(810) Atossa

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(810) Atossa ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 8. September 1915 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(810) Atossa
Berechnetes 3D-Modell von (810) Atossa
Berechnetes 3D-Modell von (810) Atossa
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,180 AE
Exzentrizität 0,180
Perihel – Aphel 1,787 AE  2,572 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 2,613°
Länge des aufsteigenden Knotens 152,7°
Argument der Periapsis 195,9°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 27. Januar 2025
Siderische Umlaufperiode 3 a 80 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 20,01 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 8,1 km ± 0,1 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,22
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 4 h 23 min
Absolute Helligkeit 12,5 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 8. September 1915
Andere Bezeichnung 1915 RS, 1931 PF, 1934 NB, 1947 PA
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach der persischen Königin Atossa (550–475 v. Chr.), Tochter von König Kyros II. und Hauptfrau von Dareios I.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (810) Atossa zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 8,4 km bzw. 0,21.[1] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 8,1 km bzw. 0,22 korrigiert.[2] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 7,0 km bzw. 0,35, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[3]

Spektroskopische Untersuchungen im sichtbaren Bereich vom 1. September 2002 am La-Silla-Observatorium in Chile ergaben für (810) Atossa eine taxonomische Klassifizierung als A-Typ.[4]

Berechnetes 3D-Modell von (810) Atossa

Eine Auswertung von archivierten Lichtkurven des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona, der Catalina Sky Survey und der Mount Lemmon Survey ermöglichte in einer Untersuchung von 2011 erstmals die Berechnung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,38547 h.[5]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 4,38547 h bestimmt werden.[6] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,38547 h berechnet.[7]

Siehe auch

Commons: (810) Atossa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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