(745) Mauritia

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(745) Mauritia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 1. März 1913 vom deutschen Astronomen Franz Kaiser an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(745) Mauritia
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,259 AE
Exzentrizität 0,044
Perihel – Aphel 3,117 AE  3,401 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 13,294°
Länge des aufsteigenden Knotens 125,5°
Argument der Periapsis 38,1°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 13. Oktober 2024
Siderische Umlaufperiode 5 a 323 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,49 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 24,7 km ± 0,3 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,20
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 9 h 57 min
Absolute Helligkeit 10,6 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Franz Kaiser
Datum der Entdeckung 1. März 1913
Andere Bezeichnung 1913 EH, 1972 BM
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Früher wurde angenommen, dass der Asteroid vom Entdecker nach dem Heiligen Mauritius, dem Schutzpatron einer Wiesbadener Kirche, benannt worden sei.[1] Dies ist aber falsch, denn neue Forschungen des deutschen Astronomen Erwin Schwab konnten nachweisen, dass die Benennung im Jahr 1926 zu Ehren des Juweliers Moritz Nathan Oppenheim (1848–1933), Mitglied des Physikalischen Vereins und Förderer der Frankfurter Sternwarte, erfolgte. Der Völkische Beobachter äußerte anlässlich der Benennung die Sorge, dass „jetzt sogar schon der Sternenhimmel verjude“.[2][3] Nach Oppenheim und seiner Frau Katharina, der Schwester des österreichischen Unternehmers Moriz von Kuffner, wurde auch noch der Asteroid (343981) Oppenheim benannt.[4]

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (745) Mauritia zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 27,0 km bzw. 0,17.[5] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 24,7 km bzw. 0,20 korrigiert.[6]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 22. Februar bis 3. April 2013 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Aus der während sechs Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 9,945 h abgeleitet.[7] Weitere Beobachtungen erfolgten vom 14. Januar bis 4. April 2014 während fünf Nächten an der Außenstelle Tschuhujiw des Charkiw-Observatoriums in der Ukraine. Für die Rotationsperiode wurde dabei ein verbesserter Wert von 9,9425 h bestimmt.[8]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 9,9427 h bestimmt werden.[9] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 9,9435 h berechnet.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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