(638) Moira

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(638) Moira ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 5. Mai 1907 vom US-amerikanischen Amateurastronomen Joel Hastings Metcalf in Taunton, Massachusetts bei einer Helligkeit von 13 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass der Asteroid bereits am 11. und 12. März 1893 am Observatoire de Nice sowie am 24. Januar und 15. Februar 1906 an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(638) Moira
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,733 AE
Exzentrizität 0,162
Perihel – Aphel 2,290 AE  3,177 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 7,709°
Länge des aufsteigenden Knotens 103,1°
Argument der Periapsis 128,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 7. Dezember 2024
Siderische Umlaufperiode 4 a 190 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,90 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 59,6 km ± 0,4 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,06
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 9 h 53 min
Absolute Helligkeit 10,1 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Ch
Geschichte
Entdecker Joel Hastings Metcalf
Datum der Entdeckung 5. Mai 1907
Andere Bezeichnung 1893 EB, 1906 BF, 1907 JG, 1917 RC, 1944 QJ, 1976 WA1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach Moira, einer griechischen Göttin und Personifikation des Schicksals. Hesiod erwähnte drei Schicksalsgöttinnen, Töchter des Zeus: Klotho, Lachesis und Atropos, nach denen auch jeweils Asteroiden benannt wurden.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (638) Moira, für die damals Werte von 65,4 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Mit dem Satelliten Midcourse Space Experiment (MSX) wurden 1996 bis 1997 im Rahmen der Infrared Minor Planet Survey (MIMPS) Daten gewonnen, aus denen Werte von 66,9 km bzw. 0,05 bestimmt wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 61,3 km bzw. 0,06.[3] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 59,6 km bzw. 0,06 korrigiert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 51,1 oder 73,4 km bzw. 0,05 oder 0,03 angegeben, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten,[5] und dann 2016 korrigiert zu 66,9 km bzw. 0,04.[6]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 9,8748 h berechnet.[7]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (638) Moira, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 9,8751 h berechnet wurde.[8]

Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 9,8746 h bestimmt werden.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

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