(648) Pippa
Asteroid des Hauptgürtels
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(648) Pippa ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 11. September 1907 vom deutschen Astronomen August Kopff an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (648) Pippa | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,196 AE |
| Exzentrizität | 0,203 |
| Perihel – Aphel | 2,547 AE – 3,845 AE |
| Neigung der Bahnebene | 9,876° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 290,8° |
| Argument der Periapsis | 181,0° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 3. August 2028 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 261 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 16,49 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 68,3 km ± 1,6 km |
| Albedo | 0,05 |
| Rotationsperiode | 9 h 16 min |
| Absolute Helligkeit | 9,6 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
XC |
| Geschichte | |
| Entdecker | August Kopff |
| Datum der Entdeckung | 11. September 1907 |
| Andere Bezeichnung | 1907 RN |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt nach der Hauptfigur im Märchendrama Und Pippa tanzt! des deutschen Schriftstellers Gerhart Hauptmann (1862–1946).
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (648) Pippa, für die damals Werte von 68,3 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Mit dem Satelliten Midcourse Space Experiment (MSX) wurden 1996 bis 1997 im Rahmen der Infrared Minor Planet Survey (MIMPS) Daten gewonnen, aus denen Werte von 80,7 km bzw. 0,04 bestimmt wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 90,8 km bzw. 0,03.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 63,5 km bzw. 0,06, die Angaben von NEOWISE beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[4]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt vom 23. März bis 2. April 2012 am Oakley Southern Sky Observatory, der australischen Außenstation des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana. Aus der während fünf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 9,263 h bestimmt.[5]
Im Jahr 2019 wurde mit einer Auswertung photometrischer Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und des Gaia DR2-Katalogs erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 9,26326 h berechnet.[6]
Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (648) Pippa, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 9,2632 h berechnet wurde.[7]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 9,26316 h bestimmt werden.[8] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 9,2632 h berechnet.[9]
Siehe auch
Weblinks
- (648) Pippa beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (648) Pippa in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (648) Pippa in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (648) Pippa in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).