(797) Montana

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(797) Montana ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 17. November 1914 vom dänischen Astronomen Holger Thiele an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf entdeckt wurde. Es war seine erste von vier Asteroidenentdeckungen. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits vom 18. bis 20. November 1898 mehrfach an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg sowie nur eine Woche zuvor am Krim-Observatorium in Simejis fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(797) Montana
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Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,535 AE
Exzentrizität 0,061
Perihel – Aphel 2,381 AE  2,688 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 4,5°
Länge des aufsteigenden Knotens 238,2°
Argument der Periapsis 357,5°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 23. Februar 2026
Siderische Umlaufperiode 4 a 13 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,69 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 21,2 km ± 0,2 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,29
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 4 h 33 min
Absolute Helligkeit 10,4 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
S
Geschichte
Entdecker Holger Thiele
Datum der Entdeckung 17. November 1914
Vorläufige Bezeichnung 1898 WA, 1914 WG, 1953 JG, 1957 MG
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist zu Ehren von Bergedorf in Anlehnung an dessen lateinische Übertragung „villa montana“ benannt, da er der erste an der dortigen Sternwarte entdeckte Asteroid war.

Wissenschaftliche Auswertung

Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (797) Montana zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 21,7 km bzw. 0,29.[1] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 19,2 km bzw. 0,35 geändert worden waren,[2] wurden sie 2014 auf 21,2 km bzw. 0,29 korrigiert.[3]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 30. Juni bis 2. Juli 1998 am Observatório do Pico dos Dias in Brasilien. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 4,5 h abgeleitet, obwohl auch andere Periodizitäten nicht ausgeschlossen werden konnten.[4] Weitere Beobachtungen vom 15. bis 21. November 2003 während drei Nächten am Tenagra Observatory in Arizona bestätigten jedoch das frühere Ergebnis mit einer abgeleiteten Rotationsperiode von 4,55 h.[5]

Im Jahr 2016 führte die Auswertung von archivierten Lichtkurven des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona und der Catalina Sky Survey dann erstmals zur Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,54619 h.[6]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (797) Montana, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,54619 h berechnet wurde.[7]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 4,54615 h bestimmt werden.[8] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 4,54618 h berechnet.[9]

Neue photometrische Beobachtungen wurden vom 7. bis 14. Februar 2025 während vier Nächten am Hard Labor Creek Observatory der Georgia State University durchgeführt. Dabei konnte eine Rotationsperiode von 4,545 h bestimmt werden.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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