(697) Galilea

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(697) Galilea ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 14. Februar 1910 vom deutschen Astronomen Joseph Helffrich an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,4 mag entdeckt wurde. Es war seine erste von elf Asteroidenentdeckungen.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(697) Galilea
{{{Bild}}}
{{{Bildtext}}}
{{{Bild2}}}
{{{Bildtext2}}}
Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,882 AE
Exzentrizität 0,153
Perihel – Aphel 2,440 AE  3,323 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 15,122°
Länge des aufsteigenden Knotens 15,4°
Argument der Periapsis 333,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 6. Juli 2025
Siderische Umlaufperiode 4 a 326 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,44 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 80,1 km ± 1,7 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,04
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 16 h 32 min
Absolute Helligkeit 9,6 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
C:
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Joseph Helffrich
Datum der Entdeckung 14. Februar 1910
Andere Bezeichnung 1910 CL, 1910 DA, 1945 GE, 1979 FL2
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
Schließen

Der Asteroid ist benannt zur Erinnerung an die Entdeckung der vier Galileischen Monde des Jupiter durch Galileo Galilei: „Im besonderen soll der Name 697 Galilea daran erinnern, daß der Planet am Tage der 300jährigen Wiederkehr der Entdeckung der Jupitersatelliten durch Galilei aufgefunden wurde.“[1]

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (697) Galilea, für die damals Werte von 80,1 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 76,5 km bzw. 0,04.[3] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 75,6 km bzw. 0,04 geändert worden waren,[4] wurden sie 2014 auf 72,1 km bzw. 0,05 korrigiert.[5] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 57,5 oder 64,5 km bzw. 0,06 oder 0,05 angegeben[6] und dann 2016 korrigiert zu 61,5 oder 80,1 km bzw. 0,06 oder 0,04, diese Angaben beinhalten aber größtenteils hohe Unsicherheiten.[7]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (697) Galilea eine taxonomische Klassifizierung als Caa- bzw. Ch-Typ.[8]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 6. bis 26. Dezember 2001 am Crescent Butte Observatory in Utah. Aus der während acht Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 16,538 h bestimmt.[9] Eine weitere Beobachtung am 18. Februar 2003 am Konkoly-Observatorium in Ungarn konnte nicht weiter ausgewertet werden.[10]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 16,534 h bestimmt werden.[11]

Siehe auch

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI