(810) Atossa
Asteroid des Hauptgürtels
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(810) Atossa ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 8. September 1915 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (810) Atossa | |
|---|---|
| Berechnetes 3D-Modell von (810) Atossa | |
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Innerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,180 AE |
| Exzentrizität | 0,180 |
| Perihel – Aphel | 1,787 AE – 2,572 AE |
| Neigung der Bahnebene | 2,613° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 152,7° |
| Argument der Periapsis | 195,9° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 27. Januar 2025 |
| Siderische Umlaufperiode | 3 a 80 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 20,01 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 8,1 km ± 0,1 km |
| Albedo | 0,22 |
| Rotationsperiode | 4 h 23 min |
| Absolute Helligkeit | 12,5 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Max Wolf |
| Datum der Entdeckung | 8. September 1915 |
| Andere Bezeichnung | 1915 RS, 1931 PF, 1934 NB, 1947 PA |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt nach der persischen Königin Atossa (550–475 v. Chr.), Tochter von König Kyros II. und Hauptfrau von Dareios I.
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (810) Atossa zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 8,4 km bzw. 0,21.[1] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 8,1 km bzw. 0,22 korrigiert.[2] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 7,0 km bzw. 0,35, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[3]
Spektroskopische Untersuchungen im sichtbaren Bereich vom 1. September 2002 am La-Silla-Observatorium in Chile ergaben für (810) Atossa eine taxonomische Klassifizierung als A-Typ.[4]

Eine Auswertung von archivierten Lichtkurven des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona, der Catalina Sky Survey und der Mount Lemmon Survey ermöglichte in einer Untersuchung von 2011 erstmals die Berechnung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,38547 h.[5]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 4,38547 h bestimmt werden.[6] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,38547 h berechnet.[7]
Siehe auch
Weblinks
- (810) Atossa beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (810) Atossa in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (810) Atossa in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (810) Atossa in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).