(725) Amanda

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(725) Amanda ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 21. Oktober 1911 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien bei einer Helligkeit von 12,2 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(725) Amanda
Berechnetes 3D-Modell von (725) Amanda
Berechnetes 3D-Modell von (725) Amanda
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,573 AE
Exzentrizität 0,221
Perihel – Aphel 2,003 AE  3,142 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 3,791°
Länge des aufsteigenden Knotens 68,7°
Argument der Periapsis 323,1°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 8. Mai 2027
Siderische Umlaufperiode 4 a 46 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,34 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 23,7 km ± 0,2 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,07
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 3 h 45 min
Absolute Helligkeit 11,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
CSU
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Johann Palisa
Datum der Entdeckung 21. Oktober 1911
Andere Bezeichnung 1911 UQ, 2016 FH6
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt zu Ehren der Frau des Hamburger Astronomen Richard Reinhard Emil Schorr (1867–1951), des Direktors der Hamburger Sternwarte. Die Benennung erfolgte anlässlich der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Hamburg im Jahr 1913.[1] Turner schrieb in The Observatory, Band 36, Nr. 466, 1913, S. 414: „Noch vor Ende der Tagung gab es eine weitere Planetentaufe: Prof. Palisa verkündete den Namen ‚Amanda‘. Es ist für uns, die wir den Planeten noch nicht gesehen haben, schwierig, die Eignung zur himmlischen Anwendung zu beurteilen; aber Prof. Palisa war so freundlich, uns ein irdisches Pendant zu nennen, dessen Eignung mit herzlichem Beifall gewürdigt wurde.“

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (725) Amanda, für die damals Werte von 21,5 km bzw. 0,07 erhalten wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 23,3 km bzw. 0,05.[3] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 21,7 km bzw. 0,06 geändert worden waren,[4] wurden sie 2014 auf 23,7 km bzw. 0,07 korrigiert.[5] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 19,5 km bzw. 0,08 angegeben[6] und dann 2016 korrigiert zu 20,0 oder 30,7 km bzw. 0,08 oder 0,03, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[7]

Berechnetes 3D-Modell von (725) Amanda

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 31. August bis 2. September 1985 am La-Silla-Observatorium in Chile. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 3,749 h bestimmt.[8] Weitere Beobachtungen erfolgten am 26. Januar 1999 an der Außenstelle Piszkéstető des Konkoly-Observatoriums in Ungarn. Aus den während drei Stunden aufgezeichneten Daten konnte nur eine grobe Schätzung einer Periode von etwa 4 Stunden erfolgen.[9]

Aus archivierten Daten des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona und der Catalina Sky Survey sowie Beobachtungen aus dem Zeitraum 2002 bis 2012 konnte in einer Untersuchung von 2013 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 3,74311 h berechnet werden.[10]

Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (725) Amanda wurde aus Messungen vom 23. August bis 1. September 2018 eine Rotationsperiode von 3,74301 h erhalten.[11]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 3,74312 h bestimmt werden.[12]

Siehe auch

Commons: (725) Amanda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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