(742) Edisona

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(742) Edisona ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 23. Februar 1913 vom deutschen Astronomen Franz Kaiser an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,4 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(742) Edisona
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Eos-Familie
Große Halbachse 3,014 AE
Exzentrizität 0,114
Perihel – Aphel 2,669 AE  3,358 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 11,201°
Länge des aufsteigenden Knotens 64,1°
Argument der Periapsis 283,9°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 1. Februar 2026
Siderische Umlaufperiode 5 a 85 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,10 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 47,1 km ± 0,4 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,12
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 18 h 35 min
Absolute Helligkeit 9,6 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
K
Geschichte
Entdecker Franz Kaiser
Datum der Entdeckung 23. Februar 1913
Andere Bezeichnung 1913 DC
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid wurde unmittelbar nach dessen Tod zu Ehren des US-amerikanischen Wissenschaftlers und Erfinders Thomas Alva Edison (1847–1931) benannt. Die von Franz Kaiser gegründete „Astronomische Gesellschaft Urania Wiesbaden“ sandte mit Hilfe des amerikanischen Konsulats in Frankfurt am Main eine kunstvoll gestaltete Widmungsrolle an die Erben Edisons.

Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (742) Edisona zur Eos-Familie gezählt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (742) Edisona, für die damals Werte von 45,6 km bzw. 0,13 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 45,4 km bzw. 0,13.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 46,0 km bzw. 0,13 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 47,1 km bzw. 0,12 korrigiert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 38,6 oder 42,0 km bzw. 0,16 oder 0,14, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt vom 25. April bis 1. Mai 2008 am Via Capote Observatory in Kalifornien. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 18,52 h abgeleitet.[6]

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium in Kalifornien ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (742) Edisona einen Wert von 18,59 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 47,2 ± 0,3 km abgeleitet.[7]

Im Jahr 2016 führte die Auswertung von archivierten Lichtkurven des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona und der Catalina Sky Survey erstmals zur Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 18,5833 h.[8] Das Gestaltmodell konnte im Jahr 2018 nach Auswertung von archivierten Lichtkurven aus dem Uppsala Asteroid Photometric Catalogue (UAPC) und Beobachtungen aus dem Jahr 2003 und 2007 noch verbessert werden, dazu wurden zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 18,5833 h berechnet.[9]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (742) Edisona, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 18,5829 h berechnet wurde.[10]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 18,5833 h bestimmt werden.[11] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 18,5835 h berechnet.[12]

Siehe auch

Einzelnachweise

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