(676) Melitta

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(676) Melitta ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 16. Januar 1909 vom britischen Astronomen Philibert Jacques Melotte am Royal Greenwich Observatory bei einer Helligkeit von 14,0 mag entdeckt wurde. Es war seine einzige Asteroidenentdeckung.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(676) Melitta
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Eos-Familie
Große Halbachse 3,067 AE
Exzentrizität 0,123
Perihel – Aphel 2,691 AE  3,443 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 12,849°
Länge des aufsteigenden Knotens 150,1°
Argument der Periapsis 186,3°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 16. März 2024
Siderische Umlaufperiode 5 a 136 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,94 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 78,4 km ± 0,4 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 16 h 45 min
Absolute Helligkeit 9,7 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
XC
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker P. J. Melotte
Datum der Entdeckung 16. Januar 1909
Andere Bezeichnung 1909 BO, 1910 JD
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Melitta ist die attische Form des altgriechischen Namens Melissa, Tochter des kretischen Königs Melisseus und mit ihrer Schwester Amaltheia Ammen des Zeus. Gleichzeitig ist der Name ein Wortspiel, das eine Ähnlichkeit mit dem Namen des Entdeckers andeutet.

Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (676) Melitta zur Eos-Familie gezählt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (676) Melitta, für die damals Werte von 80,0 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 86,1 km bzw. 0,05.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 78,8 km bzw. 0,05 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 78,4 km bzw. 0,05 korrigiert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 74,7 km bzw. 0,06, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 28. Juli bis 16. August 2002 am Goodsell Observatory in Minnesota. Aus der während acht Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 7,863 h abgeleitet,[6] dagegen führte eine Auswertung von Beobachtungen aus 2012 zu einer Periode von 8,35 h.[7]

Bei weiteren Messungen vom 10. Juni bis 9. Juli 2012 während sieben Nächten am Bigmuskie Observatory in Italien wurde aus der registrierten Lichtkurve eine Rotationsperiode von 16,767 h bestimmt. Andere mögliche Werte von 8,393 oder 12,420 h wurden dagegen ausgeschlossen.[8] Auch Messungen vom 27. März bis 26. April 2017 während acht Nächten an der Sternwarte Belgrad in Serbien bestätigten dieses Ergebnis mit einer abgeleiteten Rotationsperiode von 16,740 h. Die halbe Periode konnte auch hier ausgeschlossen werden, ebenso wie ein Wert im Bereich von 7,87 h.[9] Weitere Beobachtungen erfolgten vom 30. August bis 1. Oktober 2018 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Auch hier wurde wieder eine Periode von 16,743 h bestimmt, während die doppelte Periode ausgeschlossen wurde.[10]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 16,74125 h berechnet.[11] Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 16,741 h bestimmt werden.[12]

Siehe auch

Einzelnachweise

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