905 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,9 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(577) Rhea
Berechnetes 3D-Modell von (577) Rhea
Berechnetes 3D-Modell von (577) Rhea
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,114 AE
Exzentrizität 0,154
Perihel – Aphel 2,635 AE  3,592 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 5,298°
Länge des aufsteigenden Knotens 328,5°
Argument der Periapsis 329,6°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 7. Dezember 2025
Siderische Umlaufperiode 5 a 180 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,78 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 38,2 km ± 1,7 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,23
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 12 h 15 min
Absolute Helligkeit 9,5 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 20. Oktober 1905
Andere Bezeichnung 1905 UR, 1912 AC, 1943 QD, 1949 SF1, 1952 DC
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach der Titanin Rhea, der Tochter von Uranos und Gaia, Schwester und Gemahlin von Kronos und Mutter von Zeus, Poseidon, Hades, Demeter, Hera und Hestia. Rhea wurde „Mutter der Götter“ oder „Große Muttergöttin“ genannt. Ihr römischer Name war Tellus (oder Terra Mater) und ihr phrygischer Name Kybele. Die Namensgebung könnte durch die beiden Buchstaben der vorläufigen Bezeichnung 1905 RH beeinflusst sein. Siehe auch die Anmerkungen bei (579) Sidonia. Rhea ist auch der Name des fünften Saturnmondes, der 1672 von Giovanni Domenico Cassini entdeckt wurde.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (577) Rhea, für die damals Werte von 39,5 km bzw. 0,18 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 38,2 oder 45,1 km bzw. 0,23 oder 0,36.[2]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt vom 16. Februar bis 13. März 2013 am Elephant Head Observatory in Arizona. Aus der während acht Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 12,249 h bestimmt.[3]

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium in Kalifornien ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (577) Rhea einen Wert von 12,26 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 42,8 ± 0,9 km abgeleitet.[4] Mit einer Auswertung photometrischer Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und des Gaia DR2-Katalogs wurde dann im Jahr 2019 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 12,25583 h berechnet.[5]

Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (577) Rhea wurde aus Messungen etwa vom 27. März bis 22. April 2019 eine Rotationsperiode von 12,2531 h erhalten.[6] Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 12,2556 h bestimmt werden.[7]

Siehe auch

Commons: (577) Rhea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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