(706) Hirundo

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(706) Hirundo ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 9. Oktober 1910 vom deutschen Astronomen Joseph Helffrich an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,7 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(706) Hirundo
Berechnetes 3D-Modell von (706) Hirundo
Berechnetes 3D-Modell von (706) Hirundo
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,727 AE
Exzentrizität 0,196
Perihel – Aphel 2,193 AE  3,261 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 14,431°
Länge des aufsteigenden Knotens 325,3°
Argument der Periapsis 30,9°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 11. November 2027
Siderische Umlaufperiode 4 a 184 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,86 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 30,8 km ± 0,6 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,08
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 22 h 2 min
Absolute Helligkeit 11,1 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Cgh
Geschichte
Entdecker Joseph Helffrich
Datum der Entdeckung 9. Oktober 1910
Andere Bezeichnung 1910 TF, 1924 WD, 1948 AE, 1957 DA, 1977 QB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach dem Gattungsnamen Hirundo von zahlreichen kleinen, langflügeligen Singvögeln aus der Familie der Schwalben (Hirundinidae), die für ihren anmutigen Flug und ihre regelmäßigen Wanderungen bekannt sind. Sie besitzen einen kurzen Schnabel mit weitem Maul, kleine, schwache Füße und oft einen tief gegabelten Schwanz, kommen in allen Teilen der Welt außer Neuseeland und den Polarregionen vor und ernähren sich von im Flug gefangenen Insekten.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (706) Hirundo, für die damals Werte von 29,2 km bzw. 0,17 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 30,8 km bzw. 0,08.[2] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 24,7 km bzw. 0,09 angegeben[3] und dann 2016 korrigiert zu 24,4 km bzw. 0,09, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[4]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 26. August bis 11. September 2000 durch einen Amateurastronomen in Texas. Aus der während zehn Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 22,00 h abgeleitet.[5] Auch aus kurz darauf stattfindenden Beobachtungen während sechs Nächten vom 13. bis 25. September 2000 am Palmer Divide Observatory in Colorado wurde eine Rotationsperiode von 22,072 h bestimmt.[6]

Im Jahr 2016 führte die Auswertung von archivierten Lichtkurven der Lowell Photometric Database und der Beobachtung vom September 2000 erstmals zur Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 22,0160 h.[7][8] Im Jahr 2021 wurde aus archivierten Daten und photometrischen Messungen von Gaia DR2 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 22,01612 h berechnet.[9]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (706) Hirundo, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 22,0162 h berechnet wurde.[10]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 22,01605 h bestimmt werden.[11] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 22,016 h berechnet.[12]

Siehe auch

Commons: (706) Hirundo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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