(594) Mireille

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(594) Mireille ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 27. März 1906 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(594) Mireille
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,626 AE
Exzentrizität 0,356
Perihel – Aphel 1,693 AE  3,560 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 32,535°
Länge des aufsteigenden Knotens 154,9°
Argument der Periapsis 77,2°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 31. Oktober 2025
Siderische Umlaufperiode 4 a 94 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,78 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 9,2 km ± 0,9 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,33
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 4 h 58 min
Absolute Helligkeit 12,2 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 27. März 1906
Andere Bezeichnung 1906 FM
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach dem Versepos Mirèio des provenzalischen Dichters Frédéric Mistral (1830–1914), das auch Charles Gounod zur Schaffung der Oper Mireille inspirierte. Die Benennung erfolgte mit Zustimmung des Entdeckers durch den französischen Astronomen Camille Flammarion.[1]

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (594) Mireille, für die damals Werte von 9,2 km bzw. 0,33 erhalten wurden.[2]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 24. April und 4. Mai 1987 mit Teleskopen der University of Arizona auf dem Mount Lemmon und dem Kitt Peak in Arizona. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 4,966 h bestimmt.[3] Weitere Beobachtungen erfolgten vom 3. bis 11. April 2017 während fünf Nächten am Command Module Observatory und an der Anderson Mesa Station des Lowell-Observatoriums in Arizona. Dabei konnte die Rotationsperiode mit einem Wert von 4,9671 h bestätigt werden[4] und auch Messungen vom 11. und 17. April 2017 an der Sternwarte Belgrad in Serbien wurden zu einer Rotationsperiode von 4,969 h ausgewertet.[5]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 4,96929 h berechnet.[6]

Neue photometrische Beobachtungen wurden wieder durchgeführt vom 24. Februar bis 5. März 2021 während drei Nächten am Deep Sky West Observatory in New Mexico (abgeleitete Rotationsperiode 4,968 h)[7] und vom 29. März bis 13. April 2021 während vier Nächten am Organ Mesa Observatory in New Mexico (abgeleitete Periode 4,9685 h).[8]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (594) Mireille, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 4,96893 h berechnet wurde.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

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