(697) Galilea
Asteroid des Hauptgürtels
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(697) Galilea ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 14. Februar 1910 vom deutschen Astronomen Joseph Helffrich an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,4 mag entdeckt wurde. Es war seine erste von elf Asteroidenentdeckungen.
| Asteroid (697) Galilea | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,882 AE |
| Exzentrizität | 0,153 |
| Perihel – Aphel | 2,440 AE – 3,323 AE |
| Neigung der Bahnebene | 15,122° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 15,4° |
| Argument der Periapsis | 333,4° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 6. Juli 2025 |
| Siderische Umlaufperiode | 4 a 326 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,44 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 80,1 km ± 1,7 km |
| Albedo | 0,04 |
| Rotationsperiode | 16 h 32 min |
| Absolute Helligkeit | 9,6 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
C: |
| Geschichte | |
| Entdecker | Joseph Helffrich |
| Datum der Entdeckung | 14. Februar 1910 |
| Andere Bezeichnung | 1910 CL, 1910 DA, 1945 GE, 1979 FL2 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt zur Erinnerung an die Entdeckung der vier Galileischen Monde des Jupiter durch Galileo Galilei: „Im besonderen soll der Name 697 Galilea daran erinnern, daß der Planet am Tage der 300jährigen Wiederkehr der Entdeckung der Jupitersatelliten durch Galilei aufgefunden wurde.“[1]
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (697) Galilea, für die damals Werte von 80,1 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 76,5 km bzw. 0,04.[3] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 75,6 km bzw. 0,04 geändert worden waren,[4] wurden sie 2014 auf 72,1 km bzw. 0,05 korrigiert.[5] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 57,5 oder 64,5 km bzw. 0,06 oder 0,05 angegeben[6] und dann 2016 korrigiert zu 61,5 oder 80,1 km bzw. 0,06 oder 0,04, diese Angaben beinhalten aber größtenteils hohe Unsicherheiten.[7]
Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (697) Galilea eine taxonomische Klassifizierung als Caa- bzw. Ch-Typ.[8]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 6. bis 26. Dezember 2001 am Crescent Butte Observatory in Utah. Aus der während acht Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 16,538 h bestimmt.[9] Eine weitere Beobachtung am 18. Februar 2003 am Konkoly-Observatorium in Ungarn konnte nicht weiter ausgewertet werden.[10]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 16,534 h bestimmt werden.[11]
Siehe auch
Weblinks
- (697) Galilea beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (697) Galilea in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (697) Galilea in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).