(715) Transvaalia
Asteroid des Hauptgürtels
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(715) Transvaalia ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 22. April 1911 vom südafrikanischen Astronomen Harry Edwin Wood am Transvaal Observatory in Johannesburg bei einer Helligkeit von 13 mag entdeckt wurde. Es war seine erste von insgesamt zwölf Asteroidenentdeckungen.
| Asteroid (715) Transvaalia | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Mittlerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,766 AE |
| Exzentrizität | 0,086 |
| Perihel – Aphel | 2,529 AE – 3,004 AE |
| Neigung der Bahnebene | 13,818° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 46,0° |
| Argument der Periapsis | 300,3° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 10. Dezember 2027 |
| Siderische Umlaufperiode | 4 a 219 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,88 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 25,5 km ± 0,6 km |
| Albedo | 0,27 |
| Rotationsperiode | 11 h 50 min |
| Absolute Helligkeit | 10,0 mag |
| Spektralklasse (nach SMASSII) |
X |
| Geschichte | |
| Entdecker | Harry Edwin Wood |
| Datum der Entdeckung | 22. April 1911 |
| Andere Bezeichnung | 1911 HH, 1915 FA, 1916 NC, 1920 HC, 1961 GF, 1973 AA |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt nach der Provinz Transvaal im Nordosten der damaligen Südafrikanischen Union zwischen den Flüssen Vaal und Limpopo. Dies ist der erste nummerierte Asteroid, der in Afrika entdeckt wurde.
Der Asteroid wurde am 23. April 1920 an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl als ein vermeintlich neuentdecktes Objekt beobachtet und erhielt daraufhin für einige Jahre zusätzlich die Nummer (933). Nachdem der Irrtum im Jahr 1928 bemerkt worden war, wurde diese Nummer auf den am 10. Februar 1927 von Karl Wilhelm Reinmuth in Heidelberg entdeckten Asteroiden (933) Susi übertragen.[1]
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (715) Transvaalia, für die damals Werte von 28,6 km bzw. 0,26 erhalten wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 25,5 km bzw. 0,27.[3]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 8. und 9. März 2007 am Oakley Observatory des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 11,80 h bestimmt.[4]
Im Jahr 2019 wurde mit einer Auswertung photometrischer Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und des Gaia DR2-Katalogs erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 11,82584 h berechnet.[5]
Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden nach einer ersten Pilotstudie[6] auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (715) Transvaalia wurde aus Messungen vom 30. August bis 20. September 2018 eine Rotationsperiode von 11,8253 h erhalten.[7]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 11,82575 h bestimmt werden.[8]
Siehe auch
Weblinks
- (715) Transvaalia beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (715) Transvaalia in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (715) Transvaalia in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (715) Transvaalia in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).